Bloom Energy – langfristiges Wachstum bei 30 % p.a.

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Von Hydrogeit

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2. Juli 2021

Bloom Energy – langfristiges Wachstum bei 30 % p.a.

Eine Analystenkonferenz der Investmentbank J. P. Morgan mit dem CEO von Bloom Energy, K. R. Sridhar, am 26. Mai 2021 hat einen Ausblick geliefert, der besser nicht sein kann. Auf die Frage des Analysten, welches Wachstum das Unternehmen anstrebe, ob dies im Bereich von 20 bis 25 % p. a. liegen könne, entgegnete der Vorstandschef und GrĂŒnder: „Eher 30 % p. a. – und dies ĂŒber einen sehr langen Zeitraum.“ Seine BegrĂŒndung liegt in der ausgereiften Technologie des Unternehmens, seiner IP, den MĂ€rkten und Anwendungen und der Wettbewerbssituation wie auch dem firmeneigenen Know-how und der Erfahrung.

DarĂŒber hinaus sei Bloom bestens positioniert fĂŒr die Bereitstellung von „onsite-electricity“ ĂŒber die eigenen netzunabhĂ€ngigen BZ-Kraftwerke. Diese wĂŒrde mit einer VerfĂŒgbarkeit von annĂ€hrend 99,9 % laufen, seien sicher (auch gegen Hacker), kostengĂŒnstig, zuverlĂ€ssig, resilient (u. a. gegen Naturkatastrophen wie WaldbrĂ€nde, StĂŒrme, Winter etc.) und sauber. Zudem könne man bei der Energieversorgung eine hohe FlexibilitĂ€t darstellen – von Erdgas ĂŒber LNG und Biogas bis hin zu Wasserstoff, wobei Sridhar dies in zeitlicher Reihenfolge verstanden wissen will: Wasserstoff wird also kommen, aber andere Gasarten behalten vorerst ihre Berechtigung – ĂŒbergangsweise. Zudem könne man verschiedene Gase kombinieren (blending).

Zu den Kunden zĂ€hlen viele Großunternehmen, große Rechenzentren, KrankenhĂ€user bis hin zu UniversitĂ€tsanlagen (Campus). Alles hĂ€ngt am Strom und dem Transport von Energie, und da sei Bloom bestens aufgestellt und versetze die Kunden in die Lage, vom öffentlichen Netz via Plattformtechnologie unabhĂ€ngig zu sein. Aktuell könne Bloom Strom fĂŒr 0,09 US-$ pro KWh produzieren. DemgegenĂŒber sei ein Energieausfall durch marode Stromnetze sehr viel teurer.

Das Wachstum wird durch neue MĂ€rkte gefördert. Sridhar spricht von „rapidem Wachstum der eigenen MĂ€rkte“ und „sinkenden Kosten fĂŒr Stromnetze“. Öl werde peu Ă  peu durch Wasserstoff ersetzt. Ein 20-MWh-BZ-Kraftwerk von Bloom könne – so die Planung – 20 Tonnen grĂŒnen Wasserstoff am Tag produzieren. Von solchen Kraftwerken könne Bloom perspektivisch eines pro Monat bauen. Was Bloom heute schon vorliegen hat und umsetzen kann, sei bei anderen eher noch in der Planungsphase, so der Firmenchef. Weiterhin geht er davon aus, dass der Preis von Wasserstoff auf 2 US-$ fallen werde und ein Markt entstehe, der wertmĂ€ĂŸig weltweit bei 10 Mrd. US-$ am Tag liegen werde.

Zu den Zahlen fĂŒr das erste Quartal 2021: Mit 194 Mio. US-$ lag der Umsatz um 24 % höher als in dem vergleichbaren Quartal 2020. Die Bruttogewinnmarge (non-GAAP-Gross Margin) stieg von 16,2 % auf circa 30 % an, wobei die Gewinnmarge bei Energieservern sogar auf 36,9 % anzog. Unter dem Strich ein Minus von 0,15 US-$ pro Aktie (GGAP) und minus 0,07 US-$ (non-GAAP). FĂŒr das Gesamtjahr wird ein Umsatz in der GrĂ¶ĂŸenordnung von annĂ€hrend 1 Mrd. US-$ erwartet. Nun geht es darum, die KapazitĂ€ten, ausgedrĂŒckt in Megawatt, von 400 bis auf 1 GWh p. a. zu erhöhen. Man sei da auf dem richtigen Weg und dem Wettbewerb voraus. Sridhar verwies auf „herausragende Wettbewerbsvorteile, die Bloom einzigartig machen“. Auf diese Weise könnte das Unternehmen dieses Jahr in die Gewinnzone kommen – ein Meilenstein.


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Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen RisikoeinschĂ€tzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre VolatilitĂ€t ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugĂ€nglichen Quellen und stellen, was die EinschĂ€tzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 1.6.2021

Quellenangabe:
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