Tesla – wann wird echtes Geld verdient?

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Von Hydrogeit

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2. Juli 2021

Tesla – wann wird echtes Geld verdient?

Geplante Gigafactory von Tesla in Berlin-GrĂŒnheide © Tesla
Geplante Gigafactory von Tesla in Berlin-GrĂŒnheide © Tesla

Tesla macht mehr Öffentlichkeitsarbeit ĂŒber die Tweets seines charismatischem CEOs Elon Musk als mit unternehmensrelevanten Daten. Vor allem KryptowĂ€hrungen wie Bitcoins oder Dogecoins beherrschen derzeit die Medien, da Musk je nach Tagesform diese hoch- oder runterredet bzw. -twittert. JĂŒngst war die enorme Energie, die zum SchĂŒrfen dieser KunstwĂ€hrungen notwendig ist, das Thema, da diese wohl nichtregenerativen Ursprungs ist und batterieelektrische Kraftfahrzeuge damit psychologisch ihre Nachhaltigkeit verlieren. Nun will Musk nachjustieren, obwohl er durch seine Äußerungen erst dafĂŒr gesorgt hatte, dass der Bitcoin-Höhenflug sich ins Gegenteil verkehrte und nach Höchstkursen von ĂŒber 60.000 US-$ gar bis auf 30.000 US-$ zurĂŒckfiel. Was hat das fĂŒr Auswirkungen auf die Bewertung der ursprĂŒnglich von Tesla investierten 1,5 Mrd. US-$?

Darf ein CEO ĂŒberhaupt so in der Öffentlichkeit auftreten? Über 43 Mio. Follower oder gar Musk-Fans zocken da fröhlich mit, aber warum schweigt die Börsenaufsicht SEC, die ja ein Abkommen mit Musk und mit Tesla geschlossen hat, wonach börsen- und kursrelevante Verlautbarungen einer Genehmigung durch Vorstand oder Aufsichtsrat von Tesla bedĂŒrfen?

Zu den Zahlen: 184.800 Kfz fanden im ersten Quartal einen KĂ€ufer. Model X und S fanden indes nur 2.000 Interessenten, wĂ€hrend der Rest auf die weniger margenstarken Modelle Y und 3 entfielen. 0,93 US-$ Gewinn pro Aktie nach non-GAAP bleiben ĂŒbrig (0,15 US-$ mehr als erwartet), aber nach der konservativeren GAAP-Rechnung waren es nur 0,39 US-$ pro Aktie und damit 0,08 US-$ weniger als erwartet. Geschenkt, denn die Tesla-Fangemeinde wie auch Buyside-Analysten und Fonds wie ARK Invest interessiert immer nur die positivere Zahl.

Ohne Regulatory Credits, die im Quartal 518 Mio. US-$ ausgemacht haben, und ohne die 101 Mio. US-$ aus dem Bitcoin-Handel hĂ€tte wohl ein Minus im Ergebnis gestanden. Beachtlich der Umsatzanstieg um 73,5 % gegenĂŒber dem ersten Quartal 2020 auf 10,74 Mrd. US-$. GegenĂŒber dem vierten Quartal 2020 aber eher unterdurchschnittlich, hat man ja gegenĂŒber dem Vorquartal nur 4.000 mehr Exemplare verkauft. Stellantis, der neue Großkonzern, der sich aus der Fusion von Fiat und Peugeot/Citroen ergeben hat, gab bereits bekannt, dass man Tesla diese Rechte nun nicht mehr abkaufen wird, da man selbst ĂŒber eine ausreichende Zahl verfĂŒge. Gut, dass es da VW gibt, denn diese kaufen Tesla diese Emissionsrechte nun wohl in China ab.

Bonusprogramm fĂŒr CEO Musk unter Beobachtung

Das Programm hat es in sich: Elon Musk erhĂ€lt Optionsrechte auf Aktien, wenn bestimmte Ziele erreicht sind. Diese Milestones betreffen neben Umsatz und Gewinn auch die Börsenbewertung, die in Schritten zu je 50 Mrd. US-$ Optionsrechte an Musk freisetzt. Da die Börsenbewertung bei ĂŒber 600 Mrd. US-$ liegt, kann Musk ĂŒber 50 Mio. Aktien zu 70,01 US-$ pro Stuck kaufen und hat schon rechnerisch ĂŒber 30 Mrd. US-$ mehr auf dem Konto. Eine AnwaltssozietĂ€t klagt dagegen, und es ist nicht klar (ohne Obligo), ob da nicht fĂŒr Tesla selbst und dessen AktionĂ€re steuerliche Fallstricke liegen. Da sechs von zwölf Milestones erreicht sind, könnten noch weitere 40 Mio. Optionsrechte fĂŒr 40 Mio. Aktien dazukommen. Ist dies – in case – nicht eine gravierende KapitalverwĂ€sserung?

Wachstum all over – weltweit und ĂŒberall

GrĂŒnheide bei Berlin ist indes ins Stocken geraten. Baugenehmigungen stehen aus, wie auch die Frage rund um Wasser (in einem Wasserschutzgebiet) noch nicht abschließend geklĂ€rt ist. Dann die Fabrik in Austin fĂŒr den Cybertruck. Ford macht sich gerade einen guten Namen mit dem F-150, der nun elektrisch fĂ€hrt und Konkurrenz bedeutet, wĂ€hrend der neue eMustang auch schon krĂ€ftig Kunden von Tesla abwirbt. Dann soll es PlĂ€ne geben, in Indien aktiv zu werden, und jĂŒngst kam die Idee dazu, dass Tesla auch in Russland eine ProduktionsstĂ€tte bauen könnte. Über 17 Mrd. US-$ in der Kasse können bei all diesen PlĂ€nen jedoch recht wenig – zu wenig – sein, so dass – in case – weitere Kapitalerhöhungen, u. a. als ATM-Programme, winken. Aber macht die Börse da mit?


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Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen RisikoeinschĂ€tzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre VolatilitĂ€t ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugĂ€nglichen Quellen und stellen, was die EinschĂ€tzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 1.6.2021

Quellenangabe:

5 Kommentare

  1. Funtroc

    Wasserstoff Lobbyisten mĂŒssen das gerade sagen, Arbeiten mit scheinwahrheiten und drehen alles si als ob H2 grĂŒn wird. Bei eine Echten Vergleich von der Effizients ist H2 einfach nur Energie verschwendung. Der Kunde und Steuerzahler bezahlt die Rechnung.
    Tesla ist erfolgreichercals die gesammte H2 Lobby. Der Erfolgreich baut BEVs der erfolglose baut FCEV. Wenn ihr mehr FCEV PKWs weltweit Verkauf als Tesla könnt ihr euch damit brĂŒsten. Sollange sollte man den Ball flach halten. Mit nicht man 1500 FCEV PKWs in Deutschland.

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  2. Silverbeard

    Tesla – Wann wird echtes Geld verdient?

    Etwa 100 Jahre bevor Wasserstoff in Fahrzeugen eine echte CO2 Reduktion bringt.

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  3. Joe Schmidt

    Könnte nicht Nikola Motors auch “Regulatory Credits” fĂŒr ihre verkauften Fahrzeuge erhalten und damit die Bilanz aufbessern und Investitionen bezahlen?

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    • Silverbeard

      SelbstverstĂ€ndlich wĂŒrde Nikola auch diese Kredite bekommen. Grundvoraussetzung wĂ€re aber Fahrzeuge produzieren zu können und die dann auch zu verkaufen.

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      • Silverbeard

        *Credits

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