dena fordert Befreiung von Letztverbraucherabgaben

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27. November 2013

dena fordert Befreiung von Letztverbraucherabgaben

Stephan-Kohler-dena

Stephan Kohler (Foto: dena)


Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat wĂ€hrend der von ihr organisierten Jahreskonferenz Power-to-Gas konkrete Maßnahmen zur Förderung von PtG-Anlagen gefordert, um damit die großtechnische und wirtschaftliche Gewinnung von grĂŒnem Methan und Wasserstoff aus erneuerbarem Strom zu ermöglichen. Als wichtigsten Baustein benannte die dena die Befreiung von den so genannten „Letztverbraucherabgaben“. In dem Eckpunktepapier, das am 18. Juni 2013 in Berlin vorgestellt wurde, steht dazu: „Die derzeitige Befreiung von Letztverbraucherabgaben ausschließlich fĂŒr einzelne Aspekte des Nutzungspfads ‚RĂŒckverstromung’ schrĂ€nkt die generelle Integration von Power-to-Gas in das Energiesystem und die Erschließung weiterer Nutzungspfade wie MobilitĂ€t, Industrie und WĂ€rmeversorgung stark ein und verhindert damit die Nutzbarmachung der systemĂŒbergreifenden Lösung Power-to-Gas. Die Einstufung von Power-to-Gas als ‚Letztverbraucher’ und damit die Belastung des Strombezuges verhindert einen kostendeckenden laufenden Betrieb und damit die praxisnahe Erprobung und MarkteinfĂŒhrung dieser innovativen Technologie. Die derzeitige EEG-Systematik (§12 EEG, HĂ€rtefallregelung) gibt keine Anreize, ĂŒberschĂŒssigen Strom aus erneuerbaren Quellen zu speichern. Dieser Ansatz ist volkswirtschaftlich nicht vertretbar und bedarf daher einer dringenden Änderung.“
Zudem forderten die in der Strategieplattform zusammengeschlossenen Unternehmen und VerbĂ€nde ein gezieltes, zeitlich und mengenmĂ€ĂŸig begrenztes MarkteinfĂŒhrungsprogramm, damit ein Anreiz geschaffen wird, um bis zum Jahr 2022 rund 1.000 MW an Anlagenleistung installieren zu können. Auf diese Weise könnten nach Berechnung der dena die spezifischen Installationskosten von derzeit 3.600 Euro pro Kilowatt elektrische Leistung auf etwa 1.000 Euro/kW in 2022 gesenkt werden. DarĂŒber hinaus plĂ€dierten die Teilnehmer fĂŒr die Anrechenbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff sowie in PtG-Anlagen erzeugtem Methan auf die Biokraftstoffstoffquote und ab 2015 auf die Treibhausgasminderungsquote.
Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-GeschĂ€ftsfĂŒhrung, erklĂ€rte: „Power-to-Gas erleichtert die Integration der erneuerbaren Energien und die Vermeidung von CO2-Emissionen. Die Energie aus Windkraft- und Solaranlagen kann mit Hilfe von Power-to-Gas im Erdgasnetz gespeichert und vielseitig genutzt werden – in Fahrzeugen, Industrieanlagen, Heizungen oder Kraftwerken. Das ist ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung. Deshalb sollten wir alles dafĂŒr tun, diese Systemlösung schnell auszubauen und auf dem Markt zu etablieren. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen ist das noch nicht möglich.“
Download: dena-Eckpunktepapier vom 04.11.2013

Quellenangabe:

1 Kommentar

  1. Arno A. Evers

    Jedwede Vorschrift oder Regulierung machen
    UNSINNIGE Sachen NICHT notwendigerweise sinnvoller!
    Und ein Herr K. aus H. hat so-was von keiner Ahnung von Energie!

    Antworten

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