Deuterium wird herausgesiebt

Bildtitel:
Autor:




29. Januar 2013

Deuterium wird herausgesiebt

zoom

Quelle: UniversitÀt Augsburg / Advanced Materials


Deutschen Wissenschaftlern ist es gelungen, den seltenen Verwandten von Wasserstoff, Deuterium, besonders effizient zu separieren. Wie das Max-Planck-Institut (MPI) Ende November 2012 bekannt gab, gelang es mit Hilfe einer metallorganischen GerĂŒstverbindung, Wasserstoff-Isotope voneinander zu trennen, und zwar zwei- bis dreimal effizienter, als dies mit bisherigen Methoden möglich war. Das Team mit Forschern vom MPI in Stuttgart, von der Jacobs University Bremen und der UniversitĂ€t Augsburg stellte fest, dass ein MOF (engl. metalorganic framework) als so genanntes „Quantensieb“ dienen kann. In der Zeitschrift Advanced Materials berichteten die Wissenschaftler um Professor Dirk Volkmer, dass sie dafĂŒr Zinkionen verwenden, die mit organischen MolekĂŒlen vernetzt werden, so dass kĂ€figartige HohlrĂ€ume entstehen, die durch besonders enge Öffnungen miteinander verbunden sind. Diese Materialien, die sie MFU-4 (Metal-Organic Framework Ulm University-4) tauften, separieren die Wasserstoff-Isotope nicht wie Sandkörner anhand ihrer GrĂ¶ĂŸe – weil diese ja identisch ist – sondern nach ihrer Masse. „Damit haben wir erstmals experimentell gezeigt, dass Quantensieben eine sehr effektive Methode ist, um Gasgemische zu trennen und Deuterium zu gewinnen“, freute sich Dr. Michael Hirscher vom Max-Planck-Institut fĂŒr Intelligente Systeme.

Quellenangabe:

Wasserstoff ist ein Megatrend

Das Thema Wasserstoff hat es in den vergangenen Jahren aus der Nische auf die große politische BĂŒhne geschafft. Nicht nur in...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

preloader