Wasserbedarf fĂŒr eine grĂŒne H2-Wirtschaft

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28. April 2022

Wasserbedarf fĂŒr eine grĂŒne H2-Wirtschaft

Fotografie einer Welle, © NorthShoreSurfPhotos – Fotolia
© NorthShoreSurfPhotos – Fotolia

FĂŒr die Herstellung der 14 TWh grĂŒnen Wasserstoffs, mit denen die Bundesregierung bis 2030 rechnet, wird nicht mehr Wasser benötigt, als eine Stadt mit rund 200.000 Einwohnern verbraucht. Das ergeben Berechnungen des Branchenverbands Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) in der Studie „Klimaschutz und Resilienz“ vom April 2021. Demnach ist die Nutzung von Elektrolyseuren mit einem vergleichsweise geringen Einsatz von Wasser durchfĂŒhrbar. Auch im Vergleich zu Kohlekraftwerken schneiden Elektrolyseure demnach vorteilhaft ab. Dem gegenĂŒber steht der Wasserbedarf der Energiewirtschaft heutzutage (primĂ€r fĂŒr Kohlestrom), der nach Angaben des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2020 mehr als 50 Prozent der gesamten Wasserentnahme Deutschlands ausmacht.

Hinsichtlich der zukĂŒnftigen Energieversorgung erklĂ€rte DVGW-Sprecher Lars Wagner: „Insgesamt gehen wir in Deutschland zukĂŒnftig von einer LĂŒcke von rund 70 TWh aus, die man mit Power-to-Gas fĂŒllen kann.“ FĂŒr die Erzeugung entsprechender H2-Mengen wĂŒrde man insgesamt eine Wassermenge von rund 19 Millionen Kubikmeter pro Jahr fĂŒr Deutschland benötigen. Bezogen auf die etwa 24 Milliarden Kubikmeter, die alle Nutzer hierzulande im Jahr 2016 verbraucht haben, sei das ein verschwindend geringer Anteil, rechnet Wagner vor – weniger als ein Promille.

GrundsÀtzlich kein Wassermangel
Auch der Branchenverband Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der sich um die Themen Energie und Wasser in Personalunion kĂŒmmert, erkennt keinen Mangel: Deutschland sei ein wasserreiches Land, heißt es. „Es droht grundsĂ€tzlich kein Wassermangel durch die verstĂ€rkte Produktion von Wasserstoff“, betonte eine Sprecherin auf HZwei-Nachfrage. Wichtig sei allerdings eine vorausschauende Planung. So sollte nicht der Großteil der deutschen Elektrolyseure konzentriert in einer Region errichtet werden.

„Aufgrund der regionalen Unterschiede in der VerfĂŒgbarkeit von Wasser sollte bei der Planung von Elektrolyseuren, Ă€hnlich wie beim Bau von Industriebetrieben, zudem darauf geachtet werden, dass in der Region ausreichend Wasser verfĂŒgbar ist“, sagte die Sprecherin.[…]


 gekĂŒrzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autor: Niels H. Petersen

Quellenangabe:

2 Kommentare

  1. Alex S.

    Alleine die GegenĂŒberstellung der Wassermengen zeigt hier doch ein deutlich positives Signal fĂŒr die Wasserstofferzeugung.
    Kohle benötigt pro Jahr ca. 12.000 Millionen Kubikmeter Wasser
    Wasserstoff benötigt pro Jahr ca. 19 Millionen Kubikmeter Wasser
    Aber das reicht nicht um daraus den dringend benötigten Wasserstoff zu produzieren.
    Ein Flaschenhals ist hier die erneuerbare Energie, die man fĂŒr die Produktion benötigt.
    Nachdem die Russland-abhĂ€ngige Regierung CSU/CDU endlich Geschichte ist, kann man nur hoffen das die neue Regierung das Vorhaben “grĂŒnen Wasserstoff” zu produzieren, schnell umsetzen kann.
    Ein weiterer Flaschenhals ist die Technik, die die deutsche Wirtschaft nicht in ausreichendem Maße zur VerfĂŒgung stellen kann: Brennstoffzellen kommen zu 90% aus Japan – Produkthersteller PANASONIC.
    Vielleicht wÀre bei einem schnellen Hochlauf der Wasserstoff-Produktion auch der MobilitÀt geholfen, die mit Brennstoffzellen-Autos aus Japan davon profitieren könnten.
    Ja die deutsche Wirtschaft kann ja kein Brennstoffzellen-Auto, da es alles DAX-Konzerne sind, die fĂŒr die Vorstandsbosse und AktionĂ€re einen Verkaufspreis von ĂŒber 200.000 € fĂŒr ein Brennstoffzellen-Auto aufgerufen haben und mindestens 15% Gewinne generieren mĂŒssen, sonst fallen die Aktien!
    Und das obwohl alle Teile aus Asien kommen und in Deutschland von osteuropĂ€ischen Zeitarbeitern zusammen gebaut werden. Und der große Vorteil der deutschen Automobilbranche wird hier zum Nachteil der deutschen Sozialsysteme. Denn aufgrund einer EU-Regelung brauchen fĂŒr diese Arbeiter aus Osteuropa keine Leistungen in die Rentenkassen und Krankenkassen geleistet werden, wenn sie vorher in ihrem Herkunftsland einen Arbeitsplatz hatten.
    Toll fĂŒr die Vorstandsbosse und AktionĂ€re! 15% Gewinne!
    Schlecht fĂŒr die Rentenkasse, die im letzten Jahr mit 108.000.000.000,00 EURO vom Steuerzahler unterstĂŒtzt werden musste!
    Diesen Verlust kann ich nicht beziffern, er wird aber jedes Jahr zunehmen, wenn dieses GeschÀftsmodell noch weiter ausgeweitet wird!
    Schlecht fĂŒr die Krankenkassen, die im letzten Jahr mit 46.000.000.000,00 EURO vom Steuerzahler unterstĂŒtzt werden musste!
    Diesen Verlust kann ich nicht beziffern, er wird aber jedes Jahr zunehmen, wenn dieses GeschÀftsmodell noch weiter ausgeweitet wird!
    Nennt man das “Schaden vom deutschen Volk abwenden”?
    Toll fĂŒr Vorstandsbosse und AktionĂ€re, die auch fĂŒr letztes Jahr wieder Rekordgewinne verbuchen konnten, zu Lasten des deutschen Steuerzahlers.
    Der deutsche Steuerzahler merkt es erst;
    – wenn die Krankenkasse nicht mehr alles bezahlt und
    – wenn die Rente mit noch mehr Steuergeldern gestĂŒtzt werden muss.
    Und dank Minijobs wird es fĂŒr die deutschen Steuerzahler/Rentner nicht besser.
    Aber fĂŒr die Vorstandsbosse und AktionĂ€re sind immer garantiert 15% Gewinne am Jahresende zu verteilen.
    TOLL!

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  2. admin

    Wenn man ĂŒber den Wasserverbrauch bei der Herstellung von Wasserstoff spricht, sollte man auch spezifizieren, welche AnsprĂŒche an die Reinheit des verwendeten Wassers gestellt werden. Bei grĂŒnem Wasserstoff aus BioabfĂ€llen durch Pyrolyse kann sicher Brauchwasser verwendet werden. Bei Elektrolyse mĂŒsste geklĂ€rt werden, ob eventuell Brauchwasser oder Meerwasser verwendet werden kann.
    Ebenso sollte berĂŒcksichtigt werden, dass fĂŒr jenen Teil von Wasserstoff, der in stationĂ€ren Brennstoffzellen verbraucht wird, das Wasser in Form von Wasserdampf “zurĂŒckgegeben” wird. Bei der Kondensation von Wasserdampf kann außerdem nicht nur das Wasser, sondern auch die KondensationswĂ€rme zurĂŒckgewonnen werden.

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