Finnland noch zögerlich bei eigener Wasserstoffstrategie

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22. August 2022

Finnland noch zögerlich bei eigener Wasserstoffstrategie

Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions

Geplanter P2X-Solutions-Standort in Finnland, © P2X Solutions

Die natĂŒrlichen Voraussetzungen dieses skandinavischen Landes fĂŒr die Wasserstoffwirtschaft sind im Vergleich zu vielen mitteleuropĂ€ischen LĂ€ndern relativ gut: Finnland hat ausreichend erneuerbare Energieressourcen, verfĂŒgt ĂŒber enorme Wasserressourcen und hat wettbewerbsfĂ€hige Strompreise. Der finnische Strommix stĂŒtzte sich im Jahr 2021 mehrheitlich auf einen hohen Anteil der Kernenergie (35,6 %) und Wasserkraft, die mit 22,5 Prozent fast ein Viertel beigetragen hatte. Die Windkraft war mit 12,5 Prozent die drittwichtigste Stromquelle. Gleich dahinter mit 10,3 Prozent die Biomasse. Hinzu kommt ein hoch entwickeltes und zuverlĂ€ssiges EnergieĂŒbertragungsnetz und technologisches und digitales Know-how, dass die Stromerzeugung in Finnland besonders effizient und gĂŒnstig macht.

Die aktuellen Anfragen an den nationalen Netzbetreiber Fingrid zu WindkraftnetzanschlĂŒssen belaufen sich auf knapp 100 GW an zusĂ€tzlicher Leistung. DarĂŒber hinaus sind öffentlich bekannte Projekte derzeit in verschiedenen Planungsstadien mit insgesamt 21 GW zusĂ€tzlicher KapazitĂ€t geplant. Finnlands gesamte StromerzeugungskapazitĂ€t (einschließlich aller Erzeugungsformen) lag im Jahr 2020 bei rund 16 GW. Die Wachstumsprognose ist also vielversprechend, gerade auch deshalb, weil Onshore-Windkraft und die Biomasse große EntwicklungssprĂŒnge gemacht haben.
Besonders viel Potenzial wird im Ausbau der Offshore-Windkraft vermutet. Aktuell ist dieser Bereich in Finnland noch nicht relevant, allerdings spricht die finnische Windkraftbranche von 31 neuen Offshore-Farmen, die in der Zukunft an den KĂŒsten Finnlands entstehen könnten. Die ersten Ausschreibungen fĂŒr die Offshore-Windenergie sollen, laut der finnischen Regierung, in den Jahren 2023 und 2024 möglich sein.

„Im Januar 2021 wurden die ersten Genehmigungen fĂŒr Forschungen im Bereich der Offshore-Windenergie in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Finnlands erteilt. Wpd Finland Oy erhielt den Zuschlag fĂŒr das Gebiet westlich von Jakobstad. Kurz zuvor hatte bereits OX2 Finland Oy die Freigabe fĂŒr Forschungsarbeiten in diesem Areal erhalten. ZusĂ€tzlich wurden Letzterem noch Forschungsarbeiten westlich von Hailuoto genehmigt“, hieß es dazu bei Germany Trade and Invest im Januar 2022. Wpd Finland Oy engagiert sich ansonsten umfangreich im Bereich der Onshore-Windkraft. Das Unternehmen investiert unter anderem auch in Windkraftanlagen im hohen Norden Finnlands und hat mit dem Windpark Nuolivaara das erste Bauprojekt in Lappland jenseits des Polarkreises realisiert.[…]


 gekĂŒrzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autorin: Aleksandra Fedorska

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