Solaris zeigt Batteriebus mit Brennstoffzellen-Range-Extender

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26. Januar 2015

Solaris zeigt Batteriebus mit Brennstoffzellen-Range-Extender

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GrĂŒnes Licht fĂŒr die Innovationslinie 109

Bevor die Hansestadt Hamburg ihre Busse ab 2020 sukzessive durch emissionsfreie Fahrzeuge ersetzt, soll in einem Wettbewerb festgestellt werden, welche Antriebstechnik am besten fĂŒr den Linienbetrieb zwischen Elbe und Alster geeignet ist. DafĂŒr startete die Hamburger Hochbahn am 18. Dezember 2014 die Innovationslinie 109, auf der fortan zum ersten Mal ausschließlich Busse mit innovativen Antriebstechnologien im Fahrgastbetrieb unterwegs sein werden. Unter identischen Rahmenbedingungen werden seitdem drei verschiedene Antriebsarten getestet und auch bewertet. Olaf Scholz, Erster BĂŒrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (s. Foto Mitte), nannte dies ein „europaweit einmaliges Projekt“.
Insgesamt drei international agierende Hersteller von Stadtbussen stellen sich diesem zukunftsweisenden Wettbewerb, bei dem im Alltagseinsatz die FunktionalitĂ€t der Antriebstechnik erprobt und auch wissenschaftlich bewertet wird. Zum Auftakt trafen sich zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft zunĂ€chst in der Hochschule fĂŒr Angewandte Wissenschaften (HAW), wo BĂŒrgermeister Scholz Hamburg als „erlebenswerte Stadt“ prĂ€sentierte, in der „der ÖPNV das RĂŒckgrat der MobilitĂ€t“ darstellt. Rainer Bomba, StaatssekretĂ€r im Bundesverkehrsministerium (s. Foto 2.v.r.), konstatierte respektvoll: „Hamburg meint es ernst mit der ElektromobilitĂ€t. Jeder Euro, den wir hier investiert haben, hat Benefit gebracht.“ Die Idee, eine Innovationslinie fĂŒr den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) ins Leben zu rufen, bezeichnete er als „genial“.
Daimler und sein Tochterunternehmen Evobus treten mit dem Citaro FuelCELL-Hybrid an. Die VorgĂ€nger dieses Brennstoffzellenhybridbusses sind bereits aus den CUTE– und HyFleet:CUTE-Projekten bekannt (s. HZwei-Heft Jan. 2010). Mittlerweile existiert dieses Modell in der dritten Generation und verbraucht nur noch acht anstelle von 22 kgH2 auf 100 km. Die Anzahl der DruckbehĂ€lter wurde von neun auf sieben reduziert, was mit dazu beitrug, neben 50 % der Kosten auch eine Tonne Gewicht gegenĂŒber der zweiten Fahrzeuggeneration einzusparen.
Solaris beteiligt sich mit seinem Urbino 18,75 electric an der „Wettfahrt“. Das polnische Unternehmen stattet dafĂŒr zwei Batteriebusse zur ReichweitenverlĂ€ngerung mit Brennstoffzellen aus. Das BZ-System kommt von Ballard (FCvelocityÂź-HD7) und speist den Strom direkt in das Akkupaket ein, aus dem der Elektromotor mit Strom versorgt wird. Die entsprechende Antriebstechnik stammt von Vossloh Kiepe.
Der dritte Mitbewerber ist Volvo mit dem 7900 Electric Hybrid. Hierbei handelt es sich um einen dieselelektrischen Plug-in-Hybridbus. Geladen werden die Akkus an der Anfangs- und Endhaltestelle mittels „Phantograph“ (s. Foto). Dieser von Siemens konzipierte „Ladegalgen“ ist angelehnt an die bereits bestehende Tramtechnik, allerdings erfolgt in diesem Fall die Kontaktierung von oben und nicht von unten. Vollelektrisch kann dieser 18,75 m lange Gelenkbus sieben Kilometer fahren, bevor das Dieselaggregat ĂŒbernimmt.
Vorgestellt wurden alle drei Bustypen im Anschluss an die BegrĂŒĂŸungsreden am neuen Elektrobus-Terminal unweit des ZOB am Hamburger Hauptbahnhof. Dort wurde auch erstmals öffentlich der neue Brennstoffzellenbus von Solaris prĂ€sentiert. PĂŒnktlich um 14:00 Uhr startete auch von dort aus das Projekt, indem die ersten Busse ihren Betrieb auf der Innovationslinie 109 aufnahmen. Die Innovationslinie 109 fĂŒhrt quer durch die Innenstadt bis nach Alsterdorf und steuert auf fast zehn Kilometern 23 Haltestellen an. TĂ€glich werden hier etwa 15.000 FahrgĂ€ste befördert, wobei teilweise 20 Fahrzeuge gleichzeitig im Einsatz sind.

Quellenangabe:

Wasserstoff ist ein Megatrend

Das Thema Wasserstoff hat es in den vergangenen Jahren aus der Nische auf die große politische BĂŒhne geschafft. Nicht nur in...

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