Brennstoffzellen-Branche blickt nach Japan

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16. April 2013

Brennstoffzellen-Branche blickt nach Japan

Andy Fuch, Toyota; Werner Diwald, Enertrag; Andre Martin, DWV; Walter Bornscheuer, Viessmann; Andreas Ziolek, DWV (v.l., Foto: DWV, Frederic Schweizer)


Japan und Deutschland wollen zukĂŒnftig im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie enger zusammenarbeiten. Dies bekrĂ€ftigten die beim parlamentarischen Abend am 12. MĂ€rz 2013 in der japanischen Botschaft erschienenen Industrie- und Verbandsvertreter sowie der Botschafter von Japan in der Bundesrepublik, Takeshi Nakane. Dieser erklĂ€rte zwei Jahre nach dem UnglĂŒck in Fukushima, Japan plane, „die AbhĂ€ngigkeit von Atomkraft so weit wie möglich zu senken“. Wasserstoff spiele dabei als sauberer, CO2-freier EnergietrĂ€ger eine wichtige Rolle.
Deutschland und Japan verfĂŒgen beide ĂŒber fertige BZ-Produkte und serienreife H2-Fahrzeuge und bauen derzeit eine entsprechende Infrastruktur fĂŒr die Versorgung mit Wasserstoff auf. Im Bereich der BZ-HeizgerĂ€te beispielsweise startet Panasonic zusammen mit Viessmann in diesem Jahr mit Feldtests in Deutschland. Eine begrenzte MarkteinfĂŒhrung soll 2014 beginnen, bevor 2016 der Roll-out in Europa kommt. Walter Bornscheuer, Leiter Technologie der Viessmann Group, bekrĂ€ftigte: „Brennstoffzellen fĂŒr die Hausenergieversorgung haben ihre Serienreife erreicht. Bezahlbar fĂŒr die Hausbesitzer werden die Systeme jedoch nur, wenn sie in Großserie hergestellt werden. Dazu ist ein Technologie-EinfĂŒhrungsprogramm erforderlich.“
Auch fĂŒr den mobilen Sektor wĂ€re eine weiterfĂŒhrende UnterstĂŒtzung seitens der öffentlichen Hand hilfreich, da die Kommerzialisierung einer neuen Technologie â€žĂŒber die Leistung hinaus geht, die ein Unternehmen allein leisten kann“, erklĂ€rte AndrĂ© Martin vom DWV. Wichtig sei seiner Meinung nach, „der Industrie mehr Sicherheit zu geben“. Dies könnte auch ĂŒber eine bessere Verzahnung der MĂ€rkte erreicht werden. Andy Fuchs, Leiter der Toyota-KonzernreprĂ€sentanz Berlin, gab den Tipp: „In den USA brachte die Öffnung der Busspur fĂŒr Hybridfahrzeuge den Durchbruch fĂŒr den Prius.“ Ähnliche Maßnahmen empfahl er auch fĂŒr Deutschland. Abschließend sagte der Vater des Prius, Katsuhiko Hirose, der inzwischen Leiter der BZ-Entwicklung bei Toyota ist: „We need to work together to bring our children a better life.“ (Wir mĂŒssen zusammenarbeiten, um unseren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.)

Quellenangabe:

1 Kommentar

  1. Arno A. Evers

    Du eine GĂŒte…
    Lippenbekenntnisse dieser Art gibt es ja nun schon seit Jahrzehnten
    und ALLE sind bisher ohne irgendwelche Erfolge …
    Der Durchbruch bei Wasserstoff und Brennstoffzellen kommt weltweit NUR dann,
    wenn zwei Bedingungen endlich angegangen und gelöst werden:
    1.):
    Eine wirklich dezentrale Herstellung von Wasserstoff,
    die zu100% auf erneuerbare PrimÀrenergie aufbaut und
    die den Nutzern gehört und von den auch betrieben wird …
    2.):
    Endlich wirkliche “Added Values” (Mehrnutzen)
    von Brennstoffzellen, um deren gesamtes Potential wirklich anzuwenden …
    So einfach ist das und es könnte zu Beispiel so aussehen:
    http://www.hydrogenambassadors.com/background/facts.php#3p
    Oder gerne auch so:
    http://www.hydrogenambassadors.com/meet-aae/fuelcellseminar2009/poster.pdf
    Danach sehen wir global weiter und damit haben sich dann auch ALLE
    staatlich oder sonst wie geförderten Arbeitsgruppen erledigt bzw ad acta gefĂŒhrt!

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