Revival vom HotModule

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18. Juli 2012

Revival vom HotModule

Das Know-how um das HotModule scheint doch nicht ganz verloren zu sein. FuelCell Energy Inc. (FCE), der US-amerikanische Hersteller von Brennstoffzellen-Kraftwerken, hat jetzt Teile aus dem Vermögen der MTU Friedrichshafen GmbH ĂŒbernommen. Ende 2010 hatte Tognum, die Muttergesellschaft von MTU Friedrichshafen, seine AktivitĂ€ten im Brennstoffzellensektor eingestellt (s. HZwei-Heft Oktober 2010), nachdem kein Investor fĂŒr das ehemalige Tochterunternehmen MTU Onsite Energy gefunden worden war. Am 16. Mai 2012 ĂŒbertrug aber nun MTU Friedrichshafen MaterialvorrĂ€te von Brennstoffzellenkomponenten, GerĂ€tschaften sowie Fertigungsanlagen an die FuelCell Energy Solutions GmbH (FCES), die deutsche Tochter des Unternehmens aus Danbury. Ziel von FCES ist die FortfĂŒhrung der Entwicklungsarbeiten an der Schmelzkarbonatbrennstoffzellentechnik, um die Direct-FuelCell-Technik von FCE mit der HotModule-Technik von MTU zu verbinden.
DafĂŒr wurde als weiterer Partner das Fraunhofer Institut fĂŒr keramische Technologien und Systeme mit ins Boot geholt. Das IKTS ĂŒbernahm mit Wirkung vom 30. Juni 2012 eine Minderheitsbeteiligung an FuelCell Energy Solutions. Gleichzeitig ĂŒbertrug MTU Friedrichshafen Patente fĂŒr Brennstoffzellentechnik sowie entsprechendes Know-how auf das IKTS. Prof. Dr. Alexander Michaelis, Direktor des Fraunhofer-Institutes, erklĂ€rte: „Durch die Kombination der technologischen StĂ€rken von Fraunhofer mit den kommerziellen StĂ€rken und der weltweiten Erfahrung von FuelCell Energy verfĂŒgt FuelCell Energy Solutions ĂŒber ausgezeichnete Voraussetzungen, um mit einer klaren Marktstrategie und lokaler Fertigung hochwertige ArbeitsplĂ€tze in Deutschland und Europa zu generieren. Wir freuen uns sehr, unsere F&E-Kompetenzen in die Weiterentwicklung der Direct-FuelCell-Technologie einzubringen.“ FCE-PrĂ€sident Chip Bottone ergĂ€nzte: „Dieser Schritt setzt auf frĂŒhere Beziehungen zur MTU auf und vertieft die Beziehung zu Fraunhofer IKTS. [
] Dieser Vertrag und der Aufbau der FCES GmbH ermöglichen es, eine kosteneffiziente Technologie fĂŒr große Brennstoffzellen in kommerziellen Applikationen fĂŒr ganz Europa zur VerfĂŒgung zu stellen. Wir bauen auf die StĂ€rke und FĂŒhrung der deutschen Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer energiewirtschaftlichen Programme.“ Die bisher von MTU genutzten FertigungsstĂ€tten in Ottobrunn sollen weiter genutzt werden. Außerdem wird FCES voraussichtlich die ServicevertrĂ€ge mit den bisherigen HotModule-Kunden ĂŒbernehmen.

Quellenangabe:
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