Wissenswertes zum Thema Wasserstoff und Brennstoffzellen

1 Einleitung: Rettet Wasserstoff das Klima?
Wsserstoffgewinnung 1

Teil 4.2.4 | Methanpyrolyse: Ein Traum in türkis

Erzeugt man Wasserstoff durch die chemische Spaltung von Methan (Methanpyrolyse), spricht man von türkisem Wasserstoff. Anstelle von CO2 entsteht dabei fester Kohlenstoff.“ So einfach klingt es in den Definitionen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Schließlich wird aus Methan (CH4) einfach Wasserstoff, wenn man das C abspaltet. Theoretisch könnte die Methanpyrolyse, die auch als Methancracken bezeichnet wird, klimaneutral sein. Dafür sind verschiedene Voraussetzungen nötig:

  • Das Erdgas muss ohne Leckagen (hoher Klimaeffekt bei Methanfreisetzung) und weitere Treibhausgasemissionen gefördert werden. Vor allem an dieser Voraussetzung bestehen Zweifel.
  • Der Hochtemperaturreaktor, in dem die Reaktion stattfindet, muss mit erneuerbaren Energien betrieben werden, z. B. mit Solarenergie. Hieran wird geforscht.
  • Und zu guter Letzt muss der Kohlenstoff (etwa 3,3 kg C pro kg H2) klimaneutral genutzt werden. Da reiner Kohlenstoff fest ist, ist er recht leicht zu handhaben. Wenn man ihn, wie bisweilen vorgeschlagen, als Ersatz für Steinkohle nutzt, gelangt der Kohlenstoff allerdings sofort wieder in die Atmosphäre. Denkbar wäre zum Beispiel, ihn in den Boden einzubringen, was der Bodenverbesserung dienen könnte. Die sogenannte Permakultur nutzt bereits seit langem Holzkohle, um hochfruchtbare Schwarzerdeböden zu erzeugen.

Bisher befindet sich diese Technologie erst im Pilotstadium. Mehrere Großkonzerne wollen sie allerdings zur Marktreife bringen.

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