Zehn Jahre f-cell Symposium

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30. Juni 2015

Zehn Jahre f-cell Symposium

11. Juni 2010 – Seit zehn Jahren organisiert Peter Sauber, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH, das alljĂ€hrlich Ende September in Stuttgart stattfindende f-cell Symposium. Diese Konferenz mit begleitender Fachausstellung, zu der auch dieses Jahr vom 27. bis 29. September wieder 700 Teilnehmer erwartet werden, ist lĂ€ngst als Branchentreffpunkt in der Wasserstoff- und Brennstoffzellenszene fest verankert.
Obwohl der Name der Veranstaltung (f-cell) ganz auf Brennstoffzellen ausgerichtet ist, weitet Peter Sauber jetzt das Themenspektrum etwas aus: ?Es wird uns hierbei dieses Jahr ĂŒbrigens um ElektromobilitĂ€t allgemein und nicht allein um Fahrzeuge mit Brennstoffzellen gehen.?

Eine großartige JubilĂ€umsfeier ist anlĂ€sslich des 10. Geburtstags der f-cell zwar nicht geplant, aber trotzdem hat Organisator Peter Sauber mit seinem Team einige Neuerungen in petto. So wird erstmalig auf dem Symposium die gesamte Bandbreite der ElektromobilitĂ€t, also auch die Batterietechnik, thematisiert. Hier kann Stuttgart einiges an Inhalten beisteuern, schließlich ist die baden-wĂŒrttembergische Landeshauptstadt Teil des nationalen Förderprogramms Modellregion ElektromobilitĂ€t (s. S. 32). Zudem beteiligt sich auch e-mobil BW, die Landesagentur fĂŒr ElektromobilitĂ€t und Brennstoffzellentechnologie Baden-WĂŒrttemberg, an der f-cell.

Die ebenfalls eingeladene Ministerin fĂŒr Umwelt, Naturschutz und Verkehr in Baden-WĂŒrttemberg Tanja Gönner benannte die ZusammenhĂ€nge folgendermaßen: ?Brennstoffzellenfahrzeuge zum Beispiel sind in der Regel Hybridfahrzeuge und beinhalten neben der Brennstoffzelle eine Batterie und einen Elektromotor. Ein batterieelektrisches Fahrzeug kann aber auch zur ReichweitenverlĂ€ngerung mittels Stromerzeugung im Fahrzeug anstelle einer Brennstoffzelle durch einen (kleinen) Verbrennungsmotor (Range Extender) erweitert werden. Im umgekehrten Fall kann aber auch ein dominierend mittels Verbrennungsmotor angetriebenes Fahrzeug durch die intelligente Kombination mit Elektromotor und Batterie hybridisiert werden.? Die Landesregierung lehnt eine Fokussierung auf eine Antriebstechnologie ab, da zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abzusehen ist, welche Antriebstechnologie den Markt dominieren wird.

FĂŒr Peter Sauber ist diese Notwendigkeit nach verstĂ€rkter Öffentlichkeitsarbeit eine der maßgeblichen Erkenntnisse von der 18. Weltwasserstoffkonferenz, die er mit organisiert hatte. Er sagte in einem Interview: ?Jetzt ist es gemeinsame Aufgabe der Branche, Wasserstoff und Brennstoffzellen in der öffentlichen Diskussion zu halten und darĂŒber aufzuklĂ€ren. Wenn Kunden ab Mitte des Jahrzehnts erste Brennstoffzellenfahrzeuge und -heizgerĂ€te kaufen sollen, mĂŒssen sie etwas ĂŒber die Technik wissen, um ihr vertrauen zu können.? Er fĂŒgte hinzu: ?Es besteht weltweit Einigkeit darĂŒber, kĂŒnftig verstĂ€rkt Wasserstoff als EnergietrĂ€ger zu nutzen. Jetzt ist die Information der Verbraucher eine wichtige Aufgabe.?

In diesem Jahr rechnet Peter Sauber mit insgesamt 70 VortrĂ€gen in zwölf Themenforen: ?Es geht um Projekte aus europĂ€ischen NachbarlĂ€ndern, wie DĂ€nemark und Italien, um asiatische AktivitĂ€ten in China, Japan und Korea und um Beispiele aus den USA und Kanada. Besonders interessant versprechen die VortrĂ€ge unserer japanischen Redner von Toshiba und Panasonic fĂŒr die stationĂ€ren Brennstoffzellen in der Hausenergieversorgung zu werden.?

Besonders stolz ist der Schwabe ĂŒber die Zusage von Ziv Gottesfeld vom israelischen Unternehmen CellEra. Gottesfeld wird ĂŒber die Entwicklung einer platinfreien Brennstoffzelle berichten (s. HZwei-Heft April 2010). Ein weiteres Highlight dĂŒrfte der Vortrag von Klaus Rissbacher von Plansee darstellen. Der österreichische BZ-Zulieferer hat mit seinen Interkonnektoren maßgeblichen Anteil am bisherigen Erfolg des SOFC-Systems von Bloom Energy (s. S. 16 & HZwei-Heft April 2010).

Quellenangabe:
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