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Beitrag von Sven Jösting

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5. April 2022

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H2 als Profiteur der Krise

Man muss es leider so formulieren: Der weltweite Anstieg der Preise für Öl und Gas bzw. LNG, der zudem durch die kriegerischen Handlungen Russlands hier bei uns in Europa befeuert wird, ist für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft von Vorteil, denn letztlich geht es neben den klima- und wirtschaftspolitischen Fragen und dem Preis vor allem um die Liefersicherheit und Verfügbarkeit von Energie. Somit hat diese Krise auch einen Gewinner: Wasserstoff – grünen Wasserstoff.

Denn Wasserstoff soll in immer mehr Regionen der Welt zur einer neuen Commodity – einer handelbaren Ware – werden, und zwar in großer Menge zu immer günstigeren Konditionen. Für die Batterie wächst somit ein ernst zu nehmender Wettbewerber heran, denn die Rohstoffe für die Akkumulatoren werden immer knapper und teurer, bei gleichzeitig steigenden Strompreisen. Die Batterie mit ihren vermeintlichen Vorteilen, also vor allem günstigen Mobilitätskosten, verliert zunehmend an Bedeutung.

Die derzeitige Krisenlage lässt die Investitionen in Wasserstoff – in Produktion, Lagerung, Transport und Märkte – dramatisch steigen, schließlich muss noch viel getan werden, bis eine ausreichende Verfügbarkeit gewährleistet ist. Dies spielt den Märkten rund um Wasserstoff und Brennstoffzellen massiv in die Karten, wovon wiederum die Aktien der börsennotierten Unternehmen dieser Branchen profitieren.

Energiepreise explodieren
Die ersten Monate des Jahres haben nur sehr schwache Börsenkurse für die hier besprochenen Unternehmen hervorgebracht. Trotz einer jüngst wieder spürbaren Aufwärtstendenz scheinen die festen Kurse von Anfang 2021 – noch – sehr weit entfernt, wozu auch mancher Shortseller seinen Beitrag geleistet und die schwachen Kurse noch zusätzlich gedrückt hat. Dieser Trend geht nun zu Ende und weicht einem Aufwärtstrend, denn die Unternehmen sind sehr gut aufgestellt und vermelden außerordentlich überzeugende Nachrichten, was ihre Wachstumsperspektiven, neue Produkte und Partnerschaften (JV), aber vor allem die stark steigenden Auftragseingänge für ihre schon bestehenden Produktionskapazitäten (Stacks, Elektrolyseure u. a.) betrifft.

Zogen vor allem die Aktien der Ölkonzerne aufgrund der explodierenden Energiepreise scharf an, so wird dieser Wirtschaftszweig perspektivisch von der Wasserstoffwirtschaft abgelöst werden. Dabei muss man allerdings ergänzen, dass gerade auch sehr viele Großunternehmen aus der fossilen Wirtschaft (Gas- und Ölkonzerne) das Potential von Wasserstoff erkannt haben und massiv in dieses Thema investieren, da Wasserstoff eben Öl und Erdgas ersetzen wird, wenn auch erst in vielen Jahrzehnten. Der Weg ist das Ziel.

Marktdynamik zieht an – weltweit
Täglich kommen Meldungen über neue Großprojekte und Initiativen aus Ländern aus der ganzen Welt, die die Produktion von Wasserstoff – vor allem von grünem – betreffen. Indien und andere Staaten gaben zudem zwischenzeitlich ihre hochambitionierten Wasserstoffprogramme bekannt. 26 Nationen werden dieses Jahr ihre landesspezifische H2-Strategie verkünden oder Ankündigungen in die Umsetzungsphase führen. 2021 waren es bereits 21.[…]

… gekürzte Online-Version
Den kompletten Fachbericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HZwei-Magazins.

Risikohinweis
Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: Sven Jösting, verfasst am 15. März 2022

Kategorien: 2022 | Allgemein

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