Digitale Wertschöpfung in einer grĂŒnen H2-Wirtschaft

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Von Hydrogeit

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30. August 2021

Digitale Wertschöpfung in einer grĂŒnen H2-Wirtschaft

Hybrides Wertschöpfungsmodell

Ergebnisse des Fraunhofer-Forschungsprojekts PLATON

Die Fraunhofer Institute IAO, IIS und IMW haben sich im Forschungsprojekt PLATON (Plattformökonomie in der Wasserstoffwirtschaft) mit zentralen Fragestellungen zur digitalen Wertschöpfung im Kontext grĂŒnen Wasserstoffs auseinandergesetzt und die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht. Das Ergebnis ist ein hybrides Wertschöpfungsmodell, das Unternehmen ermöglicht, die digitale Wertschöpfung systematisch mitzudenken.

Um das Ziel zu erreichen, Wasserstoff als neuen Leitmarkt in Deutschland zu etablieren und Leitanbieter von Wasserstofftechnologien zu werden, sind enorme Anstrengungen von Politik und Wirtschaft gefragt. Denn Leitmarkt bedeutet, grĂŒnen Wasserstoff langfristig zu einem bedeutenden neuen Wirtschaftssektor in Deutschland und Europa aufzubauen und als nachhaltigen Garanten fĂŒr unseren zukĂŒnftigen Wohlstand zu verstehen. DafĂŒr ist – neben den milliardenschweren Förderprogrammen der Bundesregierung und den hohen Investitionen von Unternehmen in Wasserstofftechnologien – ein stĂ€rkeres Mitdenken der digitalen Wertschöpfung erforderlich, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

Digitale Wertschöpfung mitdenken

Erst durch das Mitdenken der digitalen Welt (beginnend mit der Generierung von Daten bis hin zu plattformbasierten AnsĂ€tzen) werden sich die hohen Investitionen in den Leitmarkt fĂŒr grĂŒnen Wasserstoff bezahlt machen. Dies zeigen jedenfalls Erfahrungen aus anderen Wirtschaftsbereichen (z. B. Fertigungsindustrie, MobilitĂ€tssektor), in denen sich die Wertschöpfungsanteile zunehmend von der physischen in die digitale Welt verschieben. Attraktive Gewinne und rapides Umsatzwachstum erzielen oftmals nicht mehr diejenigen Unternehmen, die nur physische Produkte und Dienstleistungen entwickeln und vermarkten, sondern diejenigen, die ebenfalls Ideen der Daten- und Plattformökonomie erfolgreich umsetzen, in digitale Technologien wie KĂŒnstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen, Big Data und das Internet der Dinge (IoT) investieren und diese massiv in neuartige GeschĂ€ftsmodelle ĂŒberfĂŒhren.

Um Unternehmen bei der Etablierung einer digitalen Wertschöpfung innerhalb einer Wasserstoffwirtschaft zu unterstĂŒtzen, wurde im Rahmen des Forschungsprojekts ein hybrides Modell, basierend auf drei Wertschöpfungsdimensionen, entwickelt. Die ersten beiden Dimensionen beinhalten die physische Wertschöpfung, die dritte Dimension verdeutlicht die digitale Wertschöpfung.

  • Horizontale (physische) Wertschöpfung: von den erneuerbaren Energien ĂŒber den Strom zur Herstellung und Nutzung von (grĂŒnem) Wasserstoff
  • Vertikale (physische) Wertschöpfung: von einzelnen Komponenten ĂŒber Baugruppen zu kompletten Systemen
  • Digitale Wertschöpfung: von Daten aus der physischen Welt ĂŒber die KonnektivitĂ€t zu datenorientierten und plattformbasierten GeschĂ€ftsmodellen

Die horizontale (physische) Wertschöpfung umfasst alle direkten AktivitĂ€ten, beginnend mit der Erzeugung von erneuerbaren Energien (z. B. Wind, Sonne, Biomasse) ĂŒber die Herstellung, Speicherung und Transport von Wasserstoff bis zur Nutzung des Wasserstoffs in der Industrie, im Verkehr oder in GebĂ€uden.


 Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des HZwei

AutorInnen:

Dr. Tassilo Schuster – Fraunhofer-Institut fĂŒr Integrierte Schaltungen IIS, NĂŒrnberg; Dr. Sebastian Haugk – Fraunhofer-Zentrum fĂŒr Internationales Management und Wissensökonomie IMW, Leipzig; Dr. Anna-Lena Klingler – Fraunhofer-Institut fĂŒr Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart

Quellenangabe:

JCB erreicht H2-Meilenstein

Der britische Land- und Baumaschinenhersteller JCB hat im MĂ€rz 2023 die Produktion seines fĂŒnfzigsten H2-Verbrennungsmotors...

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