Skaleneffekte lassen Preise fĂŒr Elektrolyseure sinken

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12. Januar 2022

Skaleneffekte lassen Preise fĂŒr Elektrolyseure sinken

Die Produktion von Wasserstoff gilt weltweit als Zukunftsmarkt. Die Elektrolyseurhersteller verzeichnen eine bis dato unbekannte Nachfrage. Zahlreiche neue Akteure drĂ€ngen auf das Feld. Was heißt das fĂŒr Technologien und Preise? Und wann kann grĂŒner Wasserstoff mit fossil erzeugtem Wasserstoff konkurrieren? Die Fachzeitschrift HZwei hat fĂŒr ihre Januar-Ausgabe eine Umfrage gemacht und eine MarktĂŒbersicht erstellt.

Die HZwei-Redaktion hat die Anbieter von Elektrolyseuren um ihre EinschÀtzung zu verschiedenen Marktfragen gebeten und in anonymisierter Form festgehalten. Insgesamt haben 15 Unternehmen an dieser Umfrage teilgenommen.

Hersteller rechnen mit 10 bis 20 % gĂŒnstigeren Elektrolyseuren innerhalb von 12 Monaten

Die Auswertung der Antworten ergab, dass die Preise fĂŒr Elektrolyseure, Stacks und Komplettsysteme bei zwei Dritteln der Hersteller in den vergangenen 24 Monaten um bis zu 20 Prozent gesunken sind. FĂŒr die nĂ€chsten zwölf Monate rechnet die HĂ€lfte damit, dass die GerĂ€te um weitere zehn Prozent gĂŒnstiger werden. FĂŒnf Hersteller rechnen sogar mit bis zu 20 Prozent niedrigeren Preisen. Das ist eine Ă€hnliche Entwicklung wie in der Photovoltaik in den 2000er und 2010er Jahren.

Fast ĂŒbereinstimmend gaben die Anbieter an, die Skalierung der Produktion sei der wesentliche Grund fĂŒr die sinkenden Preise. Das passt zu den Angaben in der MarktĂŒbersicht, die begleitend zur Umfrage erstellt wurde: Die allermeisten Elektrolyseure werden mittlerweile in Serie gefertigt, aber nur wenige Hersteller gaben an, bereits eine Massenproduktion erreicht zu haben.

GrĂŒner Wasserstoff könnte noch vor 2030 konkurrenzfĂ€hig werden

Zwei Drittel der Teilnehmer der Umfrage rechnen damit, dass grĂŒner Wasserstoff 2030 mit dem grauen Wasserstoff, der aus Erdgas erzeugt wird, preislich mithalten kann. Zwanzig Prozent gehen sogar davon aus, dass das schon 2025 der Fall sein wird. Hierbei ist allerdings nur die Produktion eingerechnet, nicht der Transport, der je nach Entfernung und Transportweg einen nennenswerten Anteil am Preis ausmachen kann. Doch voraussichtlich sind die Entfernungen gar nicht so lang wie von einigen erwartet: Der Großteil nennt Europa als wichtigsten Absatzmarkt.

Diese Ergebnisse werden diese Woche im neuen HZwei-Heft und im Februar auch auf Englisch in dem ebenfalls im Hydrogeit Verlag erscheinenden e-journal H2-international veröffentlicht.

HZwei – Das Magazin fĂŒr Wasserstoff und Brennstoffzellen
Hrsg.: Dipl.-Ing. Sven Geitmann, Hydrogeit Verlag, OberkrÀmer
ISSN 2367-393X, Heft-Nr. 1, Januar 2022
www.hzwei.info/hefte/januar-2022/

Pressevertreter können kostenlose Rezensionsexemplare anfordern.

Pressemeldung als pdf-Datei: Download

Quellenangabe:

2 Kommentare

  1. Bobby

    Meine Meinung
    Grauer Wasserstoff sollte nicht weiter verfolgt werden.
    Warum das :
    Bei der Energiegewinnung diesen Wasserstoffs ists doch so das sich Sauertoff und Wasserstoff
    sich verbinden.
    Aber wo kommt der Sauerstoff her.
    Wahrscheinlich aus der AtmosphĂ€re somit wird unsere Atemluft dĂŒnner.
    GrĂŒner Wasserstoff wird aus Wasser zu gleichen Teilen gespalten also Stoffneutral.

    Antworten

Trackbacks/Pingbacks

  1. HZwei-Umfrage ĂŒber Elektrolyseure | HZwei - […] fragten wir auch nach Weiterentwicklungen der letzten Jahre und EinschĂ€tzungen zum Markt (s. Skaleneffekte lassen Preise fĂŒr Elektrolyseure sinken).…

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