Wasserstoff in den nordischen LĂ€ndern

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Von Hydrogeit

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1. Dezember 2021

Wasserstoff in den nordischen LĂ€ndern

Wasserstoffbetriebener, klimaneutraler SchĂŒttgutfrachter
Illustration von den Partnerunternehmen

Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Sektorausrichtungen und geografischen Voraussetzungen haben die nordischen LĂ€nder auch viele Gemeinsamkeiten. Sie sind zum Beispiel Sozialstaaten mit flexiblen ArbeitsmĂ€rkten, einer traditionell umweltfreundlichen Politik und Ă€ußerst anpassungsfĂ€higen Energiesektoren. 

Da die nordischen Staaten relativ kleine und dabei offene und exponierte Wirtschaften mit begrenzten BinnenmĂ€rkten haben, sind sie stark vom Export abhĂ€ngig. Das ist einer der HauptgrĂŒnde, warum diese LĂ€nder energieeffiziente und flexible Industrien sowie anpassungsfĂ€hige Energiesektoren entwickelt haben, um das Risiko schwankender Energiepreise zu minimieren. Eine traditionell umweltfreundliche Politik sowie die Notwendigkeit, die WettbewerbsfĂ€higkeit der Wirtschaftssektoren aufrechtzuerhalten, haben aus den skandinavischen LĂ€ndern Pioniere fĂŒr erneuerbare Energie gemacht. 

Aufgrund ihres breiten Zugangs zu riesigen WaldbestĂ€nden ist Bioenergie in LĂ€ndern wie Schweden und Finnland seit Jahrzehnten weit verbreitet. DĂ€nemark blickt auf eine lange Tradition mit Bioenergie aus landwirtschaftlichen Abfallprodukten zurĂŒck. Das Land ist zudem fĂŒr seine fĂŒhrende Rolle in der Windenergie bekannt. Norwegen und Island produzieren bereits seit Jahrzehnten einen Großteil ihres Stroms aus Wasserkraft. In Island spielt auch ErdwĂ€rme, fĂŒr die enormes Nutzungspotenzial besteht, eine bedeutende Rolle. 

Da die nordischen LĂ€nder seit langer Zeit auf Umweltschutz und erneuerbare Energie setzen, sind sie perfekt aufgestellt, um Wasserstoff in ihren Energiemix aufzunehmen und fossile Brennstoffe in Industrien, Transport, Wohnungsbau und Stromerzeugung zu ersetzen. Wasserstoff kann als Energiespeicher die schwankende Energieproduktion aus Quellen wie Wind, Sonne und Wasser gut ausgleichen. Zudem eignet er sich optimal dazu, fossile Brennstoffe in industriellen Prozessen wie Stahlbau oder Zementproduktion zu ersetzen. 

Schweden als große Stahlnation im Norden hat mit seinem nationalen HYBRIT-Projekt bereits bewiesen, dass die Nutzung fossiler Brennstoffe im Stahlbau um 99 Prozent reduziert werden kann. Der Autobauer Volvo hat kĂŒrzlich bekannt gegeben, dass er zusammen mit dem schwedischen Stahlbauer SSAB noch dieses Jahr Fahrzeuge aus kohlenstoffarmem Stahl, der mit der HYBRIT-Methode produziert wurde, herstellen möchte. 


Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

Autor: Michael Jensen, Kopenhagen

Quellenangabe:

JCB erreicht H2-Meilenstein

Der britische Land- und Baumaschinenhersteller JCB hat im MĂ€rz 2023 die Produktion seines fĂŒnfzigsten H2-Verbrennungsmotors...

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1 Kommentar

  1. Joe Schmidt

    Zitat:
    “Eine traditionell umweltfreundliche Politik sowie die Notwendigkeit, die WettbewerbsfĂ€higkeit der Wirtschaftssektoren aufrechtzuerhalten, haben aus den skandinavischen LĂ€ndern Pioniere fĂŒr erneuerbare Energie gemacht.”
    Wow – ich habe glatt gedacht, das liegt an den regional vorhandenen Ressourcen, die man sinnvollerweise verstĂ€rkt nutzt? Oder liegt es evtl. auch an wirtschaftlichen Interessen, dass man in Norwegen viel sauberen Wasserstrom herstellt und fossiles Erdgas an andere LĂ€nder verkauft?
    Aber so liest sich das natĂŒrlich viel fachlicher.
    😉

    Dass Wasserstoff allerdings “schwankende Energieproduktion aus Quellen wie … Wasser gut ausgleichen” kann /bzw. soll – das halte ich dann doch fĂŒr ein wenig zu weit hergeholt.
    Auch wenn wir hier im H2-Blog lesen.
    Im Gegenteil gleicht die recht konstant verfĂŒgbare Wasserkraft ohne großen Aufwand sogar international bspw. volatilen Windstrom aus. “NordLink” oder “NorNed” sind einfach nachzuvollziehende Beispiele.
    Wasserstoff braucht es dazu allerdings nicht.
    Dieser braucht aber fĂŒr seine saubere Produktion viel sauberen Strom, den man erst einmal ausreichend produzieren muss …

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