Feldtest mit 20 Prozent H2 funktioniert

Bildtitel: Positive Zwischenbilanz des Feldtests im Gasnetz von Erftstadt
Autor: Niels Hendrik Petersen
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9. August 2023

Feldtest mit 20 Prozent H2 funktioniert

In Erftstadt testen derzeit der Versorger GVG Rhein-Erft und der Verteilnetzbetreiber RNG, wie sich die Beimischung von 20 Volumenprozent Wasserstoff im Gasnetz auswirkt. Die Zwischenbilanz des seit Oktober 2022 laufenden Feldtests ist durchweg positiv. SĂ€mtliche angeschlossenen Gasverbrauchseinrichtungen laufen laut TÜV Rheinland zu 100 Prozent störungsfrei. BĂŒrger sowie das angeschlossene Gewerbe konnten ĂŒber die gesamte Heizperiode hinweg ihre GerĂ€te wie gewohnt nutzen. Verbraucher mussten fĂŒr das verĂ€nderte Gasgemisch nicht umgestellt werden, Auswirkungen auf die Dichtigkeit des Gasnetzes gab es keine.

Bisher ist das deutsche Gasnetz nur fĂŒr eine Beimischung von 10 Vol.-% Wasserstoff zugelassen. Der Test bestĂ€tigt: „Sowohl das Gasnetz als auch die angeschlossenen Gasverbrauchseinrichtungen vertragen eine doppelt so hohe Beimischung an Wasserstoff“, erklĂ€rt Projektmanager Reiner Verbert vom TÜV Rheinland. Dieser Test ist deutschlandweit der erste, der in einem L-Gasnetz durchgefĂŒhrt wird. Der Feldtest soll noch bis Ende Dezember des Jahres laufen. Insgesamt nehmen 100 Haushalte aus den Stadtteilen Niederberg, Borr und Friesheim daran teil.

Das Gebiet eignet sich besonders gut fĂŒr diesen fĂŒr die Energiewende wichtigen Pilotversuch. Denn das rund neun Kilometer lange Netz wurde erst 2007 errichtet – und ist damit technisch auf einem sehr modernen Stand. Mit seinen Hausanschluss- und Verteilleitungen lĂ€sst es sich zudem gut ĂŒberwachen. Sowohl Netztopologie als auch GerĂ€tetechnik der Testhaushalte eignen sich daher besonders fĂŒr eine reprĂ€sentative Ergebnisauswertung, die sich auf andere Gebiete ĂŒbertragen lĂ€sst.

Quellenangabe: Nicole Gordine

1 Kommentar

  1. Klaus Rickert

    Tolle Überschrift!

    “Feldtest mit 20 Prozent H2″ funktioniert!”
    Normale Gasnetze können 20% H2 sicher transportieren!
    Toll! Wer hÀtte das gedachr?! Und was bringt uns das?
    Woher bekommen wir H2 und zu welchem Preis? Der mĂŒĂŸte ja wenigstens ein wenig billiger als das Gaspreis sein, das wir zur Zeit verfeuern.
    Solange wir den umweltfreundlichen Strom, den wir zur Zeit schon erzeugen, nicht mit den bestehenden Stromnetzen transportieren können, sind solche Meldungen wie die oben völlig ĂŒberflĂŒssig!
    Das wirkliche Problem in unserem Staat ist die politische Organisation. Solange man fĂŒr die AusĂŒbung eines politichen Amtes keinerlei Nachweis der BefĂ€higung dafĂŒr benötigt, solange wird sich in unserm Staate nichts Gutes zur Änderung bestehender mieser VerhĂ€ltnisse ergeben. Jeder, der in unserem Staat einen Beruf ausĂŒben möchte, um sich damit seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften, muß einen Berufsnachweis vorlegen, der nachweist, daß er auch dazu in der Lage ist. Ausnahme: Die Politiker!
    Die VerhĂ€ltnisse zur Zeit in diesem Lande sind ein Ergebnis dieser “Regelung”! Ich erspare mir und Ihnen die AufzĂ€hlung von Beispielen, die zur Zeit nicht zu ĂŒbersehen sind und die jeder kennt . . .

    Und noch etwas: Wieso gibt es in unserem Lande so viele MillionĂ€re und MilliardĂ€re, und gleichzeitig gibt es immer mehr Leute, die nicht wissen, wie sie von einem Tag zum nĂ€chsten kommen? Es mĂŒssen grundlegend verĂ€ndernde Reformen diskutiert werden, um einem derben Crash zuvorzukommen!

    Die mögliche technische Entwicklung in einem Land kann immer nur ein nicht unwichtiger Beitrag zur Entwicklung eines Landes sein, und ohne die politische verantwortliche Steuerung sind ihre Möglichkeiten nicht optimal zu nutzen.

    Vielleicht haben Sie diesen Aspekt bei der Auswahl Ihrer Meldungen mal in Zukunft etwas im Auge!

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