Wasserstoff aus Deponiegas

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26. April 2022

Wasserstoff aus Deponiegas

© RGH2
H2-Forschungsreaktor-Entsorgungszentrum Leppe, © RGH2

Über Bioenergie wird nicht so viel geredet wie ĂŒber Solar- und Windenergie, wenn es um die H2-Herstellung geht. Dabei ist beispielsweise Biogas durchaus gut dazu geeignet, grĂŒnen Wasserstoff zu erzeugen. Um etwas mehr Licht ins Bioenergie-Dunkel zu bringen, haben der Bergische Abfallwirtschaftsverband (BAV) und die Rouge H2 Engineering AG (RGH2) aus Graz im Februar 2022 in der nordrhein-westfĂ€lischen Gemeinde Lindlar gemeinsam einen Forschungsreaktor in Betrieb genommen. Am dortigen Entsorgungszentrum Leppe soll in einem mehrmonatigen Testbetrieb die dezentrale Erzeugung von hochreinem Wasserstoff aus Deponiegas erprobt und weiterentwickelt werden.

Auf der MĂŒlldeponie des Entsorgungszentrums entstehen – wie es fĂŒr viele MĂŒllhalden gilt – Deponiegase mit einem durchschnittlichen Methangehalt von 45 Vol.-%. Diese Gase, die von anaeroben Abbauprozessen aus organischen AbfĂ€llen herrĂŒhren, werden aufgefangen und in einem Blockheizkraftwerk in elektrische Energie umgewandelt. BAV und RGH2 wollen nun untersuchen, welche Auswirkungen die MĂŒllzusammensetzung auf die Wasserstoffproduktion hat.

Außerdem wird das Forschungsinstitut :metabolon der TH Köln prĂŒfen, ob sich der RGH2-Reaktor zum Anschluss an die Pyrolyseanlage im thermochemischen Forschungszentrum eignet. Nach dem erfolgreichen Testbetrieb streben die Projektpartner eine großtechnische Demonstrationsanlage zur Umwandlung von Deponiegas in Wasserstoff an.

Quellenangabe:

Wasserstoff ist ein Megatrend

Das Thema Wasserstoff hat es in den vergangenen Jahren aus der Nische auf die große politische BĂŒhne geschafft. Nicht nur in...

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