Grundstein fĂŒr Power-to-Gas-Kraftwerk in Falkenhagen gelegt

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9. November 2012

Grundstein fĂŒr Power-to-Gas-Kraftwerk in Falkenhagen gelegt

Grundsteinlegung durch Dr. Bernd Pitschak, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Hydrogenics GmbH und Hans Lange, Landrat des Kreises Prignitz
Quelle: E.ON Edis, Dietmar Lilienthal

Die Bauarbeiten in Falkenhagen begannen zwar mit etwas Verzögerung, aber am 16. Oktober 2012 erfolgte die Grundsteinlegung zur Power-to-Gas-Pilotanlage des Energieversorgers E.ON (s. HZwei-Heft Jan. 2012). Nach der Fertigstellung der Anlage im nĂ€chsten FrĂŒhjahr sollen dort in der Prignitz pro Stunde rund 360 Kubikmeter Wasserstoff produziert werden. „Ab 2013 können wir hier in Falkenhagen durch Windkraftanlagen erzeugten, ĂŒberschĂŒssigen Strom aufnehmen, der ansonsten nicht in das Netz eingespeist werden könnte“, freute sich Dr. Peter Klingenberger von der E.ON Gas Storage GmbH beim Baubeginn (Foto: 2.v.r.). Der Sprecher der GeschĂ€ftsfĂŒhrung fĂŒgte erklĂ€rend hinzu: „Allein im Jahr 2011 standen die Windkraftanlagen an 45 Tagen, in diesem Jahr waren es bereits 52 Tage.“ Derartige Stillstandszeiten können aufgrund von Wartungsarbeiten auftreten oder aber, wenn die Stromnetze voll sind und keinen Ökostrom mehr aufnehmen können. Dann sollen diese so genannte ÜberkapazitĂ€ten genutzt werden, um mit Hilfe des Windstroms Wasserstoff zu erzeugen.
FederfĂŒhrend bei diesem Bauvorhaben ist die E.ON Gas Storage GmbH aktiv. Das E.ON-Tochterunternehmen koordiniert die Baumaßnahmen und leitet auch den neu eingerichteten Informationspunkt, das E.ON Innovation Center Energy Storage. Es beabsichtigt mit seinem Engagement, Erfahrungen im Bau, beim Betrieb und fĂŒr Genehmigungsverfahren zu sammeln und nutzt das Vorhaben bereits seit Monaten fĂŒr deutschlandweite Marketingaktionen. Die Hauptbauphase startete ziemlich genau ein Jahr nach dem Projektstart im Oktober 2011. Beendet wird das rund 5 Mio. Euro teure Demonstrationsvorhaben voraussichtlich Ende 2015.
Die installierte Leistung des dafĂŒr benötigten Elektrolyseurs, der von der Hydrogenics GmbH geliefert wird, soll bei etwa zwei Megawatt liegen. Das damit erzeugt Wasserstoffgas soll mit etwa 2 Vol.-% bei einem maximalen BetriebsĂŒberdruck von 55 bar in das regionale Hochdruck-Ferngasnetz von Ontras/VNG eingespeist werden. Daryl Wilson, PrĂ€sident des kanadischen Unternehmens Hydrogenics, erklĂ€rte: „Über eine Dauer von 24 Stunden wird die Anlage in Falkenhagen ĂŒber 30 MWh Energie speichern können.“ Wie es seitens des Energieversorgers hieß „wird das Erdgasnetz damit zum Speicher fĂŒr Strom aus wetterabhĂ€ngigen erneuerbaren Energien“. Klaus-Dieter Maubach, der im Vorstand der E.ON AG fĂŒr Technologie und Innovation verantwortlich ist, erklĂ€rte: „Wenn Deutschland in den nĂ€chsten Jahren die erneuerbaren Energien plangemĂ€ĂŸ ausbaut, wird das Angebot kĂŒnftig bei starkem Wind oder hoher Sonneneinstrahlung immer hĂ€ufiger und in immer grĂ¶ĂŸerem Umfang den Strombedarf ĂŒbersteigen. […] Power-to-Gas ist dabei eine vielversprechende Lösung fĂŒr das Energieversorgungssystem der Zukunft.“

Quellenangabe:
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