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27. November 2022

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H-Tec Systems stellt skalierbares Hydrogen Cube System vor

Das Unternehmen H-Tec Systems aus Augsburg hat auf der Hannover Messe 2022 das Hydrogen Cube System, kurz HCS, einem breiteren Fachpublikum vorgestellt. Das HCS erzeugt grünen Wasserstoff via PEM-Elektrolyse. Das modulare System eignet sich für große Multi-MW-Elektrolyseanlagen in energieintensiven Branchen der Industrie oder Chemie, oder um überschüssigen Windstrom zu speichern.

Die Cubes sind sowohl als geschlossene Containerlösung für die Außenaufstellung als auch offen für die Aufstellung in einem Innenraum verfügbar. Sie sind mit 18 PEM-Stacks S450 sowie integrierter Prozesswasseraufbereitung und Leistungsversorgung ausgestattet. Das System kann je nach Kundenwunsch um eine Frischwasser- und Wasserstoffaufbereitung oder eine Wärmeauskopplung ergänzt werden, erklärt der Hersteller.

Mehrere 2-MW-Cubes dieses Systems sind zu einer Multi-Megawatt-Anlage kombinierbar. Auch eine Anlage, die langfristig 50 MW erreichen soll, kann so konzipiert werden. Die Cubes erreichen laut H-Tec Systems einen Systemwirkungsgrad von 74 Prozent. Sie sind mit einer integrierten Prozesswasseraufbereitung und Leistungsversorgung ausgestattet. Ein HCS-System mit fünf Einheiten, also mit 10 MW Elektrolyseleistung, kann demnach 4.500 kg H2 am Tag produzieren. Das macht 40 bis 50 Tankfüllungen für Lastwagen oder Busse. Durch den modularen Aufbau können, wie beschrieben, mehrere Einheiten miteinander verbunden werden. Die gesamte Anlage wird dennoch weiter zentral gesteuert und überwacht.

Das HCS eignet sich laut H-Tec Systems für diverse Anwendungen in der industriellen Produktion, beispielsweise für Chemieanlagen, bei der Flottenbetankung von Lkw oder Bussen oder in der Stahlproduktion. Auch für die Parkbetreiber von Ökostromanlagen kann der Einsatz als Strompuffer eine Option sein. Ein konkretes Beispiel: Laut Berechnungen der Firma könnte ein 10-MW-HCS den CO2-Ausstoß in der Stahlproduktion um 117 Tonnen pro Tag und 42 Tausend Tonnen jährlich reduzieren.

Aufgrund des steigenden Bedarfs will die Augsburger Firma ihre Produktionskapazität weiter ausbauen. Zusammen mit dem Großanlagenbauer MAN Energy Solutions und dessem direkten Zugang zu dem Know-how von Großserien bei Volkswagen soll bis Ende 2023 eine automatisierte Fabrik zur Herstellung der Elektrolyse-Stacks fertig werden, erklärt H-Tec Systems. Demnach soll bis 2025 je nach Bedarf eine Produktionskapazität von 1.000 MW erreicht werden – und in den Folgejahren kontinuierlich ausgebaut werden, so die aktuellen Pläne.

Autor: Niels Hendrik Petersen

Kategorien: 2022 | Allgemein
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