GrĂŒner Wasserstoff setzt sich durch

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Von Hydrogeit

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3. August 2021

GrĂŒner Wasserstoff setzt sich durch

© Hydrogen4EU
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Deutschland will EU-Vorgaben ĂŒbererfĂŒllen

Die Politik hat das Thema Klimaschutz fĂŒr sich entdeckt – zumindest jetzt im Wahlkampf. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts ging es ganz schnell: Innerhalb weniger Tage einigte sich das Bundeskabinett auf ein neues Klimaschutzgesetz, das dann zĂŒgig durch die Instanzen abgesegnet wurde. Auch bei der Umsetzung von RED II ging es voran. Was bedeutet dies fĂŒr die H2– und BZ-Branche?

Lange war darauf gewartet worden, dass die Bundesregierung Maßnahmen benennt, mithilfe derer Deutschland die EU-Richtlinie fĂŒr erneuerbare Energien im Verkehr (RED II) umzusetzen gedenkt. Am 20. Mai 2021 verabschiedete nun der Bundestag eine GesetzesĂ€nderung, der zufolge die Treibhausgasminderungsquote fĂŒr Kraftstoffe von bislang 6 auf 25 Prozent bis 2030 ansteigen soll. Der vorherige Zielwert lag bei 22 Prozent. Mit diesem Instrument soll der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch im Verkehrssektor bis ins Jahr 2030 von derzeit 10 auf 32 Prozent steigen. Gefordert sind von der EU im Verkehrssektor 14 Prozent.

„Deutschland wird mit dem Beschluss zum Vorreiter bei den erneuerbaren Energien im Verkehr. Wir gehen mit den neuen Quoten fĂŒr klimafreundliche Kraftstoffe und erneuerbare Energie im Verkehr weit ĂŒber die EU-Vorgaben hinaus.“

Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Aus dem Bundesumweltministerium, das die RED-II-Einigung als „guten Kompromiss“ bezeichnete, hieß es dazu: „Neben starken Anreizen fĂŒr den Einsatz grĂŒnen Wasserstoffs und die Förderung von LadesĂ€ulen sollen kĂŒnftig vor allem fortschrittliche Biokraftstoffe, die aus Abfall- und Reststoffen gewonnen werden, gefördert werden.“ Biokraftstoffe auf Basis von Palmöl sollen ab 2023 unterbunden werden, wĂ€hrend synthetische Kraftstoffe gezielt dort gefördert werden sollen, wo nichtfossile Alternativen fehlen (z. B. Flugverkehr). Zudem wird der Einsatz von grĂŒnem Wasserstoff im Straßenverkehr und in Raffinerien ĂŒber eine doppelte Anrechnung vorangetrieben. Der direkte Einsatz von Strom in Elektroautos wird mit einer dreifachen Anrechnung innerhalb der THG-Quote gefördert.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier erklĂ€rte: „Wir sind bereit, mehr zu schultern, als wir bisher zugesagt haben.“ Und er beteuerte: „Ich möchte, dass wir die Ausbauziele fĂŒr die erneuerbaren Energien anheben.“ Gleichzeitig war er es jedoch, der wesentlich zum Niedergang der Solar- und dann auch der Windkraftindustrie beigetragen hatte, indem er den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Vergangenheit deckelte.


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