H2-Großprojekte auf der arabischen Halbinsel

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Von Hydrogeit

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2. August 2021

H2-Großprojekte auf der arabischen Halbinsel

© OQ

Oman und Saudi-Arabien planen Export von Solarenergie

Die sonnenreichen Gefilde gelten als prĂ€destiniert fĂŒr die Erzeugung von Wasserstoff mithilfe von Solarenergie. WĂ€hrend vielfach auf LĂ€nder wie Australien, Chile oder Marokko geschaut wird, tut sich insbesondere im Nahen Osten so einiges. LĂ€nder wie Saudi-Arabien, Kuwait, aber auch das Sultanat Oman haben erkannt, dass sie nicht nur viel Öl, sondern auch viel Sonne haben – die gut geeignet fĂŒr die Wasserstoffherstellung ist.

Viele Staaten der arabischen Welt sind durch ihre großen Ölvorkommen reich geworden. Diese Zeiten beziehungsweise diese Vorkommen werden aber irgendwann zu Ende gehen. Dies erfĂ€hrt gerade das Sultanat Oman. Die dortigen Reserven reichen nur noch einige Jahre, Erdgas wird schon jetzt importiert. Auch andere arabische Akteure haben inzwischen erkannt, dass ihr Öl nur noch eine begrenzte Zahl an Jahren wirtschaftlich gefördert werden kann und auch die Erdgasförderung immer aufwĂ€ndiger wird. Der Export von Solarenergie könnte somit eine passende Alternative zum Ölexport werden, auch wenn in diesen Regionen bis vor wenigen Jahren noch kaum jemand ĂŒber Wasserstoff gesprochen hat.

Oman steht unter Handlungsdruck

Um diese neuen MĂ€rkte zu erschließen, hat Dr. Bernd Wiemann 2018 das Start-up Hydrogen Rise AG gegrĂŒndet. Wiemann, der viele Jahre FĂŒhrungspositionen bei Mannesmann sowie Vodafone bekleidete und bereits 2001 das Brennstoffzellenunternehmen P21 (Power of the 21 Century) grĂŒndete, verfĂŒgt ĂŒber gute Kontakte in den Nahen Osten. Sein Ziel ist daher, so berichtete er HZwei, auf der arabischen Halbinsel eine nachhaltige Wertschöpfung aufzubauen.

Wiemann beabsichtigt, die entsprechende Technik und das Know-how in den Oman zu liefern, damit dort im Land Geld erwirtschaftet werden kann. DafĂŒr grĂŒndete der in MĂŒnchen ansĂ€ssige Unternehmer die omanische Tochtergesellschaft Hydrogen Rise LLC in Maskat. Zudem sei er bereits im GesprĂ€ch mit großen deutschen Elektrolyseurherstellern, um diese Anlagen im Land zum Einsatz bringen zu können, erklĂ€rte Frank Sreball, der bis August 2020 ĂŒbergangsweise fĂŒr Wiemann als Direktor fĂŒr Green Hydrogen Economics agiert hat. Das von den Elektrolyseuren benötigte Wasser wĂŒrde dann mit Entsalzungsanlagen aus Meerwasser erzeugt werden. „Hydrogen Rise bietet dem FĂŒnf-Millionen-Einwohner-Land eine Strategie fĂŒr den Aufbau einer neuen Energiewirtschaft“, so Sreball.

So wurde inzwischen unter anderem auf dem GelĂ€nde der German Technical University in der Hauptstadt Maskat das Oman Hydrogen Center gegrĂŒndet. Im Januar 2020 nahmen sowohl Sheikh Abdullah bin Mohammed al-Salmi, Minister fĂŒr religiöse Angelegenheiten, und Dr. Mohammed bin Hamad al-Rumhi, Minister fĂŒr Öl und Gas, an der Einweihungszeremonie teil.


 Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

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