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Beitrag von Monika Roessiger

11. Januar 2024

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Bildquelle: KI-Correct Conception

NRL identifiziert Einsatzgebiete fu虉r energieintensive Industriezweige

Mehr als 50 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik haben sich in dem Verbundprojekt Norddeutsches Reallabor (NRL) zusammengeschlossen, um die Energiewende durch die Erprobung der wasserstoffbasierten Sektorenkopplung voranzubringen. Zum Beispiel indem sie aus Windstrom per Elektrolyse Wasserstoff erzeugen, den sie in rund 200 E- oder H2-Nutzfahrzeugen sowie mehreren H2-Tankstellen im Realbetrieb testen oder indem sie industrielle Abwärme im Umfang von 700 GWh pro Jahr erschließen.

Trotz schwieriger Bedingungen wegen Energie- und Haushaltskrise sowie unklarer gesetzlicher Rahmenbedingungen kommen diese Projekte gut voran. Die drei beteiligten Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wollen ihre Vorreiterrolle in Sachen Wasserstoff weiter ausbauen, betonten deren Vertreter beim diesjährigen NRL-Konsortialtreffen am 1. Dezember 2023 im Schloss Schwerin vor rund 100 Experten. Ideale Voraussetzungen bestünden schon allein deshalb, weil die beiden norddeutschen Flächenländer jedes Jahr weit mehr Strom aus Wind- und Sonnenenergie erzeugen, als sie selbst verbrauchen können. Zudem gebe es schon allein in Schleswig-Holstein Anfragen für ein Gigawatt H2-Leistung, berichtete Henning Mümmler-Grunow, Leiter der Abteilung für Klimaschutz und Energiewende im Energieministerium des nördlichsten Bundeslandes. Schleswig-Holstein möchte bis 2040 klimaneutral werden.

Den Weg zur Defossilisierung in der Industrie, aber auch im Verkehrs- und Wärmebereich, aufzuzeigen, ist Ziel des NRL, das mit einem Investitionsvolumen von über 405 Mio. Euro das mit Abstand größte Reallabor in Deutschland ist. Mit ihrem systemischen Ansatz entlang der gesamten Energie-Wertschöpfungskette können die Demonstrationsvorhaben als Blaupause für andere Regionen dienen, erklärte Professor Hans Schäfers, Mitglied der NRL-Projektsteuerungsgruppe. Zudem stimulieren sie „wirtschaftliche Impulse für die Entwicklung von Zukunftsmärkten und stärken zugleich auch die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien“ sagte Reinhard Meyer, Wirtschaftsminister in Mecklenburg-Vorpommern.

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