Wissenswertes zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen Teil 4.3.1

Teil 4.3.1 | Anforderungen an die Reinheit

Bereits geringe Spuren von Kohlenstoffmonoxid können die AktivitÀt der Katalysatoren einiger Brennstoffzellen stark beeintrÀchtigen. Bei Niedertemperatur-PEM-Brennstoffzellen (PEM: Polymer Elektrolyte Membrane) wird beispielsweise ein CO-Volumenanteil von 10 ppm als obere Grenze angesehen.

Insbesondere beim Einsatz von flĂŒssigem, tiefkaltem Wasserstoff sind die Reinheitsanforderungen hoch, da alle anderen Stoffe (außer Helium) bei Temperaturen von -253 °C fest sind. Das bedeutet, sogar Stickstoff und Sauerstoff sammeln sich als Feststoff am Boden der Tanks. Sie können dann Leitungen verstopfen und Ventile blockieren. GrĂ¶ĂŸere Sauerstoffmengen sind darĂŒber hinaus kritisch, weil sie mit dem Wasserstoff reagieren können.

Wenn lediglich geringe Kraftstoffmengen verbraucht werden (wie bei Autos), ist das noch recht unproblematisch. Schwieriger wĂ€re es jedoch beispielsweise bei Flugzeugen, die einen sehr hohen Durchsatz hĂ€tten. Ein Langstreckenflugzeug (10.000 km Entfernung) könnte zum Beispiel etwa 45.000 Kilogramm beziehungsweise 635.000 Liter flĂŒssigen Wasserstoff pro Flug verbrauchen (entsprechend 116.000 kg Kerosin). Bei 300 FlĂŒgen im Jahr betrĂŒge der Gesamtverbrauch etwa 190 Mio. Liter LH2. Wenn ein Anteil von 0,3 vpm O2 im Kraftstoff enthalten wĂ€re (Wasserstoff 6.0), wĂŒrde sich in einem Jahr eine Menge von 57 Litern O2 im Kraftstoffsystem ansammeln.

Wissenswertes zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen

Die Technik von gestern, heute und morgen

Wissenswertes zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen. Bewusst leicht verstÀndlich gehalten und beschrieben. Es soll technikinteressierten als ein umfangreiches Literaturverzeichnis dienen.

Die grundlegend ĂŒberarbeitete Neuauflage unseres Buches zu diesem Thema ist hier erhĂ€ltlich. Aktuelle Entwicklungen wurden ergĂ€nzt, Überholtes entfernt. Neben den jĂŒngsten Trends vermittelt dieses Buch – wie schon seine VorgĂ€nger – die grundlegenden physikalischen ZusammenhĂ€nge, denn diese gelten ja bei allem Wandel nach wie vor.

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