Posener Regionalflughafen hebt mit Wasserstoff ab

Bildtitel: DominikTryba
Autor: Aleksandra Fedorska
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3. Juni 2023

Posener Regionalflughafen hebt mit Wasserstoff ab

Der geschĂ€ftsfĂŒhrende Direktor des Posener Regionalflughafens Ɓawica Marcin Drzycimski hat im Rahmen der diesjĂ€hrigen Wasserstoffmesse H2Poland in PoznaƄ bestĂ€tigt, dass der Flughafen in die Produktion und Distribution von Wasserstoff investieren will. Ziel ist, die Klimabilanz zu verbessern. „Der CO2-Fußabdruck wird immer relevanter, nicht nur fĂŒr den Flugverkehr, aber generell fĂŒr die gesamte Wirtschaft“, so Drzycimski.

Die Dekarbonisierung in Ɓawica begann vor einigen Jahren, als man die umfangreichen FlĂ€chen, die der Flughafen sein Eigen nennt, fĂŒr die Sonnenenergiegewinnung zur VerfĂŒgung stellte. Da PoznaƄ eine windarme Gegend ist, hat sich Ɓawica gegen den Bau von Windturbinen entschieden. Stattdessen sollen Biogasanlagen und Photovoltaik grĂŒne Energie liefern.

Der erste dieser Sonnenenergieparks wird dieses Jahr rund die HĂ€lfte des Strombedarfs des Airports decken können. Dabei sind erst sechs von insgesamt bis zu 50 ha mit Solaranlagen bestĂŒckt. In drei bis vier Jahren soll in Ɓawica ĂŒberschĂŒssige Sonnenenergie fĂŒr die Produktion von grĂŒnem Wasserstoff genutzt werden. Die fĂŒr die Wasserstoffgewinnung so elementare VerfĂŒgbarkeit von Wasser wird in Ɓawica dadurch gelöst, dass diese kostbare Ressource auf den Rollfeldern und der gesamten befestigten Infrastruktur des Flughafens eingesammelt und aufgefangen wird.

Ziel ist es, die erneuerbaren Energien sowie das Wasser direkt vor Ort zu haben und die Wasserstoffherstellung auch am Standort zu realisieren, um anschließend direkt am Flughafen Betankungsmöglichkeiten zu schaffen. Drzycimski möchte, dass Busse und Pkw direkt am Flughafen betankt werden können. DarĂŒber hinaus wird auch geprĂŒft, ob nicht auch synthetische Kraftstoffe am Flughafen in der Zukunft bereitgestellt werden könnten.

Strukturell soll ein Unternehmenspartner, das polnische Cargounternehmen Inpost, eine wichtige Rolle spielen. Inpost transportiert heute ein Großteil seiner Sendungen ĂŒber Ɓawica. Die Sendungen landen in den Paketstationen des Logistikers in Holland, Großbritannien oder auch Italien. Der wichtigste Markt von Inpost ist aber nach wie vor Polen, wo die Sendungen mit Lkw und Transportern weiterbefördert werden. Sebastian AnioƂ, der bei Inpost fĂŒr die Innovationen zustĂ€ndig ist, sagte, dass Inpost den Fuhrpark mit Brennstoffzellenfahrzeugen bestĂŒcken möchte. Der optimale Ort, um diese Fahrzeuge zu betanken, wĂ€re der Standort Ɓawica.

Autorin: Aleksandra Fedorska

Quellenangabe: Port Lotniczy

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