Kommt das Aus fĂŒr Verbrennungsmotoren 


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Von Hydrogeit

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20. Februar 2022

Kommt das Aus fĂŒr Verbrennungsmotoren 


Motortests, © WÀrtsila
© WÀrtsila

Alle Welt redet ĂŒber das bevorstehende Ende der Verbrennungsmotoren, ĂŒber mögliche Verbote benzin- und dieselbetriebener Aggregate. Aber was ist mit Wasserstoffmotoren, insbesondere solchen im stationĂ€ren Einsatzbereich? Im deutschsprachigen Raum sind in diesem Sektor vor allem Unternehmen wie 2G sowie Innio aktiv, weltweit forcieren auch Konzerne wie WĂ€rtsilĂ€ und MAN diesen Technologiepfad.

Gasmotoren sind schon lange im stationÀren Bereich im Einsatz. Bislang werden die meisten als Blockheizkraftwerk (BHKW) eingesetzten Systeme allerdings mit Erd- oder Biogas betrieben. Wasserstoffanwendungen gibt es bislang nur vereinzelt.

Im MĂ€rz 2021 meldete der österreichische Motorenbauer Innio Jenbacher, erste Tests seien erfolgreich verlaufen, weshalb die Erprobung gemeinsam mit HanseWerk Natur, einem norddeutschen WĂ€rmeversorger, fortgefĂŒhrt werde. Nachdem Innio zunĂ€chst einen 12-Zylinder-Motor an seinem Sitz in der Tiroler Gemeinde Jenbach erfolgreich erprobt hatte, rĂŒstete das Unternehmen den 16-Zylinder-Gasmotor von HanseWerk Natur um. Das 1-MW-Aggregat, das in einem BHKW in Hamburg-Othmarschen eingesetzt wird, versorgt dort 30 WohngebĂ€ude, eine Sport- und eine KindertagesstĂ€tte sowie das Freizeitzentrum Othmarschen Park mit NahwĂ€rme – insgesamt 13.000 MWh jĂ€hrlich.

Dennis Binder, Projektleiter bei HanseWerk Natur, erklĂ€rte: „Unser BHKW lief wĂ€hrend des Testes mit verschiedenen MischverhĂ€ltnissen aus Erdgas und H2. Auch der Betrieb mit 100 Prozent Wasserstoff war – unter Einhaltung höchster Sicherheitsanforderungen – erfolgreich.“ Der technische GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Baade ergĂ€nzte: „Wir haben demonstriert, wie ein BHKW mit grĂŒnem Wasserstoff betrieben und fĂŒr eine klimafreundliche WĂ€rme- und Stromversorgung genutzt werden kann. Die Kosten fĂŒr den Umbau beziehungsweise die NachrĂŒstung bestehender Anlagen fĂŒr den H2-Betrieb sind ĂŒberschaubar.“ Er rĂ€umte allerdings ein, dass die Brennstoffkosten „derzeit noch zu hoch fĂŒr einen wirtschaftlichen Anlagenbetrieb“ sind.

Nach eigenen Angaben verfĂŒgt Innio Jenbacher inzwischen ĂŒber fĂŒnf Baureihen, die mit einem hohen Wasserstoffanteil von bis zu 100 Prozent betrieben werden können. Laut Dr. Klaus Payrhuber, Strategic Product Development Manager bei dem Unternehmen, können die Kunden seit Januar 2022 frei wĂ€hlen, ob der von ihnen ausgewĂ€hlte Motor H2-ready sein soll. Bis die Leistungsdaten von H2-Motoren denen von Erdgasaggregaten entsprechen, wird es allerdings voraussichtlich bis 2030 dauern, so Payrhuber.[…]


 gekĂŒrzte Online-Version

Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Autor: Sven Geitmann

Quellenangabe:

1 Kommentar

  1. Joe Schmidt

    Ernsthaft ?!?
    Teuren Wasserstoff im ineffizienten Verbrennungsmotor verfeuern?
    Wer kommt nur auf solche Ideen – also außer, wenn es krĂ€ftig Steuergeld fĂŒr “Forschung” gibt.
    Wir werden auf absehbare Zeit nicht genug grĂŒnes H2 haben, um unverzichtbare Bereiche wie Chemie- und Stahlindustrie zu dekarbonisieren.
    Das liegt auch mit daran, dass die “grĂŒnen” Wasserstoff-Lobbyisten leider regelmĂ€ĂŸig und seit langer Zeit die Ausgangsbasis ĂŒbersehen /ignorieren: GenĂŒgend regenerativ erzeugten Strom.
    Denn genĂŒgend EE-Strom gibt es weder in Deutschland, noch anderswo auf der Welt in den Mengen, die eine saubere (preiswerte) Wasserstoffproduktion ermöglichen wĂŒrden. Wo bleiben die Aufrufe /Forderungen nach einem drastischen EE-Ausbau ?!?
    Gerade MĂ€rz 2022, wo vielen EU-Staaten schmerzhaft die AbhĂ€ngigkeit von Energieimporten bewusst wird …

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