Nach Buderus versucht sich jetzt Junkers an Brennstoffzellen-HeizgerÀten

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4. April 2013

Nach Buderus versucht sich jetzt Junkers an Brennstoffzellen-HeizgerÀten

Das neue CeraPower-FC-GerÀt von Junkers


Die Bosch Thermotechnik GmbH hat auf der ISH 2013 ihr Comeback im Bereich der Brennstoffzellen-HeizgerÀte begangen. Vom 10. bis 14. MÀrz 2013 zeigte Bosch Thermotechnik nun in Frankfurt am Main das Resultat der zwischenzeitlichen Entwicklungsarbeiten, die weitestgehend im Stillen stattgefunden hatten. Herausgekommen ist die CeraPower FC, die unter der Marke Junkers prÀsentiert wurde.
Das BrennstoffzellengerĂ€t fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user basiert einerseits auf der bereits bestehenden Solar-Brennwertlösung von Junkers, der CerapurSolar, und andererseits auf der Festoxid-Technologie (Solid Oxid Fuel Cell), die einen elektrischen Wirkungsgrad von 45 Prozent gewĂ€hrleistet. Laut Herstellerangaben „arbeitet das Heimkraftwerk effizienter als herkömmliche Lösungen mit Kraft-WĂ€rme-Kopplung“ (Gesamtwirkungsgrad: 90 %). Weiter heißt es, dass die Stromkosten und auch der CO2-Ausstoß merklich sinken. DemgegenĂŒber steigt aber der Gasverbrauch. Die CeraPower FC verfĂŒgt neben dem BrennwertgerĂ€t zur Abdeckung von Spitzenlasten sowie dem Pufferspeicher und einem Warmwasserbereiter ĂŒber eine Brennstoffzelle, die eine elektrische Leistung von 0,7 kW liefert. Die NennwĂ€rmeleistung von Brennstoffzelle und Erdgas-BrennwertgerĂ€t betrĂ€gt maximal 25 kW.
Junkers greift bei diesem GerĂ€t auf alt bekannte Technik aus dem Heizungssegment zurĂŒck, was den Vorteil hat, dass die Fachhandwerker nicht komplett umlernen mĂŒssen. Indem die meisten Bauteile und AnschlĂŒsse bereits bekannt sind, werden Installation und Wartung vereinfacht. Die Erprobung dieser Technologie soll mit etwa 70 GerĂ€ten ab Sommer 2014 bei einem Feldtest im Rahmen des europĂ€ischen Demonstrationsprogramms ene.field beginnen, bevor voraussichtlich 2016 die MarkteinfĂŒhrung folgt.
FĂŒr Bosch ist dies der zweite Anlauf in Sachen Brennstoffzellen. Zur Jahrtausendwende hatte Buderus an einem eigenen Brennstoffzellensystem gearbeitet. Nachdem aber die Robert Bosch GmbH im Jahr 2003 mehr als 95 Prozent der Buderus-Aktien ĂŒbernommen hatte, waren die Buderus Heiztechnik GmbH und die Bosch Thermotechnik GmbH zusammengegangen und hatten die BBT Thermotechnik GmbH gebildet. Vier Jahre spĂ€ter erfolgte dann die neuerliche Umfirmierung in die Bosch Thermotechnik GmbH. Die BrennstoffzellenaktivitĂ€ten blieben bei diesen Umbenennungen allerdings auf der Strecke (s. HZwei-Heft April 2008). Bosch konzentrierte sich damals mit den Marken Buderus und Junkers auf kurzfristiger zu realisierende Möglichkeiten der CO2-Reduzierung durch Mikro-KWK-GerĂ€te, wozu insbesondere der Stirling-Generator gehörte. Bosch Thermotechnik blieb in dieser Zeit lediglich beobachtendes Mitglied in der Initiative Brennstoffzelle (IBZ). Die Eigenentwicklung eines BZ-Systems wurde auf Eis gelegt und erst in den letzten Jahren gemeinsam mit entsprechenden Partnern allmĂ€hlich wieder aufgenommen.
Auch der Mitbewerber Baxi Innotech war auf der ISH 2013 zugegen und stellte eine neue Version seines BrennstoffzellenheizgerĂ€tes vor. Gemeinsam mit seinem Mutterkonzern BDR Thermea zeigte Guido Gummert, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Baxi Innotech GmbH, auf der Frankfurter Messe fĂŒr den SanitĂ€r- und Heizungssektor die gegenĂŒber den VorlĂ€ufermodellen nochmals technisch optimierte Version eines kompletten Energieversorgungssystems: die Gamma Premio. Das Hamburger Unternehmen wird die fĂŒnfte GerĂ€tegeneration auch in Hannover (Halle 27, Stand E51: IBZ-Gemeinschaftsstand) als „Systemlösung fĂŒr die Energieversorgung eines Einfamilienhauses“ prĂ€sentieren.

Quellenangabe:

1 Kommentar

  1. Arno A. Evers

    hehehehehehe
    Wenn es nicht alles SO ernst wÀre, könnte *man* sich fast totlachen.
    Die Schrecksekunde bei einigen hoch bezahlten Managern
    ist schon ziemlich lang,. sie geht oft in die Jahrzehnte …
    Und der entscheidende Satz hier ist dieser:
    ZITAT:
    >>>” …(XYZ) …verfĂŒgt ĂŒber eine Brennstoffzelle,
    die eine elektrische Leistung von 0,7 kW liefert….”
    <<<<ZITAT-ENDE.
    was bitte sollen wir mit 0,7 kW , die in der Anschaffung zwischen
    10.000 und 20.000 Euro kosten?
    Und warum bitte sollen wir ERDGAS ĂŒberhaupt reformieren?

    Antworten

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