Hexis gehört jetzt Viessmann

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17. Dezember 2012

Hexis gehört jetzt Viessmann

Das Galileo-1000N-GerÀt von Hexis (re.) auf der Hannover Messe 2012


Der HeizgerĂ€tehersteller Viessmann hat diesen Herbst 50 Prozent der Anteile am Brennstoffzellenunternehmen Hexis erworben. Die anderen 50 % liegen nach wie vor bei einem schweizerischen Investor, der Stiftung fĂŒr Kunst, Kultur und Geschichte, die den BZ-Hersteller aus Winterthur Ende 2005 vor der Insolvenz gerettet hatte. Volker Nerlich, der fĂŒr die Viessmann Werke gearbeitet hatte, bevor er 2002 zu Hexis kam, erklĂ€rte gegenĂŒber HZwei, dass beide Unternehmen gemeinsam „im Herbst 2013 eine Kleinserie des Galileo-1000N-Moduls hochfahren werden“. Im gleichen Atemzug schrĂ€nkte er jedoch ein, dass dies eher eine „geheime MarkteinfĂŒhrung“ wird, da zunĂ€chst geringe StĂŒckzahlen des Festoxidsystems (SOFC) an ausgewĂ€hlte Kunden verkauft wĂŒrden. FĂŒr grĂ¶ĂŸere StĂŒckzahlen sind nach Meinung von Nerlich derzeit weder ein entsprechender Markt noch die erforderlichen KapazitĂ€ten bei dem 30 Mitarbeiter beschĂ€ftigenden Unternehmen vorhanden. Seit 2008 wurden rund 150 dieser BZ-HeizgerĂ€te im Rahmen des Callux-Projektes erprobt und weiterentwickelt, so dass die ZuverlĂ€ssigkeit jetzt 99 Prozent betrage, hieß es von Hexis.
Viessmann war bereits Anfang des Jahrhunderts im BZ-Segment mit selbst entwickelten Systemen aktiv gewesen, hatte sich dann aber aus der Eigenentwicklung zurĂŒckgezogen. Seit 2011 engagiert sich das 1917 gegrĂŒndete Familienunternehmen wieder in diesem Bereich, indem zunĂ€chst eine Kooperation mit Panasonic eingegangen wurde. Die Japaner arbeiten an PEM-Brennstoffzellen fĂŒr Ein- und ZweifamilienhĂ€user und haben in ihrem Heimatmarkt bereits 18.000 Exemplare verkauft. Panasonic beabsichtigt jetzt durch diese zweite Kooperation im BZ-Sektor, einen entscheidenden Schritt zur Sanierung des in Osaka ansĂ€ssigen Unternehmens vornehmen zu können. Bis 2018 will sich der ehemals grĂ¶ĂŸte japanische Konzern fĂŒr Konsumelektronik zum Anbieter fĂŒr Energiemanagementsysteme (z.B. Akkus, Solarzellen) entwickeln. GegenĂŒber dem Handelsblatt hatte Toshiki Shimizu, Panasonics Projektleiter, beteuert: „Wir unterstellen, dass der Absatz von Brennstoffzellen in Europa stĂ€rker expandieren wird als in Japan.“

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  1. Brandenburg daily – Blick auf Blogs am 17.12.2012 | world wide Brandenburg - [...] Sexy Hexi? Nun ja. immerhin ware der Brennstoffzellenhersteller “Hexis” anziehend genug um zu 50 % vom HeizgerĂ€te-Schwergewicht Viessmann ĂŒbernommen…

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