E-Paketdienst in Berlin

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14. MĂ€rz 2011

E-Paketdienst in Berlin

Schritt fĂŒr Schritt werden immer mehr Elektroautos auf die Straße gebracht. So zum Beispiel in der Bundeshauptstadt, wo Ende Januar 2011 insgesamt fĂŒnf neue elektrisch betriebene Paketfahrzeuge ihren Betrieb im Kurier-, Express- und Paketdienst aufnahmen. Die Deutschen Post (DHL) greift dabei auf drei mit Natriumchlorid-Nickel-Batterien ausgestattete Fahrzeuge zu, so genannte Daily Electrics. Diese 3,5-Tonner basieren auf dem Daily 35 S von Iveco und verfĂŒgen ĂŒber einen wassergekĂŒhlten Drehstrom-Asynchronmotor (Nennleistung: 30 kW). Die Spedition Meyer & Meyer setzt auf zwei 11-Tonner, die von dem niederlĂ€ndischen Fahrzeughersteller AGV umgerĂŒstet wurden.
Die Fahrzeuge gehören zum Projekt E-Stadtlogistik, das Teil der „Modellregion ElektromobilitĂ€t Berlin/Potsdam“ ist (s. HZwei-Heft Apr. 2010). Mit ihnen soll der Alltagseinsatz im Zustelldienst erprobt werden. Dazu gehören auch die Freigabe des nĂ€chtlichen Lieferverkehrs und die Nutzung spezieller Fahrspuren fĂŒr Elektrofahrzeuge. Peter Ramsauer, Bundesminister fĂŒr Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, ĂŒberreichte die Förderbescheide ĂŒber insgesamt 1,3 Mio. Euro an DHL, Spedition Meyer & Meyer sowie die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und erklĂ€rte, dass damit jetzt sĂ€mtliche der rund 200 Einzelprojekte in den acht Modellregionen angelaufen seien. Kaufanreizen erteilte er erneut eine Absage: „Unsere Steuermilliarden investiere ich lieber in den Erhalt der Infrastruktur, denn was nĂŒtzt mir das beste Elektroauto, wenn es ĂŒber marode Straßen holpert?“ Dem entgegnete Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber laut Nachrichtenagentur dpa-AFX: „Ohne Marktanreizsysteme wird das Ziel, bis 2020 eine Million Autos auf Deutschlands Straßen zu haben, nicht erreichbar sein.“
Ein weiterer Praxistest in Berlin lĂ€uft seit Mitte Februar 2011 mit Almuth Hartwig-Tiedt, der StaatssekretĂ€rin in der Senatsverwaltung fĂŒr Wirtschaft, Technologie und Frauen. Sie testet fĂŒr drei Monate die Alltagstauglichkeit eines Stromos als Elektro-Dienstwagen. In einem Blog berichtet die StaatssekretĂ€rin in dieser Zeit ĂŒber ihre Erfahrungen – und einige Probleme innerhalb der ersten Tage (http://blog.emo-berlin.de). Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur fĂŒr ElektromobilitĂ€t eMO, erklĂ€rte: „Der aktuelle Feldversuch wird uns wichtige Informationen ĂŒber Praxistauglichkeit von Elektroautos und die entsprechende Infrastruktur in Berlin liefern.“

Quellenangabe:
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