Japan geht bei der Förderung von Brennstoffzellen-Autos voran

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17. Oktober 2014

Japan geht bei der Förderung von Brennstoffzellen-Autos voran

Toyota-FCHV-Wirtschaftsminister

Der Japanische Wirtschaftsminister Toshimitsu Motegi (r.) fuhr den FCHV Probe; links: Toyota-PrÀsident Akio Toyoda. (Quelle: Toyota)


WĂ€hrend in Deutschland der KaufprĂ€mie fĂŒr Elektro- oder Brennstoffzellenautos von der Regierungskoalition immer noch eine Absage erteilt wird, beabsichtigt die japanische Regierung gemĂ€ĂŸ einer Meldung von Nikkei Asian Review vom 19. Juli 2014, KĂ€ufern von H2-Autos etwa 14.500 Euro (2 Mio. Yen) zu erstatten. Diese Maßnahme wĂŒrde insbesondere auf die angekĂŒndigte Vermarktung des Toyota FCV abzielen, der ab April 2015 in Japan verkauft werden soll. Sein ursprĂŒnglicher Nettopreis in Höhe von 51.000 Euro wĂŒrde sich dadurch deutlich reduzieren und kĂ€me damit in bezahlbare SphĂ€ren. Außerdem ließ Shinzo Abe, der japanische Premierminister, verkĂŒnden, dass bis MĂ€rz 2016 ĂŒber 100 Wasserstofftankstellen in der PrĂ€fektur Fukuoka installiert werden sollen.
Hintergrund dieser Maßnahmen ist, dass die Tokioter Regierung Wasserstofffahrzeuge in die Liste geeigneter Maßnahmen zur Steigerung des Wirtschaftswachstums aufgenommen hat. Thanh Ha Pham, Analyst der Jefferies Group LLC in Tokio, erlĂ€uterte: „Brennstoffzellen sind eine der wenigen Technologien, bei denen Japan weltweit die MarktfĂŒhrung ĂŒbernehmen kann.“ Außerdem finden die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 in Tokio statt. Den Besuchern soll dann allem Anschein nach die neue Antriebstechnologie auf den japanischen Straßen vorgefĂŒhrt werden. Chihiro Tobe vom japanischen Wirtschaftsministerium erklĂ€rte: „Wir setzen große Erwartungen in diese Technologie, und die Regierung ist bereit, diese Entwicklung zu unterstĂŒtzen.“
Die New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) hat der japanischen Regierung dafĂŒr ein erstes Wasserstoff-Weißbuch geschrieben. Demzufolge könnte Wasserstoff rund zehn Prozent des japanischen Energiebedarfs decken. Die NEDO schlĂ€gt allerdings vor, dass bisher nicht genutzte Kohle fĂŒr die Wasserstoffproduktion herangezogen werden soll. Erneuerbare Energien kommen in dem Weißbuch nicht vor. Realistischerweise rechnet das Ministerium allerdings nicht damit, dass Brennstoffzellenautos preislich vor dem Jahr 2025 mit Hybridautos mithalten können. Mit der Etablierung einer globalen Wasserstoffproduktion wird nicht vor 2030 gerechnet.
China unternimmt wĂ€hrenddessen weitere Schritte zur Förderung der ElektromobilitĂ€t: Im Kampf gegen den dortigen Smog beschloss die chinesische Regierung, bei Elektroautos kĂŒnftig auf die Erhebung der Mehrwertsteuer zu verzichten. Wie Reuters berichtete, gab das Kabinett von MinisterprĂ€sident Li Keqiang bekannt, dass die Steuerbefreiung ab dem 1. September 2014 fĂŒr Elektroautos mit Batterie und Brennstoffzelle sowie Hybridfahrzeuge gilt und bis Ende 2017 lĂ€uft. Die Regierung in Peking beabsichtigt, bis 2020 fĂŒnf Millionen strombetriebene Autos auf die Straßen zu bringen. Im ersten Quartal 2014 wurden in China jedoch gerade einmal 7.000 E-Autos zugelassen. In Deutschland sind E-Autos zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit.

Quellenangabe:

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  1. Anfangs ist mit Brennstoffzellen-Autos nichts zu verdienen - […] Regierung, die mit umfangreichen politischen Maßnahmen die MarkteinfĂŒhrung unterstĂŒtzt (s. Japan geht bei der Förderung voran), um Toyota und…

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