Kohleflöze als H2-SpeicherstÀtten

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9. August 2023

Kohleflöze als H2-SpeicherstÀtten

In den vergangenen Jahren wurden reihenweise Kohleminen stillgelegt. Obwohl dort noch Restmengen dieses fossilen EnergietrĂ€gers lagern, ist es in vielen Bergbauregionen still geworden. Ein Ansatz der Pennsylvania State University könnte ehemaligen Bergwerkbetreibern jedoch Hoffnung machen, dass ihre Flöze doch noch fĂŒr etwas gut sind – und zwar fĂŒr die Einlagerung von Wasserstoff.

„Ich halte es fĂŒr sehr wahrscheinlich, dass Kohle aus wissenschaftlicher Sicht die erste Wahl fĂŒr die geologische Speicherung sein könnte. Sie kann mehr aufnehmen als andere Materialien. Viele Menschen halten Kohle fĂŒr Gestein, aber in Wirklichkeit ist sie ein Polymer. Sie hat einen hohen Kohlenstoffgehalt und unzĂ€hlige kleine Poren, die sehr viel Gas speichern können. Kohle ist fĂŒr Wasserstoff wie ein Schwamm“, erklĂ€rte Shimin Liu, Wissenschaftler an der Penn State.

Insgesamt untersuchte das Team von Liu acht Arten von Kohlen aus US-amerikanischen Bergwerken, um herauszufinden, wie viel Wasserstoff sie aufnehmen können. Die Kohlen hĂ€tten beachtliche Sorptionseigenschaften gezeigt, allerdings mĂŒsse noch untersucht werden, wie ihre DiffusivitĂ€t und PermeabilitĂ€t sei – Merkmale, die bestimmen, wie schnell Wasserstoff injiziert und wieder entnommen werden kann.

Positiver Begleiteffekt wÀre, dass ehemalige Flöze ein Second Life bekommen und strukturschwache Bergbauregionen eventuell wiederbelebt werden könnten.

Quellenangabe: Penn State

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