e.GO mit Brennstoffzelle

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3. Mai 2021

e.GO mit Brennstoffzelle

e.GO Moove, e.Go Mover hinten links
© e.GO Moove

Mit neuer UnterstĂŒtzung und frischem Geld plant Prof. GĂŒnther Schuh die FortfĂŒhrung der e.GO-Mobile-AktivitĂ€ten – auch im Brennstoffzellenbereich: Ende Februar 2021 meldete nd Industrial Investments B.V. den erfolgreichen Abschluss einer Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von mehr als 30 Mio. Euro. Die niederlĂ€ndische Investmentgruppe nd Industrial B.V. hatte am 1. September 2020 die e.GO Mobile AG ĂŒbernommen und in die Next.e.GO Mobile SE ĂŒberfĂŒhrt. Mit dem Geld soll ab Juni 2021 die Produktion des e.GO Life aufgenommen werden. Zu den Investoren zĂ€hlen unter anderem der frĂŒhere US-Finanzminister John Snow, der Vorsitzende der Formel E Alejandro Agag sowie der Schauspieler Edward Norton.

Prof. GĂŒnther Schuh sagte dazu: „Wir sind sehr dankbar fĂŒr die anhaltende Begeisterung, das Engagement und die Geduld unserer Kunden und Fans und freuen uns, endlich wieder Bestellungen entgegennehmen zu können.“ Schuh hatte 2019 mit dem e.GO-Mover-Konzept fĂŒr viel Aufmerksamkeit gesorgt und damals erklĂ€rt, dass es falsch gewesen sei, sich gĂ€nzlich auf Batterie- oder auf Brennstoffzellenantriebe zu konzentrieren. Besser sei die intelligente Kombination eines vergleichsweise kleinen Akkumulators mit einer Brennstoffzelle als Range-Extender. Weiterhin fĂŒhrte er aus, dass das Packaging bei Pkw Ă€ußerst schwierig sei, weshalb es sinnvoller sei, solche Antriebseinheiten beispielsweise in Bussen einzusetzen.

Prof. Schuh wollte ursprĂŒnglich 2018 mit der e.GO Rex GmbH, das als Joint Venture mit Proton Motor geplant war, innerhalb von zwei Jahren 30.000 Einheiten des e.GO-Movers produzieren und 5.000 Exemplare mit BZ-Systemen (30 kW Antriebsleistung) zur ReichweitenverlĂ€ngerung ausstatten. Eine e.GO-Unternehmenssprecherin erklĂ€rte gegenĂŒber HZwei: „Gemeinsam mit einer Vielzahl an strategischen Partnern treibt e.GO REX die Industrialisierung der Brennstoffzelle mit Hochdruck voran. Der modulare Brennstoffzellen-Range-Extender der e.GO REX wird 2024 am Markt verfĂŒgbar sein.“

Der letzte Absatz wurde am 25.05.2021 geĂ€ndert, da die geplante JV-GrĂŒndung nie vollzogen wurde.

Autor: Sven Geitmann
Quellenangabe:

1 Kommentar

  1. Joe Schmidt

    So so – schon in drei Jahren will man mit einem Produkt auf den Markt kommen, welches kaum jemand braucht.
    NatĂŒrlich verstehe ich, dass Hr. Schuh an der ForfĂŒhrung der e.Go-AktivitĂ€ten interessiert ist und weder Investoren noch Medien verschrecken will.
    Aber schon der Hinweis auf das bei Pkw Ă€ußerst schwierige Packaging deutet an, dass man sich der RealitĂ€t durchaus bewusst ist.
    Mobiler Wasserstoff in Kfz wird allenfalls ein Nischenmarkt und solange immer noch >95% des H2 aus Erdgas, Kohle und Erdöl – also fossilen Quellen – stammen, gibt es nicht einmal ein Klimaargument fĂŒr Wasserstoff.
    Der Ausbau der EE als Basis fĂŒr regenrativen, grĂŒnen Wasserstoff in Deutschland – das sollte heute das Hauptanliegen aller sein, die den Wasserstoff voran bringen wollen.
    TrĂ€umereien von “grĂŒnen” H2-Importen aus Staaten, die selbst noch Jahre fĂŒr die Dekarbonisierung ihrer (Strom-)Wirtschaft brauchen werden, die helfen niemandem weiter.

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