Optimismus beim bisher grĂ¶ĂŸten f-cell-Symposium

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7. Oktober 2011

Optimismus beim bisher grĂ¶ĂŸten f-cell-Symposium

Die Stimmung im Stuttgarter Haus der Wirtschaft war gut. So viele Teilnehmer wie noch nie zuvor waren vom 26. bis 27. September 2011 zur 11. f-cell gekommen. Entsprechend locker gaben sich die Veranstalter, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) und die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse. „Das war die beste f-cell, die wir je hatten“, freute sich Peter Sauber. Mit zu diesem Erfolg beigetragen haben dĂŒrfte die Anwesenheit des neuen Phileas-Busses, der auch den Shuttle-Service fĂŒr die GĂ€ste der Preisverleihung ĂŒbernahm.
Es waren nochmals weitaus mehr Besucher als in dem bereits gut besuchten f-cell-JubilĂ€umsjahr 2010: Über 1.000 Branchenvertreter waren aus insgesamt 26 LĂ€ndern angereist. Auch bei der begleitenden Ausstellung waren mehr Institutionen als jemals zuvor vertreten (46). Diese Steigerungen bewirkten nicht nur ein regeres Treiben in den GĂ€ngen, sondern gleichzeitig auch eine wesentlich optimistischere AtmosphĂ€re.
Was genau auf einmal zu dem verstĂ€rkten Interesse an der f-cell gefĂŒhrt haben könnte, lĂ€sst sich nur mutmaßen: War es das klare Bekenntnis von Daimler zu BZ-Fahrzeugen? War es die öffentliche Debatte ĂŒber Kernenergie und potentielle Energiespeicher? War es die Erkenntnis in der Zulieferbranche, dass ein Weg aus der Krise ĂŒber neue innovative Techniken fĂŒhrt? Oder war die Zeit jetzt einfach reif?
Vielleicht war es auch einfach die Referentenauswahl, immerhin wurde die BegrĂŒĂŸungsrede zum ersten Mal von einem Landesumweltminister der GrĂŒnen, Franz Untersteller, gehalten. Dieser nahm sich dann auch extra viel Zeit und ging ausfĂŒhrlich auf die Energiewende, die Atomkatastrophe von Fukushima, die Landespolitik und natĂŒrlich die Brennstoffzellentechnik ein. Er betonte dabei die Notwendigkeit, fĂŒr den Fahrzeugantrieb „grĂŒnen“ Wasserstoff zu verwenden und erklĂ€rte: „Die Zukunft hat bereits begonnen.
Beim Ride&Drive-Angebot standen erstmals fĂŒnf verschiedene Pkw-Modelle (z.B. Honda FCX Clarity, Opel Ampera) sowie zwei ZweirĂ€der zur VerfĂŒgung. FĂŒr Aufsehen sorgte HyCologne, das es möglich gemacht hatte, mit seinem 18 m langen Brennstoffzellen-Hybridbus nach Stuttgart zu kommen. Der Phileas hatte erst kurz zuvor seine viermonatige Testphase im Rhein-Erft-Kreis erfolgreich abgeschlossen (s. HZwei-Heft, Juli 2011), bevor er nun im Linienverkehr in HĂŒrth und BrĂŒhl eingesetzt wird. Durch die erfolgreiche Fahrt vom Rhein in die baden-wĂŒrttembergische Hauptstadt kamen alle GĂ€ste der f-cell award Preisverleihung in den Genuss einer kostenlosen, leisen und sauberen Probefahrt zu den Stuttgarter Wagenhallen. Boris Jermer und Karsten Krause von HyCologne zeigten sich dementsprechend erfreut ĂŒber die gelungene Überraschung und berichteten voller Stolz ĂŒber den niedrigen Verbrauch des Gelenkbusses. Allein die Stuttgarter Wasserstofftankstelle, die trotz des angekĂŒndigten NachfĂŒllstopps am Anreisetag nicht betriebsbereit war, sorgte zunĂ€chst fĂŒr etwas Unruhe. Tags darauf war dann allerdings schon wieder alles voll funktionstĂŒchtig. So konnte dann auch am 28. September die Technik-Tour zum Zentrum E-MobilitĂ€t, zu Nucellsys nach Kirchheim/Teck und zum Max-Planck-Institut erfolgreich mit dem Bus durchgefĂŒhrt werden.
Bei der Verleihung der f-cell awards konnte sich wieder mal eine Abteilung des Hauptsponsors Daimler freuen. Minister Untersteller ĂŒberreichte den ersten Platz an Dr. Thomas Poschmann, Dr. Steffen Doenitz und Adrian Wieser fĂŒr die Entwicklung und Produktion des ersten unter Serienbedingungen hergestellten Brennstoffzellen-Pkw, die B-Klasse F-Cell, die erst kĂŒrzlich erfolgreich die Erde umrundet hatte. Der zweite Rang blieb ebenfalls in Baden-WĂŒrttemberg: Die Robert Bosch GmbH erhielt die silberne Auszeichnung fĂŒr die Entwicklung eines kompakten H2-Dosierventils fĂŒr BZ-Fahrzeuge verschiedener GrĂ¶ĂŸenordnung und Leistungsklasse („Klein aber fein“). Den f-cell award in Bronze mussten sich dieses Mal zwei Unternehmen teil: Zuerst wurde SFC Energy fĂŒr die neue Produktgeneration des portablen BZ-Systems efoy Comfort geehrt. Anschließend kam Lars Frahm von N2telligence nach vorn und erhielt seine Urkunde fĂŒr die Entwicklung des Brandschutzsystems QuattroGeneration.

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