Baxi Innotech kooperiert mit Toshiba

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13. August 2014

Baxi Innotech kooperiert mit Toshiba

Borchers

Dörte Borchers arbeitet jetzt fĂŒr das Schwesterunternehmen Senertec (Foto: Tobias Renz FAIR)

Nach mehreren Wochen der Unklarheit, wie die Zukunft von Baxi Innotech aussieht (s. HZwei-Heft April 2014), meldete der Hamburger Entwickler von BrennstoffzellenheizgerĂ€ten am 23. April 2014, dass die BZ-Technik fortan von der Toshiba Fuel Cell Power Systems Corporation (TFCP) beigesteuert wird. In der nĂ€chsten GerĂ€tegeneration der Gamma Premio wird somit nicht mehr auf die Stacks von Ballard zurĂŒckgegriffen, sondern auf japanische Systeme. Sten Daugaard, der neue GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Baxi Innotech, erklĂ€rte dazu: „Bei der ÜberprĂŒfung unserer Strategie zur Vermarktung von BrennstoffzellenheizgerĂ€ten stellten wir fest, dass wir einen Partner finden mussten, der unser Wissen und unsere FĂŒhrungsrolle beim Vertrieb von KWK-Systemen in Europa ergĂ€nzen wĂŒrde.“
GemĂ€ĂŸ dem im FrĂŒhjahr geschlossenen Kooperations- und Liefervertrag zwischen Baxi und Toshiba soll bis 2015 ein serienreifes Heizungssystem fĂŒr EinfamilienhĂ€user entwickelt werden. Auf der Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, GebĂ€ude-, Energie-, Klimatechnik, Erneuerbare Energien (ISH) im nĂ€chsten MĂ€rz in Frankfurt soll eine marktfĂ€hige Anlage prĂ€sentiert werden, damit dann die Vermarktung europaweit vorangetrieben werden kann. Dörte Borchers, die als letzte Mitarbeiterin des ehemaligen Vertriebs-Teams bei Baxi Innotech ĂŒbrig geblieben ist, bestĂ€tigte gegenĂŒber HZwei, dass die Toshiba-Technik jetzt gemĂ€ĂŸ den europĂ€ischen Standards ausgelegt wird, damit die Brennstoffzelleneinheit dann an das HeizgerĂ€t, das Hydraulikmodul sowie den Speicher angepasst werden kann.
Toshiba hat in den vergangenen Jahren rund 35.000 Anlagen seiner PEM-Brennstoffzellen-Systeme auf dem japanischen Markt installiert und erhofft sich als international agierendes Unternehmen nun einen Zugang zum europĂ€ischen Markt. Dies sei nach Aussage von Yukihiro Sumiyoshi, dem TCFP-PrĂ€sidenten und -Vorstandsvorsitzenden, wichtig, „da sich die technischen und sicherheitsrelevanten Kriterien in beiden MĂ€rkten wesentlich unterscheiden“.
Auf Nachfrage von HZwei sagte Borchers: „Wir hĂ€tten das mit diesem GerĂ€t hingekriegt, aber wir hĂ€tten mehr Zeit gebraucht.“ Gleichzeitig bekrĂ€ftigte sie, dass das Unternehmen „nach wie vor an die Niedertemperatur-PEM glaubt“, dass aber seit einiger Zeit „der Preisdruck steigt“. Dazu erklĂ€rte sie: „Das können wir mit den jetzigen Zulieferern nicht mehr leisten.“ Eine Umorientierung ist daher unausweichlich gewesen, da der Mutterkonzern keine weiteren Investitionen mehr tĂ€tigen wollte. Borchers kĂŒmmert sich zwar noch weiterhin um die GerĂ€te, die in den Programmen Callux und ene.field im Feld erprobt werden, der gesamte Vertrieb sowie die Produktion in Hamburg wurden jedoch beendet.

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