Enginius gewinnt neu ausgelobten H2Eco Award

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3. August 2022

Enginius gewinnt neu ausgelobten H2Eco Award

Dr. Johannes F. Kirchhoff bei der Enginius-PrĂ€sentation in Bremen – im Hintergrund der Citypower

Dr. Johannes F. Kirchhoff – im Hintergrund der Citypower

Der Auftakt fĂŒr Enginius hĂ€tte kaum besser ausfallen können: Am 16. Mai 2022 stellte die Faun Umwelttechnik GmbH & Co. KG ihre neue Marke in Bremen der Öffentlichkeit vor, und nur zwei Wochen spĂ€ter heimste der niedersĂ€chsische Fahrzeughersteller wĂ€hrend der Hannover Messe den erstmals verliehenen H2Eco Award ein. Parallel dazu sorgte die Tochtergesellschaft der Faun Gruppe auch auf der IFAT 2022, der Weltleitmesse fĂŒr Umwelttechnologien, vom 30. Mai bis 3. Juni in MĂŒnchen fĂŒr Aufsehen.

„Ist das noch ein Faun?“ Mit dieser Frage begrĂŒĂŸte Dr. Johannes F. Kirchhoff, geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter der Kirchhoff Gruppe, die zahlreichen Mitarbeitenden und GĂ€ste, die zur PrĂ€sentation der neuen Marke an den Faun-Standort ganz im Osten der Hansestadt gekommen waren.

„Nein, das ist etwas anderes.“ Gemeint war damit der schrĂ€g hinter Kirchhoff stehende, nagelneue Enginius-Lkw. Das sei kein Faun-Abfallsammelfahrzeug, sondern etwas, das einen neuen Namen, eine neue Marke verdient habe, so der Maschinenbau-Ingenieur.

„Wir wollen mit Enginius bis 2030 europĂ€ischer MarktfĂŒhrer fĂŒr wasserstoffbetriebene Lastkraftwagen auf der Kurz- und Mittelstrecke werden.“

Patrick Hermanspann, CEO der Faun Gruppe

Erst der Bluepower, dann der Citypower
Als einer der ersten Anbieter von Kommunalfahrzeugen beabsichtigt die zur Kirchhoff Gruppe gehörende Faun Gruppe, Lastkraftwagen mit Wasserstoffantrieb in Serie zu bauen. DafĂŒr beziehen die Hanseaten Econic-Gleiter von Daimler Trucks. Gleiter sind sozusagen die Rohversionen eines Lastwagens – ohne Antriebseinheit. Entwicklungsleiter Georg SandkĂŒhler erklĂ€rte: „Die Fahrzeuge kommen so, wie wir sie brauchen. Wir schmeißen nichts weg.“

Je nach Kundenwunsch können ein bis drei 30-kW-Brennstoffzellensysteme von Hydrogenics und zwei bis vier sĂŒdkoreanische Wasserstofftanks installiert werden. Jeder 700-bar-DruckbehĂ€lter fasst 103 Liter – rund vier Kilogramm Wasserstoff. Vier Tanks ermöglichen eine Reichweite von rund 240 Kilometer.

„Der erste Schubs zum Anfahren kommt aus der Batterie. Die sitzt unterm FĂŒhrerhaus“, fĂŒhrte SandkĂŒhler aus. Als KapazitĂ€t der Batterie gab er 85 kWh an, er fĂŒgte aber hinzu, dies sei der End-of-Life-Wert. Im Neuzustand speichere sie deutlich mehr Strom. Die Energieversorgung lĂ€uft auf 700-Volt-Basis, da der erforderliche Kabelquerschnitt sinke, je höher die Spannung sei.[…]


 gekĂŒrzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autor: Sven Geitmann

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