BZ-Megawatt-System fĂŒr die Luftfahrt

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3. Mai 2021

BZ-Megawatt-System fĂŒr die Luftfahrt

DLR, Balis Entwurf Aufbau Flugzeug

Nachdem der brennstoffzellenbetriebene Motorsegler HY4 erst Ende 2020 die Permit-to-Fly fĂŒr TestflĂŒge erhalten hatte (s. Titelstory im HZwei-Heft Januar 2021), folgte Anfang 2021 der Startschuss fĂŒr ein nĂ€chstes Vorhaben. Im Rahmen des Anschlussprojekts BALIS, das innerhalb von nur sechs Wochen bewilligt wurde, soll aus dem Viersitzer ein Vierzigsitzer werden. Am 21. Januar ĂŒberreichte der Parlamentarische StaatssekretĂ€r des BMVI Steffen Bilger den Förderbescheid in Höhe von 26 Mio. Euro an Professor Josef Kallo vom Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt (DLR).

Kallo erlĂ€uterte gegenĂŒber HZwei, das Ziel sei die Entwicklung und Erprobung eines BZ-Antriebsstrangs mit zwei Modulen Ă  750 kW. Um spĂ€ter Regionalflugzeuge mit 40 bis 60 Sitzen und 1.000 Kilometern Reichweite realisieren zu können, will das DLR einen passenden Teststand aufbauen. „Bei 1,5 Megawatt liegt eine ‚Schallgrenze‘, was die Architektur und die LeistungsfĂ€higkeit heutiger Komponenten von Brennstoffzellensystemen betrifft. Wir wollen die Grenze ĂŒberschreiten und gleichzeitig möglichst wenige sogenannte Brennstoffzellen-Stacks mit hoher Leistung zusammenbringen“, so der Pilot.

Prof. AndrĂ© Thess, Direktor des Instituts fĂŒr Technische Thermodynamik, ergĂ€nzte, Balis habe heute eine Ă€hnliche Bedeutung wie Mitte des 20. Jahrhunderts der Schiffsdiesel im maritimen Sektor. Weder damals noch heute war beziehungsweise sei es sinnvoll, 30 Einzelaggregate zusammenzuschließen. Effektiver sei der Bau eines Großaggregats.

Bilger ĂŒbergab die Förderzusage im Namen des geldgebenden Bundesministeriums fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur und erklĂ€rte: „In diesem Jahrzehnt geht es darum, den Hebel umzulegen. [.
] Das Ziel ist die emissionsfreie Luftfahrt – am liebsten mit ArbeitsplĂ€tzen und Wertschöpfung in Deutschland.“

Quellenangabe:

2 Kommentare

  1. Christopher Seidel

    Super geschriebener und informativer Artikel :-). In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen

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  2. Joe Schmidt

    „eine emissionsfreie Luftfahrt – am liebsten mit ArbeitsplĂ€tzen und Wertschöpfung in Deutschland.“
    Das wĂ€re natĂŒrlich stark zu begrĂŒĂŸen. Allerdings wĂ€re die Basis dafĂŒr der massive Ausbau der Nutzung der EE, damit es ĂŒberhaupt erst einmal die Chance gibt, in nennenswerten Mengen “grĂŒnen Wasserstoff” produzieren zu können.
    Heute dominieren immer noch zu >95% fossile EnergietrĂ€ger bei der H2-Produktion und selbst die wenigen Prozente Elektrolyse-Wasserstoff werden i.d.R. mit “grauem” Netzstrom produziert.
    Emissionfrei ist allenfalls das BSZ-System. Die Gesamtbilanz fĂŒr die Umwelt ist mit grauem Wasserstoff schlechter als mit Kerosin.

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