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Beitrag von Sven Geitmann

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30. Juni 2015

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E.ON UK baut Riesenbatterie

1. Dezember 2007 – Die Umwandlung und Speicherung von Windenergie in Wasserstoff in der auf den vorigen Seiten dargestellten Form gefällt nicht allen. Der Energieversorger E.ON favorisiert demgegenüber den rein elektrischen Weg. Wie das britische Tochterunternehmen E.ON UK Mitte September bekannt gab, entwickeln Wissenschaftler derzeit eine Riesenbatterie im Technologiezentrum in Nottingham, die die Größe von vier Schiffs-Containern haben soll. Sie soll zur Zwischenspeicherung von Strom aus erneuerbaren Energien und Kleinkraftwerken (z. B. Solaranlagen) dienen.
Es soll ein erster Prototyp gebaut werden, der rund ein Megawatt für vier Stunden speichern kann. Zunächst werden aber erst einmal kleinere Testbatterien entwickelt. Der größere Prototyp könnte dann im Herbst 2009 ans Netz gehen. Bob Taylor, Managing Director für Energietechnik, sagte: ?Grüne Energie wird von Windkraftanlagen nur erzeugt, wenn der Wind bläst, und das ist nicht immer dann der Fall, wenn die Energie vom Kunden benötigt wird.?

Der Analyst Theo Kitz vom Bankhaus Merck Finck & Co. geht davon aus, dass dieses Forschungsprojekt einen wichtigen Schritt darstellt, um Wind- und Solarstrom zukünftig speichern zu können. ?Damit würden die alternativen Energiequellen wettbewerbsfähiger?, erklärt er.

Druckluftspeicherung

Noch einen Schritt weniger unternehmen derzeit General Compression, eine US-amerikanische Firma aus Massachusetts. Sie hat so genannte Dispatchable-Wind-Power-Systems (DWPS = jederzeit verfügbare Windkraft) entwickelt, um Windenergie ganz anders zu speichern: über Druckluft. Das Besondere daran ist, dass die Umwandlung von Windenergie in Strom komplett wegfällt. Es wird direkt Druckluft erzeugt und zwar mit Hilfe eines in der Gondel befindlichen Kompressors. ?Unsere Windräder sehen aus wie alle anderen?, sagt David Markus, der Chef von General Compression, aber heraus kommt etwas anderes.

Erstmalig in Europa vorgestellt wurde das Prinzip, das deutlich effizienter als konventionelle Systeme sein soll, während der Husum Wind in diesem September. Über ein angeschlossenes Rohrleitungsnetz kann dabei Druckluft transportiert und beispielsweise in Kavernen, Salzstöcken oder leeren Erdgasfeldern gespeichert werden. Eine Verstromung sei ist dann woanders an einem anderen Ort beziehungsweise später zu einem späteren Zeitpunkt immer noch möglich, heißt es.

Autor: Sven Geitmann

Kategorien: 2015-2017 | News
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