Denkfabrik in der Lausitz

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3. Mai 2021

Denkfabrik in der Lausitz

© BMU/Sascha Hilgers - PtX Lab
© BMU/Sascha Hilgers

Eine ehemalige Kohleregion versucht sich zu wandeln: In Cottbus haben Anfang MĂ€rz 2021 Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke die Arbeiten fĂŒr ein neues Kompetenzzentrum in Angriff genommen. Das PtX Lab Lausitz soll eine Denkfabrik, Dialogplattform und Startrampe fĂŒr neue Projekte rund um grĂŒnen Wasserstoff und dessen Folgeprodukte in Europa werden. DafĂŒr werden bis 2024 rund 180 Mio. Euro aus dem StrukturstĂ€rkungsgesetz investiert.

Im Rahmen eines ersten Power-to-X-Fachdialogs diskutierten Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter sowohl ĂŒber die H2-Herstellung als auch ĂŒber die anschließende Weiterverarbeitung zu synthetischen Kraftstoffen. Svenja Schulze erklĂ€rte: „FĂŒr dieses große industriepolitische Vorhaben soll die Denkfabrik die allererste Anlaufstelle in Deutschland werden.“ Dietmar Woidke ergĂ€nzte: „Das Kompetenzzentrum bringt hochwertige ArbeitsplĂ€tze und trĂ€gt dazu bei, die regionale Wertschöpfung anzukurbeln. Ich bin mir sicher, dass das PtX Lab Lausitz mit seiner Demonstrationsanlage ein Leuchtturmprojekt fĂŒr die Lausitz und fĂŒr ganz Brandenburg sein wird.“

Autor: Sven Geitmann

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2 Kommentare

  1. Joe Schmidt

    “Man setzt nach wie vor auf die politische Fehlentscheidungen, ElektromobilitĂ€t.”
    Also bis zu diesem Satz konnte ich Ihren Beitrag nachvollziehen.
    Aber einmal davon abgesehen, dass FCEV ebenfalls Teil der ElektromobilitÀt sind (denn es sind E-Autos mit BSZ als Range-Extender, also serielle Hybride) liegt das Problem der FCEV nicht im Fachwissen der verarbeitenden Industrie.
    Mittlerweile wird immer deutlicher, dass mobiler Wasserstoff nur in Nischenanwendungen wirtschaftlich eine Chance hat. Die schnellen Verbesserungen der Leistungsdaten und der parallele Preisverfall bei batterieelektrischen Kfz hat bei aller “Technologieoffenheit” zu einem klaren Ergebnis gefĂŒhrt.
    Dazu kommt, dass bei heute immer noch >95% fossilem, “grauen” Wasserstoff von der Branche keinerlei positive KlimabeitrĂ€ge zu erwarten sind. Statt auf den raschen Ausbau der Nutzung der EE in Deutschland zu drĂ€ngen und so die Basis fĂŒr grĂŒnen Wasserstoff zu schaffen, gibt es aus der Branche WorthĂŒlsen vom grĂŒnen Wasserstoff und Vertröstungen auf (mehr als fragwĂŒrdige) Importe.
    Wenn die dt. Industrie bei Wasserstoff punkten will, dann muss sie hier vor Ort durch EE-Ausbau die Basis fĂŒr grĂŒnen Wasserstoff schaffen und dazu Technologien und Anwendungen – auch abseits der E-MobilitĂ€t.

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  2. Otto Altmann

    Dieses Strukturgesetzt, wird ohne Umsetzungswirkung bleiben, da die Zulieferfirmen ĂŒber die StĂ€ndigen Kosten- Reduzierungsrunden der Automobil- Industrie nahezu zerstört ist bzw. dann von den Asiaten preiswert aufgekauft wurde. Die Automobilindustrie ist zu einer Montage- Einheit verkommen, die nur noch zugekaufte Bauteile, Systeme und Module einkaufen und montieren kann.
    das eindrucksvolle Beispiel fĂŒr diese Aussagen ist der DAIMLER GLC- f-cell der nach 25 Jahren Forschung und Entwicklung und > 30 Mio. öffentliche Fördergeld-UnterstĂŒtzungen Anfang 2020, einfach eingestellt wurde. Das war das einzige, nicht Markt VerkaufsfĂ€hige Brennstoffzellen Fahrzeug in Europa.
    Wiederum hat man mit Steuergeldern hat man inzwischen in Deutschland nahezu 100 H2 Tankstellen aufgebaut. Die Asiaten werden sich dafĂŒr bedanken.
    Jetzt versuch man in die Nutzfahrzeug Brennstoffzellen- Herstellung ein zu steigen, da die herstellbaren StĂŒckzahlen zu schaffen.
    Es wurden Mrd. Euro BetrÀge in nahezu 50 Institute und UniversitÀten investiert. Diese Forschungsgruppen haben es nicht geschafft das erforderliche Grundlagen- wissen in die verarbeitende Industrie zu transferieren.
    Aber auch das wird nicht gelingen, wenn es keine Zulieferindustrie gibt welche die Groß- Serien tauglichen Bauteile einfach zum montieren liefert.
    Einige dieser dringend erforderlichen KMU- Unternehmen werden jetzt gerade durch CORONA, irreversibel vom Markt verschwinden.
    Man setzt nach wie vor auf die politische Fehlentscheidungen, ElektromobilitÀt.
    Eine Technik, die nur ĂŒber Milliarden Steuergelder aufrecht erhalten werden kann, ist ein Irrweg.

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