Grünes Gas löst Öl ab

Die Heizungsbranche setzt weiter auf eine erdgasbasierte Hausenergieversorgung unter stärkerer Berücksichtigung effizienter Brennstoffzellentechnik sowie zunehmend grünerer Gasgemische. Die Initiative Zukunft Erdgas e. V. kalkuliert dabei durchaus ein, dass Öl mittelfristig keine wesentliche Rolle mehr als Energieträger spielen, sondern sukzessive von regenerativen Gasen ersetzt werden wird. Gemäß einer aktuellen Studie sei auf diese Weise eine Reduzierung der CO2-Emissionen um rund 80 Prozent im Wärmemarkt möglich. (mehr …)

KWK-Novelle lässt Nachfrage boomen

KWK-Novelle lässt Nachfrage boomen

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Der 4,3-m-Stack leistet 400 kW


„Allein in den ersten sechs Wochen des neuen Jahres sind mehr Anfragen als im ganzen letzten Jahr eingegangen“, berichtete Andreas Frömmel während der E-world 2016. Kein Wunder, große Brennstoffzellenkraftwerke sind nach der KWK-Novelle Ende 2015, in der die vorherige Übergangsregelung festgeschrieben wurde, gefragt (s. HZwei-Heft Jan. 2016). Für Anlagen, die bis Ende 2016 bestellt und bis Ende 2017 gebaut werden, gilt somit weiterhin der volle KWK-Bonus gemäß dem KWK-Gesetz von 2012 – und das unabhängig von der Leistungsgröße. Dadurch profitieren auch die Kraftwerke mit Megawattleistung von dieser Klausel. (mehr …)

Statoil erfindet das HCNG-Fahrzeug

Gleichzeitig mit Erdgas und Wasserstoff fahren
20. Feb. 2006 – Ein Hybrid-Fahrzeug der neusten Sorte: das HCNG Powered Sports Car. Aber was soll das sein? Hinter HCNG verbirgt sich die Kombination aus komprimiertem gasförmigen Wasserstoff (H) und Erdgas (Compressed Natural Gas). Beide Energieträger werden als Gemisch in einem Verbrennungsmotor verbrannt und sollen um bis zu 60 % weniger Kohlenstoff-Dioxid emittieren als konventionelle Benzinmotoren.

Während der E-world präsentierte der norwegische Energiekonzern Statoil erstmals dieses neue Konzept in Deutschland. Der erste fahrfähige Prototyp mit einem 180 kW leistenden 2,8-l-Motor wurde kürzlich fertig gestellt und stand in Essen zumindest zum Probesitzen bereit.

Konzipiert wurde der schnittige Sportwagen von dem Unternehmen aetek as, die das Design individuell auf die recht voluminös anmutenden Druckbehälter abstimmte. Die zwei 250-bar-Flaschen, die eine Mischung aus 8 bis 20 % Wasserstoff und 92 bis 80 % Erdgas enthalten, wurden anstelle des Beifahrersitzes installiert und reichen für eine Reichweite von 300 Kilometern.

Bei dem Antriebsaggregat handelt es sich um einen konventionellen Erdgasmotor, der den Wasserstoff problemlos mitverbrennt. Durch die besonderen Eigenschaften dieses kohlenstofffreien Energieträgers, kann der Motor deutlich magerer betrieben werden, als im reinen Erdgasbetrieb, wodurch Kraftstoff eingespart und zudem die Menge der Kohlenwasserstoffemissionen reduziert wird. Darüber hinaus bewirkt der Wasserstoffanteil im Kraftstoffgemisch, dass die CO2-Emissionen im Vergleich zum Benzinbetrieb um 60 % und im Vergleich zum CNG-Betrieb um 20 % verringert werden.

Änderungen an der Motorspezifikation seien kaum notwendig, erklärt der zuständige Fahrzeugentwickler Arild Tjomsland von aetek. Im Prinzip können alle Erdgasautos ohne Probleme diesen neuen Kraftstoff tanken.

Im August will Statoil eine konventionelle Tankstelle entsprechend ausstatten, damit die Theorie in der Praxis getestet werden kann. Dann soll die Station, die direkt am Heimatstandort des norwegischen Konzerns in Forus Stavanger angesiedelt ist, mit drei neuen Zapfsäulen ausgestattet werden: eine für Wasserstoff, eine für Erdgas und eine für HCNG. HCNG soll dann so wie Super-Kraftstoff für einige Cent mehr im Vergleich zu Normal-Kraftstoff angeboten werden.

Außerdem soll dann ein neues Fahrzeugmodell des HCNG Sports Cars präsentiert werden.

Viessmann: „Technologie ist nach vielen Jahren marktreif“

Viessmann: „Technologie ist nach vielen Jahren marktreif“

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Umweltministerin Henricks; Viessmann-Geschäftsführer Voßloh, Umweltsenator Müller (v.l.) vor der Vitovalor 300-P (l. hinten, Quelle: Viessmann)


Wie bereits 2013 angekündigt bringt die Viessmann Group, Hersteller von Heiztechniksystemen, im April 2014 sein Brennstoffzellenheizgerät Vitovalor 300-P auf den Markt. Zunächst präsentierte das Allendorfer Familienunternehmen die Serienausführung dieses neuen Mikro-KWK-Systems Mitte Februar auf der bautec in Berlin sowie auf der E-world in Essen. Dem Fachpublikum der Heizungsbranche zeigte Viessmann das Gerät (mehr …)

CFCL verstärkt sich

CFCL verstärkt sich

Ceramic Fuel Cells Limited (CFCL) hat Mitte Mai 2011 Dr. Roman Dudenhausen in den Aufsichtsrat berufen. Das australisch-deutsche Unternehmen holte sich damit einen ausgewiesenen Experten für Strategieberatung und Marketing ins Boot. Dudenhausen, der an den Universitäten Essen und Toronto, Kanada, studierte, ist gleichzeitig Vorstand der Conenergy AG, die er selbst 1996 mit gründete und die mittlerweile zu den führenden Dienstleistern in der deutschen Energiebranche gehört. Conenergy ist unter anderem Mitveranstalter der E-world energy & water und Mitgründer der mia electric GmbH, einem Hersteller von Elektrofahrzeugen. Roman Dudenhausen erklärte: „Ich freue mich, dem Aufsichtsrat von Ceramic Fuel Cells während dieser sehr spannenden und weichenstellenden Phase in der weltweiten Energiebranche beizutreten. Es besteht aus meiner Sicht kein Zweifel daran, dass die dezentrale Stromerzeugung […] einen wichtigen Beitrag für die Zukunft der weltweiten Energiewirtschaft liefern wird. Deutschland ist bekanntlich einer der Leitmärkte für umweltfreundliche, dezentrale Energietechnologien. Das von Ceramic Fuel Cells entwickelte Mikrokraftwerk BlueGen bietet den höchsten elektrischen Wirkungsgrad in dieser Klasse – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, den es nun zu nutzen gilt.“

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