Hzwei Blogbeitrag

Beitrag von Sven Jösting



5. April 2022



Titelbild:


Bildquelle:



Hyzon Motors – kommen Lkw-AuftrĂ€ge aus Saudi-Arabien?

Es tut sich was an der Analysten- und Investorenfront: Black Rock hat seine Position in Hyzon aufgestockt. Über 100 institutionelle Anleger sind bereits beteiligt. Der größte davon ist der staatliche saudi-arabische Fonds PIF, der über 8 Mio. Aktien hält. Der Milliardär Izzy Englander bezeichnete Hyzon als eine seiner drei Top-Picks und erwarb 1,36 Mio. Aktien.

Der Durchschnittskurs, den Analysten für Hyzon erwarten, liegt bei 13 US-$. Goldman Sachs sticht da mit einer neueren Einschätzung heraus und geht erst einmal nur von 7 US-$ aus. Grund der Zurückhaltung ist die noch fehlende H2-Infrastruktur. Das Wasserstoffproblem wird allerdings peu à peu gelöst, wie Kooperationen mit TC Energy (H2-Produktion, Pipelines) erwarten lassen. Da geht es Hyzon wie Nikola Motors, aber das Thema der eigenen Wasserstoffproduktion ist adressiert.

Spannend wird es, wenn es zum ersten Großauftrag kommt, also zu einer Bestellung von 1.000 und mehr BZ-Lkw. Vielleicht ja aus Saudi-Arabien. Das Land plant mit dem Projekt NEOM (500 Mrd. US-$ Investment), massiv auf regenerative Energien und Wasserstoff zu setzen. Ein Ziel ist, vor Ort 10.000 wasserstoffbetriebene Lkw zu produzieren. Neben anderen wird auch Hyzon erwähnt – ohne Obligo.

Hyzon ist außerdem im weltgrößten Markt für H2-Lkw aktiv, in China, denn dort wird das größte Wachstum im Nfz-Sektor für H2/BZ gesehen. In Australien hat Hyzon nun Melbourne als Headoffice ausgewählt und dort bereits Kooperationen geschlossen. Wer sich näher für die aktuelle Entwicklung des Unternehmens interessiert, findet bei Facebook eine Aktionärs- und Fangruppe, die sehr detailliert über alle Vorkommnisse des Unternehmens berichtet.

Ein erster Großauftrag kommt derweil mittels LoI aus Holland: Der Müllentsorgungskonzern Geesinknorba (mit 7.500 Lkw in den Niederlanden, Frankreich, Spanien und 30 weiteren Ländern) plant, 300 FCEV-Lkw von Hyzon über drei Jahre zu ordern. In den USA ist zudem eine zweite Produktionsstätte in Chicago geplant, die auf eine Jahresproduktion von 12.000 Lkw ausgerichtet ist. In UK konnte jüngst ein MoU mit John G. Russell abgeschlossen werden – der Logistiker ist immerhin einer der fünf größten des Landes. Es geht erst einmal um einen eigens entwickelten 44-Tonner mit auf das Land bezogenen Spezifikationen. Geplant ist die Zusammenarbeit beim Service, bei der Reparatur, beim Vertrieb und bei der Finanzierung (Leasing)
Wer auf die Brennstoffzelle in Nfz (Lkw) setzen möchte, ist bei Hyzon richtig, sollte aber das Invest hier auch bei Nikola sehen, so dass mit beiden Titeln der Markt der batterieelektrischen wie auch der wasserstoffbetriebenen Lkw sehr gut abgedeckt ist. Indes sind beide Unternehmen als Start-ups zu sehen, so dass der Risikograd des Investments und die Kurschwankungen (Volatilität) als hoch eingestuft werden müssen – nichts für konservative Anleger.

Risikohinweis
Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 15. März 2022

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

preloader