Hamburg wird Testgebiet fĂŒr F-Cell B-Klasse

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30. Juni 2015

Hamburg wird Testgebiet fĂŒr F-Cell B-Klasse

26. MĂ€rz 2009 – Wer wissen möchte, wie die MobilitĂ€t der Zukunft aussieht, fĂ€hrt am besten nach Hamburg. In der Hansestadt unterzeichneten am 24. MĂ€rz 2009 fĂŒhrende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft ein Memorandum of Understanding, um an der Elbe zukĂŒnftig noch mehr Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb testen und gleichzeitig auch die unbedingt notwendige Infrastruktur weiter ausbauen zu können.
Die Freie und Hansestadt Hamburg hat bereits eine lange Wasserstofftradition. Schon vor 20 Jahren setzte die Hamburger Wasserstoffgemeinschaft auf diesen Kraftstoff der Zukunft. Um diese Tradition erfolgreich weiterfĂŒhren zu können, traf sich der Erste BĂŒrgermeister Ole von Beust Ende MĂ€rz mit zahlreichen Unternehmensvertretern in der Handelskammer Hamburg. Der Anlass war die feierliche Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung, um gemeinsam wasserstoffbetriebene Pkw und Busse in die Anwendung zu bringen. Ole von Beust erklĂ€rte: ?Manche sind am Anfang belĂ€chelt worden, aber jetzt sind wir schon sehr weit.? Er verwies in seiner Rede unter anderem auf die guten Kontakte zu Berlin, wo sich ebenfalls etliche H2-Fahrzeuge im Test befinden. Zwischen den beiden GroßstĂ€dten befindet sich derzeit der Ausbau der Autobahnverbindung mit Wasserstofftankstellen in Planung.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, kĂŒndigte bei dieser Gelegenheit an, dass das Stuttgarter Unternehmen insgesamt 20 Exemplare des neuen F-Cell-Modells im Rahmen der Clean Energy Partnership (CEP) testen werde: ?Hamburg wird der weltweit erste Einsatzort der B-Klasse, die ab 2010 ausgeliefert wird.? Deren Produktion startet in diesem Sommer. Die neue Generation der Brennstoffzellenfahrzeuge von Daimler wird von Anfang bis Sommer 2010 an ausgewĂ€hlte Kunden ausgeliefert, wobei vorrangig die beteiligten Partnerunternehmen als Tester in Frage kommen. Zetsche erklĂ€rte: ?Technisch sind wir bei einem Reifegrad, der einen uneingeschrĂ€nkten Kundennutzen ermöglicht. [?] Tanken dauert nur wenige Minuten.? Die Reichweite gegenĂŒber dem VorgĂ€nger, der F-Cell A-Klasse, wurde um 60 % auf rund 400 km erhöht.

ZusĂ€tzlich verkĂŒndete der Daimler-Chef, dass im Jahr 2010 zehn neue Brennstoffzellenbusse beim ?treuesten Partner?, der Hamburger Hochbahn, in Betrieb genommen werden sollen. ?Die 1. Generation wird abgelöst, aber die Anzahl wird aufgestockt.? Momentan sind noch sechs der Citaro-BZ-Busse in Hamburg im Einsatz, die bereits 2003 im Rahmen des CUTE-Projektes gebaut wurden. Um den Gesamtforschungsaufwand gering zu halten, baut der Autokonzern zwei zusammen geschaltete Pkw-Systeme in die Busse ein. ?Das senkt die Kosten und erhöht den Reifegrad?, sagte Zetsche.

Damit diese Fahrzeuge mit Kraftstoff versorgen zu können, befindet sich der Ausbau der Infrastruktur in Planung. Dazu sagte Michel Mallet, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Total Deutschland: ?Ohne eine funktionierende Infrastruktur hat man auch mit den besten Fahrzeugen ? nichts.? Der Mineralölkonzern Shell prĂŒft derzeit den Bau zweier öffentlicher 700-bar-Wasserstofftankstellen fĂŒr 2011 bis 2014 im Rahmen des Clean City Cars Projects. Indessen arbeitet der Energiekonzern Vattenfall an einer Studie zum Aufbau einer Wind-Wasserstoff-Kette, um Wasserstoff nachhaltig aus Windstrom erzeugen zu können. Ole von Beust kĂŒndigte an, dass Hamburg rund 2,5 Mio. Euro fĂŒr den Ausbau der H2-Infrastruktur beisteuern werde.

Von Beust beteuerte darĂŒber hinaus, dass Hamburg ?vorbildlich fĂŒr andere StĂ€dte? sein wolle und daher den Titel ?GrĂŒne Hauptstadt Europas?, den es ab 2011 verwenden darf, sehr ernst nehme: ?Wir wollen in Hamburg weit ĂŒber das europĂ€ische Ziel hinausgehen.?

Quellenangabe:

Wasserstoff ist ein Megatrend

Das Thema Wasserstoff hat es in den vergangenen Jahren aus der Nische auf die große politische BĂŒhne geschafft. Nicht nur in...

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