Weltwasserstoffkonferenz mit 2.200 Teilnehmern

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30. Juni 2015

Weltwasserstoffkonferenz mit 2.200 Teilnehmern

27. Mai 2010 – „Wir haben alle unsere Teilziele erreicht und sogar ĂŒbertroffen“, freute sich Prof. Dr. Detlef Stolten, Chairman der World Hydrogen Energy Conferenc (WHEC2010). Ein Beleg fĂŒr den Erfolg dieser Veranstaltung, die vom 16. bis 21. Mai stattgefunden hat, ist die rege Teilnahme: Insgesamt kamen ĂŒber 2.200 Teilnehmer zur Messe Essen. Auf der begleitenden Fachausstellung prĂ€sentierten sich 140 Unternehmen und Institutionen. Dies war doppelt so viel wie das Minimalziel von Messeorganisator Peter Sauber.
Auf der Konferenz, zu der 1.200 Fachteilnehmer aus 50 LĂ€ndern kamen, gab es 342 VortrĂ€ge in 49 einzelnen Sitzungen und 240 eingereichte Poster. Aber nicht nur solche Zahlen sprechen fĂŒr den Erfolg dieses alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Kongresses. Auch die QualitĂ€t der VortrĂ€ge sowie die Stimmung unter den Anwesenden waren erfreulich gut. Insbesondere am ersten Kongresstag gab es zahlreiche mutmachende Reden sowohl von Politikerseite als auch von den Vertretern aus der Industrie. Dabei war es bemerkenswert, dass erstens alle eingeladenen hochrangigen Persönlichkeiten tatsĂ€chlich erschienen, dass sie zweitens gute VortrĂ€ge hielten und sich drittens klar zur Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technik bekannten. Und viertens stellte keiner der geladenen Redner mehr in Frage, dass Batterien und Brennstoffzellen zueinander gehören, dass es keine Konkurrenz gibt, sondern insbesondere im Pkw-Bereich eine wechselseitige ErgĂ€nzung stattfindet.

Allein schon die Rednerauswahl lies den hohen Stellenwert erahnen, den das Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie inzwischen auf der internationalen politischen und wirtschaftlichen Agenda einnimmt. Prof. Dr. T. Nejat Veziro?lu, PrĂ€sident des Internationalen Wasserstoffverbandes (International Association for Hydrogen Energy – IAHE) sowie GrĂŒnder und Schirmherr der Konferenz, unterstrich in seiner BegrĂŒĂŸungsrede die große Bedeutung der inzwischen zum 18. Mal stattfindenden Konferenz. Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister fĂŒr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, hob hervor, dass die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie eine entscheidende Rolle als „Zukunftstechnologie fĂŒr den Klimaschutz“ einnimmt. Sie ist gemĂ€ĂŸ seinen AusfĂŒhrungen zudem ein „wichtiger Faktor fĂŒr deutsche Unternehmen, fĂŒr zukunftsfeste ArbeitsplĂ€tze und fĂŒr die globale WettbewerbsfĂ€higkeit Deutschlands.“ Ramsauer stellte außerdem klar, dass die Bundesregierung die ElektromobilitĂ€t in ihrer gesamten Bandbreite mit Batterien und Brennstoffzellen im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms (NIP) bis hin zur Marktreife fördern werde.

FĂŒr den aktuell noch in NRW amtierenden MinisterprĂ€sidenten Dr. JĂŒrgen RĂŒttgers war die dortige Rede der erste öffentliche Auftritt nach der Landtagswahl vom 9. Mai 2010. Allein schon diese Tatsache bewerteten etliche GĂ€ste als hoch anzurechnende WĂŒrdigung dieses Themas, fĂŒr das sich RĂŒttgers noch mehr als sein AmtsvorgĂ€nger eingesetzt hatte. In seiner Rede betonte der MinisterprĂ€sident die große Bedeutung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie fĂŒr das Gastgeber- und Energieland NRW, das sich seit vielen Jahren fĂŒr die Zukunftstechnologie engagiert und das zur umweltfreundlichsten Energieregion Europas ausgebaut werden soll: „Wir mĂŒssen in moderne Techniken investieren, die Wachstum schaffen und zugleich das Klima schonen. Zum Beispiel in die Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnik. Sie birgt große wirtschaftliche Chancen: Allein mit dem Wasserstoff aus unserer Industrie könnten wir rund 260.000 Pkw oder knapp 6.000 Busse betreiben. DafĂŒr mĂŒssten wir kein einziges MolekĂŒl Wasserstoff zusĂ€tzlich erzeugen. Diese Chance wollen wir nutzen.“

Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, philosophierte: „Die Technologie ist marktreif. Aber ist der Markt reif fĂŒr die Brennstoffzellentechnologie?“ Zetsche ergĂ€nzte: „Es ist keine Frage mehr, ob die Brennstoffzelle eine tragfĂ€hige Alternative zum Verbrennungsmotor wird, sondern nur noch wann.“

Auf der begleitenden dreitĂ€gigen Fachausstellung zeigten Firmen, Forschungsinstitute, Hochschulen und VerbĂ€nde aus zehn Nationen, was sie zu bieten haben. Allein auf dem Deutschen Pavillon waren 60 Aussteller vertreten. Auf dem Gemeinschaftsstand des Gastgebers der WHEC2012, Kanada, waren es sieben. Neuvorstellungen einzelner Produkte gab es kaum, stattdessen standen eher Kontaktaufnahme und GeschĂ€ftsanbahnung im Vordergrund. Die GĂ€nge und StĂ€nde waren daher auch nicht annĂ€hernd so belebt, wie auf der vier Wochen vorher abgehaltenen Hannover Messe, außer in den Konferenzpausen.

Quellenangabe:
JCB erreicht H2-Meilenstein

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