Ballard Power – Ab 2024 setzt überdurchschnittliches Wachstum ein

Ballard Power – Ab 2024 setzt überdurchschnittliches Wachstum ein

Bei Ballard ist es PR-mäßig noch ruhig, auch wenn da sicherlich an vielen Projekten und Piloten gearbeitet wird. Neuigkeiten erwarte ich am 17. März 2023, wenn die Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlicht werden, da dann der Vorstand immer auch eine Prognose und einen Ausblick präsentiert. Der Hochlauf der Brennstoffzelle, zum Beispiel in Lkw und Bussen und auf der Schiene, steht gerade erst am Anfang, wobei es da schon Indikationen gibt. Ballard ist da ganz vorne dabei.

Zum Beispiel im europäischen Bussektor: Der Informationsdienst Sustainable Bus meldete jüngst: 2022 wurden 4.152 batterieelektrische Busse in Europa neu in Dienst gestellt sowie 370 BZ-Busse. Von diesen 370 H2-Bussen kamen wohl 292 Stück von Ballard Power, da man wichtige OEMs mit den Modulen beliefert (106 für Van Hool, 104 für Solaris und 82 für Wrightbus). Das ist ein sehr guter Indikator für die Zukunft.

Ballard-Konkurrent Toyota hat kürzlich für 60 Busse des portugiesischen Busherstellers Caetano den Zuschlag für die Zulieferung der Brennstoffzelle an den Kunden DB Regio bekommen. Das zeigt, dass nun Einzelaufträge immer größer werden, da Kunden wie Busflottenbetreiber auf Skalierungseffekte setzen und aus dem Stadium der Pilotprojekte heraus sind. Dieser Markt beginnt gerade erst, zumal die H2-Infrastruktur nun verstärkt in Europa, in den USA sowie in Asien angegangen wird. Ballard ist hier sehr gut aufgestellt und kann liefern.

CrossWind setzt auf Ballard-BZ für 1-MW-BZ-System

Dieses Projekt wird meines Erachtens die Blaupause für viele ähnliche werden: CrossWind ist eine Kooperation zwischen Shell und Eneco. Es geht hierbei um ein Windparkprojekt an der Nordsee mit der Bezeichnung The Hollands Kust Noord offshore wind project (Gesamtleistung: 759 MW, Energiemenge: 3,3 TWh pro Jahr). Damit sollen dann nach Inbetriebnahme 1 Million Haushalte mit grüner Energie versorgt werden.

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CrossWind setzt auf viele sich ergänzende Technologien, die grüne Energie so effizient wie möglich zum Einsatz bringen. Überschussstrom wird in Batterien und Wasserstoff gespeichert – je nach Verfügbarkeit und Kapazität. Mittels der Brennstoffzellen von Ballard wird dieser Wasserstoff dann effizient in Strom für eine sichere Versorgung gewandelt. Dieses Projekt hat Vorzeigecharakter und dürfte in den kommenden Jahren sicherlich weitere Aufträge zur Folge haben. Leider wurde kein Auftragswert in Euro genannt.

Short-Seller-Attacke hat keinen Einfluss auf Ballard

Noch vor ein paar Wochen klang es so, als wenn der indische Milliardär Gautam Adani Interesse daran haben könnte, sich an Ballard zu beteiligen und dessen BZ-Stacks in unterschiedlicher Weise in Indien in den Einsatz zu bringen (da gibt es ein MoU als Basis). Er plant(e), wie auch sein Milliardärskollege Ambani (Reliance Group), mehr als 50 Mrd. US-$ über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren in den Themenkomplex Wasserstoff zu investieren. Dies ist nun nicht mehr wahrscheinlich, da Adani und sein Firmenkonglomerat von dem Shortseller-Newsletter Hindenburg Research (s. u.) mit einem für Adani desaströsen Bericht ins Visier genommen worden sind. Über 100 Mrd. US-$ Wertverlust sind die Folge. Für Ballard ist dies indes von nebensächlicher Bedeutung, da Adani weiterhin Interesse haben wird, die verschiedenen BZ-Anwendungen (Nfz, Lokomotiven, Schiffe u. a.) zum Einsatz zu bringen.

Konkret hat Adani als erstes Projekt ausgewählt, einen Minentruck H2-ready zu machen, wobei der Konzern zwar selbst der Auftraggeber für diese Umrüstung ist, aber Ashok Leyland als Tochter der Hinduja-Group das Fahrzeug stellt. Das ist eigentlich die viel bessere Nachricht, könnte Asok Leyland doch geradezu ein idealer Partner für Ballard in Indien sein. Eine gemeinsame Stack-Produktion, vergleichbar mit dem Joint Venture von Ballard und Weichai Power in China, würde sich auch idealerweise für Indien anbieten. Denn Ashok Leyland ist die Nr. 4 in der Welt für Busse, Nr. 19 bei Lkw und Nr. 2 bei kommerziell genutzten Kfz in Indien. So gesehen sind die Negativ-News zu Adani für Ballard überhaupt kein Thema. Adani ist aber natürlich weiterhin als Großkunde für Ballard interessant. Somit zeigt sich auch hier mal wieder: Alles hat zwei Seiten.

Der Fall Adani – die Macht der Shortseller

Hindenburg Research ist Ihnen schon bekannt: Das US-amerikanische Investment-Research-Unternehmen mit Sitz in New York City hat es vor allem auf börsennotierte Firmen aus dem Bereich Wasserstoff abgesehen. Hindenburg setzt via Leerverkauf auf fallende Aktienkurse der betroffenen Unternehmen und befeuert den Abwärtstrend durch eigene negative Wertpapieranalysen. Gewünschte Kurseinbrüche sind absehbar die Folge. Das ist eine Form der Kursmanipulation, da Hindenburg selbst durch eigene im Vorwege der Veröffentlichung durchgeführte Leerverkäufe partizipiert und Leerverkaufspositionen in Aktien wie auch Anleihen des Zielunternehmens, kombiniert mit Verkaufsoptionen, aufbaut – und eben dies vor Veröffentlichung des eigenen Newsletters.

Ich würde dies mit dem Begriff Frontrunning versehen, da es fast wie ein Insidergeschäft erscheint. Insider haben besonderes Wissen, dürfen dies aber nicht zum Einsatz bringen. Für mich ein klarer Interessenkonflikt. Nichtsdestotrotz hat Hindenburg (der Name soll an das gleichnamige Luftschiff erinnern) mit mancher Recherche durchaus recht, wenn dies auch im eigenen Interesse ausgeschlachtet wird und manche Interpretation fraglich ist. So wurden ja Unternehmen wie Nikola Motors (deren Lkw, der ohne Motor einen Berg herunterfuhr) bereits ins Visier genommen, woraufhin dessen Gründer das Unternehmen verlassen musste.

Im Fall Adani geht es Hindenburg um das „undurchsichtige“ Firmengeflecht, um Beteiligungen und die Finanzierung (die Höhe der Schulden) wie auch denkbare Vorteilsnahme durch die Nähe zum indischen Ministerpräsidenten Modi. Beide stammen aus derselben Provinz und gehören derselben Kaste an. Zudem könnten Zuschläge für den Bau von Flugplätzen oder Häfen ohne öffentliche Ausschreibungen erfolgt sein, so eine Annahme von Hindenburg.

In welcher Weise Hindenburg da selbst durch Leerverkäufe von Aktien der diversen börsennotierten Adani-Firmen oder Anleihen profitiert hat, wird leider verschwiegen. Klar ist, dass der Schaden für Adani nicht nur materiell gewaltig ist, sondern auch psychologisch auf ganz Indien und sein politisches System ausstrahlt. Am Ende des Tages hinterlässt all dies natürlich Spuren, wenn auch davon ausgegangen werden kann, dass Adani mit der richtigen Kommunikationsstrategie hier Informationen präsentieren wird, da das Unternehmenskonglomerat als Ganzes systemrelevant für Indien ist.

Gerade Unternehmer wie Adani können und werden Indien in Sachen regenerativer Energien und Wasserstoff nach vorne bringen. Da mag zwar ein Widerspruch darin bestehen, einerseits Kohle zu fördern und andererseits auf grüne Energien zu setzen, allerdings erfolgt hierdurch auch eine Transformation: Die Gewinne aus dem einen Bereich werden als Re-Invest für den anderen genutzt. Fortescue Future Industries des australischen Milliardärs Forrest verdient sein Geld auch mit Erzen und Rohstoffen, reinvestiert die Gewinne aber in erneuerbaren Energien. Die meisten Ölunternehmen verhalten sich ähnlich oder planen, dies zu tun, und wollen hohe Gewinne aus der Ölproduktion verstärkt in den Themenkomplex regenerativer Energien und Wasserstoff umlenken.

Glückliches Händchen bei der Beteiligung an Forsee Power

Die von Ballard 2021 eingegangene Beteiligung an dem französischen Spezialbatteriehersteller Forsee Power zahlt sich schon aus. Beachtliche 58 Prozent Umsatzzuwachs meldet Forsee für das Geschäftsjahr 2022 (111 Mio. Euro). In wenigen Jahren will man mehr als 500 Mio. Euro Umsatz machen. Ballard hatte hier bis zu 40 Mio. US-$ via Aktienkauf beim IPO investiert und hält 10 bis 20 Prozent – ohne Obligo.

Ballard und Forsee arbeiten sehr eng zusammen. Forsee ist bei allen Ballard-Busmodullieferungen der Lieferant der ergänzenden Batterien und bedient den gleichen Kundenstamm wie Ballard. Das sind echte Synergien. Beide investieren in neue Produktionsstätten in den USA, um vom IRA zu profitieren. Forsee meldet einen Auftragsbestand, der dem entspricht, was man 2022 umgesetzt hat. 2023 sollen die Batterien für 1.000 Busse (wasserstoff- und batterieelektrische) geliefert werden. Forsee beginnt zudem, die Batterien auch für Züge (steht hier Ballard über Siemens Mobility Pate?) und demnächst auch für Lkw zu liefern.

Am Rande noch dieser Hinweis: Es ist immer wieder zu hören, dass es bei Ballard so lange dauere, bis nennenswerte Umsätze oder gar ein Gewinn auszumachen seien. Das wird alles kommen. Ballard baut zielgerichtet Produktionsstätten auf (in den USA, Kanada, Europa, China). Die Auslastung der Anlagen ist nur eine Frage der Zeit. Ich erwarte diese ab 2024. In China stehen wichtige Förderprogramme für die Wasserstoffwirtschaft in den Startlöchern. Werden diese kleiner ausfalle,n als es die USA und Europa planen? Mitnichten. Ballard baut die Basis für hohes Wachstum auf.

Das ist vergleichbar mit der Entwicklung einer Mine: Erst geht es um den Standort (geologische Gutachten, Probebohrungen), dann wird in die Infrastruktur investiert und erst nach Abschluss dessen an den Rohstoffabbau herangegangen. Das dauert oft ein, zwei oder drei Jahre, bis es richtig losgeht. Bei Ballard ist die Entwicklung der Stacks bzw. der MEA die Basis. Der Bau von Produktionsstätten folgt und dementsprechend die Skalierung der Produktion. Parallel laufen Pilotprojekte. Am Ende des Tages wird die Produktion hochgefahren, das Unternehmen bedient die neu entstehenden Märkte und verdient Geld damit.

Bei Bussen und Lkw fängt es weltweit gerade erst an, dass CO2-freie (batterie- und/oder wasserstoffbetriebene) Fahrzeuge produziert werden. Ballard verfügt über die umfassendste Erfahrung in diesem Bereich, nämlich durch BZ-Busse, die weltweit schon erfolgreich im Einsatz sind (Ballard inside). Behalten Sie diese Sicht bitte im Auge, denn Börse antizipiert die Zukunft, auch wenn es mal länger dauert, bis es zum Durchbruch kommt. Schwächephasen im positiven Sinne im Kurs nutzen und step by step zukaufen, um damit einen guten Durchschnittskurs zu erzielen, bietet sich als die richtige Strategie an.

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023

Bild: Forsee Power Standort in Poitiers, Frankreich

Quelle: Forsee Power

Bloom – Unternehmenspläne lassen ein großes Potential erkennen

Bloom – Unternehmenspläne lassen ein großes Potential erkennen

Das Zahlenwerk des Geschäftsjahres 2022, aber vor allem die Auswertung der schriftlichen Fassung der begleitenden Telefonkonferenz mit Fachanalysten namhafter Investmentbanken lässt für Bloom Energy eine sehr gute Zukunft erahnen und bestätigt meine äußerst optimistische Einschätzung. Da finden sich viele Superlative beim Vorstand: „Bloom ist jetzt ein Unternehmen mit planbarem Wachstum.“ Bloom ist dabei in vielen Märkten bestens positioniert, entwickelt neue ergänzende Technologien, geht neue Geschäftsfelder an und baut die Internationalisierung (verstärkt nun auch Europa nach Südkorea) auf und aus. O-Ton: „Im Jahr 2022 haben wir rekordverdächtige Wirkungsgrade für die Wasserstoffproduktion mit unseren Elektrolyseuren demonstriert […] und für unsere vielversprechende Technologie zur Kohlenstoffabscheidung“.

Meine Schlussfolgerungen: Die erste Stufe im Aufbau der neuen Fabrik in Fremont ist gelaufen – Bloom hat 200 Mio. US-$ investiert und produziert die Stacks für die Energieserver wie auch die Elektrolyseure. Eine Verdopplung der Kapazitäten kommt noch in diesem Geschäftsjahr. Die staatlichen Zuschüsse aus dem IRA (Inflation Reduction Act) werden hierbei sicherlich genutzt. Mit 10 Mrd. US-$ Auftragsbestand (plus 1,5 Mrd. US-$) befindet sich das Unternehmen auf einem guten Weg. Man adressiert diverse Märkte, die vor allem saubere Energie liefern und Energiesicherheit schaffen, und dies im Modus 24/7.

Beispiel: Optimierungen wie ein Power-and-Heat-Ansatz lassen Abwärme sinnvoll nutzen. Dies war in den USA bislang kein Thema – wohl aber in Europa. Prozess- und Fernwärme finden ihren Einsatz und erhöhen den Wirkungsgrad der Energieserver und BZ-Kraftwerke auf rekordverdächtige 90 Prozent. Biogas als Basis für Wasserstoff, basierend auf Waste-to-Hydrogen-Technologien, wird ebenfalls ein sehr großes Zukunftsthema für Bloom. Zudem arbeiten die US-Amerikaner an Carbon-Capture-Technologien, um CO2-Emissionen zu verringern oder bei e-Fuels zum Einsatz zu bringen. Bloom will sich bei all diesen Themen besonders auf die Märkte und Weltregionen konzentrieren, in denen sich die höchsten Gewinnmargen generieren lassen.

Denkbar wäre, zu einem späteren Zeitpunkt Produktionsanlagen für die Server/Stacks auch in Europa aufzubauen, wenn die hiesige Nachfrage dies zulässt und die Produktionskapazitäten in den USA ausgelastet sind. Sollte die EU ihr eigenes IRA-Programm so definieren, dass in Europa für Europa produziert werden muss, kann dies natürlich auch Bloom animieren, eine Produktion in Europa (Lieferketten) zu etablieren. Aber das ist bislang nur Zukunftsmusik.

Gewinnmarge ist ausbaufähig

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Die Zahlen für 2022: Fast 1,2 Mrd. US-$ Umsatz und ein viertes Quartal mit Rekordumsätzen von 462,8 Mio. US-$ (bei 400 Mio. US-$ Erwartung). Zum Vorjahresquartal ein sattes Plus von 41,4 %. Die Gewinnmarge lag zwar nach der Non-US-GAAP-Berechnung bei über 30 % im vierten Quartal (23 % auf das Gesamtjahr bezogen), indes nach der GAAP-Rechnungslegung nur bei 15,4 % im Quartal 4. Der Non-GAAP-Gewinn erreichte hier 59 Mio. US-$ – indes lag der operative Verlust bei 40,6 Mio. US-$.

Der Auftragsbestand ist rekordverdächtig: 10 Mrd. US-$ (8,5 Mrd. US-$ im Vorjahr). Hier sei darauf hingewiesen, dass im GAAP-Ergebnis rechnerisch auch Bonusprogramme für Mitarbeiter, Vorstand (stock option plans; stock compensation) enthalten sind, die das Ergebnis verzerren. Mittlerweile wird die Non-GAAP-Rechnung sogar als aussagefähiger angesehen als die Rechnungslegung via GAAP. Denn bei ersterer werden Einmalfaktoren wie außerordentliche Abschreibungen (Einmalverluste) und Stock-Compensation-Plans u. a. herausgerechnet.

Bloom hat somit – vor außerordentlichen Aufwendungen – nach Non-GAAP Geld verdient: 0,27 US.$/Aktie. Die Gewinnmarge soll step by step auf 30 % ansteigen, wenn diese Einmalfaktoren bei der Berechnung im weiteren Verlauf der kommenden Jahre geringer ausfallen.

Der Bargeldbestand betrug am Ende des letzten Geschäftsjahres 500 Mio. US-$ und wird in Kürze (erstes Quartal) um weitere 313 Mio. US-$ steigen, da sk Group/sk ecoplant die zweite Rate für die Beteiligung an Bloom zu überweisen plant.

Analysten sind gespalten, aber positiv gestimmt

Die eine Seite der Analysten bewertet die Ist-Situation (aktuelle Quartalszahlen, Gewinnmargen), die andere die Perspektiven aufgrund der bestehenden Grundlagen und Unternehmensprognosen. So ist zu hören, dass Analyst Mark Strouse von J.P. Morgan das Kurspotential nach der Veröffentlichung der Zahlen des vierten Quartals mit einem Zielkurs von 29 auf 27 US-$ gesenkt hat. Sein Rating: von outperform zu neutral.

Strouse sieht die Gewinnmargen noch nicht auf dem vom Unternehmen selbst prognostizierten Level, während sein Kollege von Morgan Stanley im Gegenzug seine Einschätzung auf Outperform erhöht hat. Sein Ziel in der Aktie: 35 US-$. Bloom sei in allen wichtigen Bereichen seines Marktes sehr gut aufgestellt und verfüge über ein hohes nachhaltiges Wachstumspotential.

Man kann auch sagen: Der eine sieht ein halbleeres Glas und der andere ein halbvolles. Mir sind vor allem die Perspektiven wichtig und nicht ein einziger Quartalsausweis bzw. ein einziges Geschäftsjahr. Die Richtung muss stimmen.

Kritische Betrachtungen

Der Aktienkurs stieg am Tag der Veröffentlichung intraday um fast zehn Prozent, fiel dann aber in den Folgetagen wieder zurück. Dies ist meines Erachtens der Meinung manchen Marktteilnehmers und Analysten geschuldet, dass die Gewinnmarge noch nicht den Vorgaben und Prognosen entspricht. Zudem muss man den hohen Auftragsbestand etwas relativieren, da hierin – 7,2 von 10 Mrd. US-$ – langfristige Serviceverträge enthalten sind.

Das Themenfeld Elektrolyse wird entgegen den Erwartungen erst ab dem Jahr 2024 wirklich nennenswerte Umsätze generieren können. Da hatte man bereits für 2023 hohe Erwartungen. Der hohe Short-Interest, ausgedrückt in den leer verkauften Aktien, darf auch nicht übersehen werden, da Shortseller kein Interesse an steigenden Notierungen haben und via Trading Einfluss auf die Kursentwicklung behalten werden (Grundlage erhöhter Kursschwankungen). Gute Nachrichten (Auftragseingänge, technologische Durchbrüche) sind die Grundlage für tendenziell steigende Kurse und vor allem für die Erträge (Gewinnmargen) daraus.

Der Ausblick stimmt

Bloom weitet massiv die Kapazitäten für Stacks für Energieserver und Elektrolyseure aus. Nach einer Verdoppelung von 300 MW auf 600 MW p. a. nur bei den Energieservern wird dies in gleicher Weise bei den Elektrolyseuren fortgesetzt. Die Produktion läuft der Nachfrage nach BZ-Kraftwerken (Energieservern) hinterher und lässt ein kräftiges langfristiges Wachstum unterstellen. Der Übergang in die Gewinnzone (nachhaltig und stark steigend) wird unseres Erachtens ab 2024 eintreten, da dann auch die Kapazitäten für die Elektrolyseure auf den Markt kommen. Bloom könnte dann auch selbst zum H2-Produzenten werden und vom IRA-Zuschuss in Höhe von 3 US-$ pro kg H2 profitieren.

Durch die permanente Optimierung und das Heben von Kostensenkungspotentialen (Skalierung) wird diese Entwicklung auf den Ertrag im positiven Sinne durchschlagen. Bloom erwartet 40 Prozent der Umsätze im ersten Halbjahr 2023 und 60 Prozent im zweiten Halbjahr (genehmigungsverfahrenstechnische Einflüsse). Der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr soll bei 1,4 bis 1,5 Mrd. US-$ liegen, was einem Wachstum von 17 bis 25 % und leider nicht den ursprünglich avisierten mehr als 30 Prozent entspricht. Aber damit kann man auch gut leben. Mittel- bis langfristig soll das Wachstum indes 30 Prozent und mehr erreichen.

Sieht man das Gesamtbild aller Entwicklungen (weltweite Energiesicherheit und -nachfrage, Wasserstoff, Klimafragen, Förderprogramme wie den IRA), wird Bloom zu den Gewinnern zählen, was sich in stark steigenden Auftragseingängen und letztendlich auch Gewinnausweisen widerspiegelt. Neue Themenfelder wie der Einsatz der SOFC-Energieserver in Schiffen, die Themen Carbon-Capture und Power-&-Heat wie auch Waste-to-Hydrogen sind von Bloom technologisch adressiert. Hieraus lassen sich neue Auftragspotentiale erwarten.

Wichtig für das Investment: Zeit und Geduld. Temporär schwache Kurse eignen sich für Zukäufe. Mein bzw. ein Schlüsselinvestment in Sachen Wasserstoff und Brennstoffzelle. Gründe für Kursfantasie sind mannigfaltig vorhanden, so dass man von einem guten Chance-Risiko-Verhältnis ausgehen kann.

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023


Bild: 200-kW-Microgrid-Lösung von Bloom
Quelle: Bloom

FuelCell Energy – Zahlenwerk überzeugt noch nicht

FuelCell Energy – Zahlenwerk überzeugt noch nicht

Die Zahlen für das vierte Quartal 2022 (Fiskaljahr 31.10.): Der Umsatz stieg zwar um 88 % auf 130,5 Mio. US-$ im Gesamtjahr (39,2 Mio. US-$ nach 13,9 Mio. US-$ im vierten Quartal), indes ist der Verlustausweis mit minus 147,2 Mio. US-$ kritisch zu bewerten. Beim Umsatz sind meines Erachtens Sonderfaktoren wie ein abzuwickelnder Auftrag des Ex-Partners Posco in Südkorea zu berücksichtigen.

Der Auftragsbestand fiel im Gesamtjahr von 1.288 Mrd. US-$ auf 1.090 Mrd. US-$. Einzig positiv der Bargeldbestand, der auf 458.1 Mio. US-$ (31.10.) gegenüber 432,2 Mio. US-$ erhöht wurde. Dies hängt mit einem ATM-Programm zusammen, wodurch laufend Aktien über die Börse platziert werden. Da stellt sich mir die Frage, warum die Börse, die Anleger, dies so mittragen?

Positiv zu bewerten sind die Aussagen, wonach man eine führende Elektrolysetechnologie (SOFC) besitze und damit perspektivisch Wasserstoff zu sehr günstigen Bedingungen produzieren könne. Das Unternehmen investiert in verschiedene Produktionsstätten in den USA wie auch in Kanada. Die Kooperation mit ExxonMobil, bezogen auf die Carbon-Capture-Technologie von FuelCell Energy, geht weiter, wenn auch mit geringerem Invest seitens ExxonMobil.

ExxonMobil steht derweil massiv in der Kritik, Greenwashing mit seinen Klimaaktivitäten (CO2-Emissionen u. a.) zu betreiben. Der Charakter dieser Forschungspartnerschaft ist nicht ganz klar durchschaubar. Welches potentielle Auftragsvolumen steht für FuelCell Energy hiermit in Verbindung?

Gute Nachrichten betreffen Projekte, die nun in die Umsetzung gehen: Mittels PPA (Power Purchasing Agreement) verkauft FuelCell Energy Strom der US Navy „Groton Sub Base“ (6 MW) an die Conneticut Municipal Electric Energy Cooperative.

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FuelCell Energy betreibt immer mehr BZ-Kraftwerke in Eigenregie, d. h., es verkauft die Energie mittels langfristiger Abnahmeverträge. Für Toyota wird in Long Beach eine 2,3-MW-Anlage betrieben, die Strom, Wasserstoff und Wasser produziert. Pro Jahr kann das Unternehmen 41,5 MW an Leistung liefern, 2023 sollen es 45 MW werden. Das erste Ziel ist eine Jahresleistung neuer Anlagen von 100 MW und eine Fertigungskapazität, die 200 MW pro Jahr erreichen soll.

FuelCell Energy positioniert sich somit als Player im Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft und wird durch den Inflation Reduction Act Förderung erhalten. Die Carbon-Capture-Technologie soll nach Aussagen des Unternehmens eine führende sein. Die Aktie wird ihren Weg gehen, aber das permanente ATM-Programm gibt mir zu denken.

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023


Bild: FuelCell-Energy-Plattform auf dem U-Boot-Stützpunkt der US-Marine in Groton
Quelle: FuelCell Energy

 

Nikola – Bei emissionsfreien Lkw die Nase vorn

Nikola – Bei emissionsfreien Lkw die Nase vorn

Am 25. Januar dieses Jahres fand der Analyst-Day in der Firmenzentrale in Phoenix statt und war – so meine Wahrnehmung – ein großer Erfolg für Nikola. Per Streaming konnte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie sich über 300 Vertreter von Logistikunternehmen, Zulieferern, Energieunternehmen sowie aus der Politik und den Medien sich ein Stelldichein gaben, um sich über die Pläne von Nikola direkt vor Ort zu informieren.

Dort hieß es, HYLA solle die neue Kernmarke von Nikola für Wasserstoff werden. Dieser Name ist eine Kombination aus den ersten Buchstaben des englischen Wortes für Wasserstoff (Hydrogen) und der Endsilbe von Nikola. CEO und Präsident Michael Lohscheller erklärte: „Nikola ist das einzige Unternehmen, dem es gelingt, ein revolutionäres neues Produkt, den Wasserstoff-Brennstoffzellen-Lkw, und die gesamte Lieferkette für die H2-Energieinfrastruktur unter einem Dach zu vereinen.“

Am 23. Februar 2023 wurden die Zahlen für das vierte Quartal 2022 und damit das Gesamtjahr 2022 veröffentlicht: Der Umsatz erreichte in 4/2022 nur 6,5 Mio. US-$, (Erwartung: 32 Mio. US-$). Der Jahresverlust 2022 betrug 784,2 Mio. US-$ (darin enthalten sind 255,4 Mio. US-$ stock-based compensation).

Die Erklärung für den geringen Umsatz in diesem Quartal 2022 ist, dass Nikola nur 20 batterieelektrische Lkw ausgeliefert hat. Der Großteil der produzierten Fahrzeuge wurde als Inventory zurückgehalten – aus gutem Grund: Die Tre BEV wurden so optimiert, dass die Kosten um über 100.000 US-$ pro Truck gesenkt werden konnten. Eine gewaltige Einsparung, wenn man bedenkt, dass ein solcher Truck gut 380.000 US-$ in der Anfangsversion kostet, wobei Förderbeträge bis zu 190.000 US-$ pro Fahrzeug möglich sind.

„Die Leute denken immer, wir seien ein Lkw-Unternehmen, aber vielleicht sind wir in Wirklichkeit ein Energieunternehmen mit einer Lkw-Sparte. Die Infrastruktur[SG1]  ist wahrscheinlich wichtiger als der Lkw selbst. Deshalb versuchen wir, beim Thema Wasserstoff in die andere Richtung zu denken.“

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Michael Lohscheller, Nikola-CEO

Der Einsparerfolg beruht auf einer Kombination aus der Optimierung beim Energiemanagement, der Software, den Batterien, dem Materialeinsatz und dem geringeren Personaleinsatz durch Automatisierung. So gesehen ist weniger Umsatz auch weniger Verlust und bedeutet für die Käufer der BEV einen günstigeren Kaufpreis. Fest steht, dass hier erst mit der Skalierung Geld verdient wird. Viel wichtiger indes ist der Ausblick, da im zweiten Halbjahr die Tre FCEV (H2-Trucks) auf den Markt kommen.

Der Jahresverlust 2022 betrug 784,2 Mio. US-$. Darin enthalten indes 255,4 Mio. US-$ stock-based compensation. Neben 323 Mio. US-$ Bargeld (frei verfügbar und restricted) stehen am Jahresende 2022 weitere Mittel zur Verfügung: 232,2 Mio. US-$ aus dem laufenden ATM-Programm, weitere 75 Mio. US-$ aus einer Wandelanleihe, 312,5 Mio. US-$ aus der auf Aktien basierenden Kreditlinie des VC Tummin, so dass insgesamt 942,7 Mio. US-$ an liquiden Mitteln für 2023 zur Verfügung stehen, was ausreicht, um das Jahr durchfinanzieren zu können (Selbstauskunft des Unternehmens). Zudem werden Vorschusszahlungen bei zu liefernden Tre FCEV und den BEV erwartet.

Für das Gesamtjahr 2023 wird nun die Auslieferung von 250 bis 350 Tre BEV und 125 bis 150 Tre FCEV erwartet, was einem Jahresumsatz von 140 bis 200 Mio. US-$ entspricht. 2024 könnte der Umsatz bereits die Marke von 1 Mrd. US-$ überschreiten, da die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen ansteigt und Nikola die Früchte einer automatisierten Produktionslinie allmählich ernten kann.

Um dem Henne-Ei-Problem zu begegnen, produziert Nikola selbst Wasserstoff – auch mit Partnern – und baut die notwendige Infrastruktur auf. Bis 2026 sollen mindestens 60 firmeneigene Wasserstofftankstellen etabliert sein. Zudem hat Nikola eine mobile Wasserstofftankstelle konzipiert, die 960 kgH2 verfügbar hält. Die Tankzeit pro Lkw beträgt unter 20 Minuten.

Nikola will mittel- bis langfristig vor allem an dem Consumable Wasserstoff Geld verdienen, und dies mit steigender Menge und Ertragspotential. Der Inflation Reduction Act (IRA) der Regierung Biden bildet dafür den Turbo, da durch ihn grüner Wasserstoff mit 3 US-$ pro kg subventioniert wird. Vielleicht kommt ein ähnliches Programm auch in Europa, wo Nikola zusammen mit Partner Iveco E.ON mit ins Boot geholt hat, um Wasserstoff für die Betankung der Lkw bereitzustellen.

Seit Februar beim CRAB-Programm „gelisted“

Die wasserstoffbetriebenen Lkw von Nikola sind für die Förderung durch das CARB (California Air Resources Board) im Rahmen des Programms HVIP (Hybrid and Zero-Emission Truck and Bus Voucher Incentive Project) zugelassen worden. Daraus ergibt sich eine finanzielle Förderung von 240.000 bis zu 288.000 US-$ pro Fahrzeug in diesem wirtschaftsstärksten US-Bundesstaat der USA.

Die US-Regierung gibt zudem über den IRA weitere 40.000 US-$ pro Lkw dazu. (Für batterieelektrische Modelle liegt die Förderung durch CARB bei 120.000 bis 150.000 US-$ pro Stück plus 40.000 US-$ über IRA). Parallel hat der IRA noch weitere Förderungen vorgesehen, die sich auf die Produktion von Wasserstoff ebenso beziehen wie auf die Produktionsanlagen der Lkw (batterieelektrisch und wasserstoffbetrieben).

Per HYLA hat sich Nikola bereits perspektivisch eine Tageskapazität von 300 metrischen Tonnen Wasserstoff pro Tag (TPD = tons per day) geschaffen. Nikola positioniert sich über verschiedene Wege und Produktionsarten und stellt H2-Liefersicherheit her, ohne von einem einzigen Zulieferer abhängig zu sein. Ohne den Wasserstoff als Consumable lassen sich die BZ-Trucks nicht verkaufen – das Henne-Ei-Problem ist gelöst.

DOE-Kredit über 1,3 Mrd. US-$ als Gamechanger

Dieser Kredit im Rahmen des IRA wäre perfekt für Nikola. Das Unternehmen ist geradezu dafür prädestiniert, diese Mittel zu erhalten und damit in die Wasserstoffinfrastruktur und -herstellung zu investieren. Ob es im Endeffekt 1,3 Mrd. US-$ sein werden, nur ein Teil davon oder das Ganze in Tranchen über mehrere Jahre, ist nebensächlich. Wichtig ist der psychologische Effekt, denn wenn Nikola dieses Geld zur Verfügung steht, ist die Gesamtliquidität in einem gesunden Zustand. Die Bonität dieses Start-ups erfährt dann eine spürbare Verbesserung. Die Refinanzierung des Kredites könnte peu à peu über die Jahre durch die Ausgabe von Aktien refinanziert werden, so dass aus Fremdkapital dann Eigenkapital wird. Aber das sind vorerst nur meine Erwartungen – ohne Obligo.

LoI für 100 BZ-Lkw von GP Joule

Mit dem deutschen Allrounder in Sachen regenerativer Energien, GP Joule, hat Nikola kürzlich eine Absichtserklärung (Letter of Intent) für die Lieferung von 100 wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen unterzeichnet. GP Joule betreibt Wind- und Solarparks, baut ein eigenes Netz an Wasserstofftankstellen auf und setzt auf eine eigene H2-Produktion. Eine perfekte Kombination, so unser Fazit. GP Joule hatte zudem eine Absichtserklärung mit einem Rahmenvertrag für 5.000 wasserstoffbetriebene Lkw mit Clean Logistics abgeschlossen – wir berichteten –, die nach den negativen Entwicklungen der vergangenen Wochen nicht mehr realisiert werden kann, da Clean Logistics Konkurs anmelden musste (s. S. 6). Es gibt eben nur ganz wenige Lkw-Hersteller, die absehbar dazu in der Lage sind, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zu liefern. Nikola ist da eine gute Wahl. Diese für den europäischen Markt bestimmten BZ-Lkw werden aber wohl erst 2024 zur Auslieferung kommen.

Partnerschaft mit Fortesuce Future Industries

Auch mit Fortescue Future Industries (FFI), dem Unternehmen des australischen Milliardärs Forrest, arbeitet Nikola zukünftig bei der Wasserstoffproduktion zusammen. Beide Unternehmen planen eine Kooperation bei Wasserstoffprojekten. Konkret geht es um Buckeye/Phoenix, wo eine eigene Wasserstoffproduktion geplant ist. Hier ist es sogar denkbar, dass sich FFI mit 51 Prozent (Nikola 49 Prozent) beteiligt, während sich Nikola das Recht ausbedingt, über den Wasserstoff voll verfügen zu können. Nikola hat bereits in Form von Grundstückskäufen über 16 Mio. US-$ investiert.

Plug Power hat indes 75 wasserstoffbetriebene Lkw bei Nikola bestellt. Außerdem hieß es, man wolle da auch in der Wasserstoffbelieferung (Nikola als Kunde von Plug) zusammenarbeiten. Plug liefert die Technik für die Wasserstoffverflüssigung. Nikola geht somit verschiedene sich ergänzende Wege, um Wasserstoff in den notwendigen Mengen verfügbar zu machen und in keine Abhängigkeit zu geraten.

CTO Christian Appel bei Mission Hydrogen

Im Rahmen der Vortragsreihe bei Mission Hydrogen sprach Christian Appel, Chief Technical Officer (CTO) von Nikola, und präsentierte den Status und die Pläne des Unternehmens. Appel war in leitender Funktion bei Unternehmen wie Bosch tätig. Nikola ist seinen Ausführungen zufolge perfekt positioniert, um bei der Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs eine wichtige Rolle einzunehmen. Immerhin habe man bereits gut 2 Mrd. US-$ in die Produktionsstätten und den Aufbau des Unternehmens mit aktuell circa 1.500 Mitarbeitern investiert.

Die wasserstoffbetriebenen Lkw kommen im zweiten Halbjahr 2023 auf den Markt. Testfahrzeuge sind bereits unterwegs und bei Kunden wie Walmart und Anheuser Busch im Tageseinsatz. Wie es aussieht, wird Nikola einen der ersten in Großserie produzierten BZ-Lkw anbieten. Mit 70 kg Wasserstoff wird dann eine Strecke von 500 Meilen zurückgelegt werden können.

Besondere Absicherung

Nikola setzt beim Energiemanagement in wasserstoffbetriebenen Lkw auch auf KI, denn Batterie und Brennstoffzelle müssen perfekt, je nach Beschaffenheit der Straßen und Leistungsanforderung, aufeinander abgestimmt sein: Mal wird der Wasserstoff für den Elektromotor über BZ eingesetzt, mal kommt der Strom aus der Batterie, mal wird diese während des Fahrens wieder aufgeladen. Ein wichtiger Einflussfaktor ist, ob sich der Truck auf ebener Strecke befindet oder im Gelände oder in den Bergen. Auch Klimazonen werden berücksichtigt.

Was die Sicherheit angeht, setzt Nikola nicht nur auf staatlich festgelegte Regularien und Industriestandards, sondern zusätzlich auch noch auf eigene Kriterien, u. a. für Crash-Tests. Die Tanks haben nicht nur eine besondere Beschichtung (thermal protective coating), sondern sind in ein System aus Sensoren eingebunden, das wie ein Airbag funktioniert (crash-detection-system). Zudem sind die Wasserstofftanks besonders abgesichert (u. a. bei Auffahrunfällen) und halten großer Hitze bis zu 1.000 °C, zum Beispiel in einem Tunnel, für mehr als 30 Minuten Stand.

Sicherheitssoftware-System

Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit setzt Nikola auf das PlusDrive-System. Hierbei handele es sich um ein Assistenzsystem für den Lkw-Fahrer, welches die eigene Software perfekt ergänze, erläuterte der Lkw-Hersteller. Der Fahrer entwickle sich zu einem Piloten, der in seinem Cockpit sitzt. Da geht es um viel mehr als nur um Fahrspursensorik. Das System berechnet Fahrstrecken, setzt die Geschwindigkeit – je nach Straßenzustand und Verkehr – fest, und Sensorik hilft, Unfälle zu vermeiden. Mittels verschiedener Kamerasysteme hat der Fahrer alles im Blick, bis hin zum Einsatz von Radar. Selbst der Zustand des Wasserstoffs wie auch der Ladung unterliegt einer permanenten Überwachung. Der Fahrer wird gewarnt – sei es vor Fußgängern, Radfahrern, anderen Fahrzeugen oder dem Straßenzustand. PlusDrive gilt als ein Frontrunner dieser Technologie zum Einsatz in Nutzfahrzeugen, und Nikola ist einer der ersten Nutzer. Die Umsetzung soll bis Ende 2024 erfolgen.

Perspektiven

Im zweiten Halbjahr wird der wasserstoffbetriebene Tre FCEV Class 8 auf den Markt kommen. Gamma-Exemplare für Testzwecke sind bereits bei Kunden im Testlauf. Seitens Nikola heißt es dazu: „Wir sind der Meinung, dass wir das einzige kommerzielle EV-Unternehmen sind, das eine integrierte Mobilitätslösung bestehend aus Lkw und Energie anbietet.” Nikola profitiert nicht nur vom Zuschuss für H2 in Höhe von 3 US-$ pro kg (IRA), sondern zusätzlich von einem weiteren Zuschuss in Höhe von 1 bis 2 US-$/kg in Kalifornien (LCFS). In wenigen Jahren will das Unternehmen 300 Tonnen pro Tag produzieren und verkaufen, das bedeutet 400 bis 500 Mio. Jahresumsatz. Damit lassen sich 7.500 Lkw pro Tag betanken.

Mobile H2-Tankstellen können für zwei Drittel des Preises einer festen Tankstelle produziert werden und lassen erhöhte Flexibilität zu. Vier davon sind aktuell in der Abnahme. Die Integration von Romeo Power (Batterien) verläuft planmäßig. Hier geht es um die Automatisierung der Batterieproduktion wie auch der Integration der BZ-Stacks (Bosch) in einer Produktionslinie für beide Lkw-Varianten mit erheblichem Kostensenkungspotential.

Nikola peilt 1,7 Prozent Marktanteil in den USA 2026 an

Der Lkw-Bauer erwartet, insgesamt 1,7 Prozent aller Class-8-Trucks in den USA zu verkaufen. Laut ACT Research werden 2026 ungefähr 360.000 LKW dieser Klasse in den USA nachgefragt. Das bedeutet: 1.000 bis 1.250 BEV und 5.000 bis 6.000 FCEV. Damit würde Nikola dann Umsätze in Milliardenhöhe erzielen. Der Umsatz mit Wasserstoff soll 2026 immerhin 450 bis 500 Mio. US-$ erreichen. Ab 2025 plant das Unternehmen, nachhaltig steigende Gewinne zu erzielen.

Mein Fazit

Für mich hat die Aktie von Nikola Motors von den analysierten H2-Aktien das höchste Kurspotential. Das Investment in diese Aktie ist zugleich sicherlich das spekulativste, da man das Unternehmen als Start-up verstehen und einschätzen muss. Wenige gute Nachrichten können sofort zu größeren Ausschlägen nach oben führen, da der Kurs sehr stark von Shortsellern beeinflusst wird (circa 105 Mio. Aktien sind per 2. März. 2023 leer verkauft, das entspricht über 25 Prozent des Free Floats).

So hat STA Research die Aktie auf „strong buy“ aufgewertet – mit erstem Kursziel von 5 US-$. Die durchschnittliche Erwartung von sechs Analysten sieht die Aktie bei 8,20 US-$ im Laufe der kommenden zwölf Monate. Ich teile diese Erwartung. Bedingt durch die Zahlen für das 4. Quartal haben aber Deutsche Bank (3 US-$) und Wedbush (4 US-$) ihre Kursziele erst einmal reduziert. Für mich sind dies Momentaufnahmen, da jedes Quartal zu neuen Einschätzungen führt, man aber das Investment in ein Start-up perpektivisch sehen sollte.

Das richtige Wachstum beginnt im zweiten Halbjahr dieses Jahres mit der Auslieferung des Tre FCEV (und dem Verkauf von Wasserstoff) und wird dann in den kommenden Jahren gewaltig ausfallen können. Nikola muss aber neue Liquidität beschaffen, was ich angesichts der Perspektiven und Partner für unproblematisch halte. Gerade schwache Kurse bleiben Kaufkurse. Es handelt sich aber zweifelsohne um ein hochspekulatives Investment. Sehen Sie sich selbst als Investor der ersten Stunde, der in ein Start-up investiert. Bei Tesla waren die Anfangsjahre sehr schwierig, bis dann der Höhenflug einsetzte.

Wird Nikola also ein zweites Tesla – nur eben für Lkw?

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023

Bild: Abb. 5: Auch Partner Iveco geht in Richtung Elektrifizierung

Cummins – Wasserstoff bestimmt zunehmend das Konzernbild

Cummins – Wasserstoff bestimmt zunehmend das Konzernbild

Könnte sich der Konzern Cummins Engine zu einem One-Stop-Shopping-Unternehmen in Sachen Wasserstoff entwickeln? Der Konzern arbeitet an einer Reihe von Produkten und Anwendungen, die zu Zero-Emission führen sollen, so z. B. an Motoren für e-Fuels oder Wasserstoff, im Bereich Elektrolyse wie auch der Stack-Produktion für Lkw/Nfz und an Schienenfahrzeugen und Schiffen.

Bei der Elektrolyse konnte Cummins den Auftragsbestand 2022 auf 300 Mio. US-$ verdreifachen.  Cummins wird einen PEM-Elektrolyseur für ein 35-MW-Projekt für Linde in den USA, Niagara Falls, liefern. Das Unternehmen ist gut positioniert. Man setzt auf verschiedene Entwicklungen, was man daran erkennen kann, dass Cummins alle Elektrolysevarianten anbietet – also von PEM über SOFC bis hin zu alkalischer – je nach Kundenwunsch und Projektspezifikation.

26,2 Mrd. US-$ Umsatz und 2,2 Mrd. US-$ Nettogewinn (15,12 US-$ pro Aktie) 2022 sprechen für sich. Das prognostizierte jährliche Wachstum liegt bei durchschnittlich 10 bis 15 %. Der Bereich New Power ist noch klein, wird aber perspektivisch erheblich zulegen, so ein Take aus der letzten Bilanzpressekonferenz. Sehr wahrscheinlich kauft Cummins hier auch strategisch durch Akquisitionen zu, wie man das in anderen Bereichen des Konzerns bereits macht. Über 2 Mrd. US-$ Jahresgewinn lassen da viel Fantasie entstehen.

Anmerkungen in eigener Sache

Ich werde oft gebeten, in diese Analyse weitere Unternehmen einzubeziehen und auch Titel wie Nel Asa, SFC, ITM Power, Powercell u. v. a. zu besprechen. Viele dieser Player besitzen aber für mich – subjektiv – leider nicht den Charme der hier besprochenen Akteure.

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Es gibt viele interessante Anwendungen: Stromversorgung für Windmesssystem von SFC

Die Konzentration auf einige wenige Player aus dem H2-Kosmos drängt sich auch angesichts der Informationsfülle auf, wobei es nicht nur um Kennzahlen und Wachstumsperspektiven geht. Insgesamt werden alle Akteure vom Megatrend Wasserstoff profitieren – auch in der Aktienkursentwicklung.

Es sei der Hinweis erlaubt, dass Anleger all diese Werte zusammen mit denen großer Unternehmen, wie denen aus der Gasindustrie (Linde, Air Products, Air Liquide), über Fonds und ETFs erwerben bzw. darin anlegen können. Die meisten Anleger tun eh gut daran, sich im Themenkomplex Wasserstoff in Form von Fonds zu engagieren, statt mit Einzeltiteln zu spekulieren (Risikotoleranz). Das Cost-Average-System eignet sich da hervorragend, da man zum Beispiel feste monatliche Beträge investieren kann, dadurch einen guten Durchschnittskurs erreicht und am Megatrend Wasserstoff damit mittel- bis langfristig gutes Geld verdienen und eine hohe Rendite erzielen wird. Jede Bank bietet dazu passende Fonds an oder vermittelt diese.

Meine Analyse hat ergeben, dass viele H2-Fonds die gleichen H2-Aktien auch im Verhältnis im Depot halten, da es ohnehin noch nicht so viele börsennotierte Unternehmen in dieser Branche gibt. Mein eigenes Wikifolio BZVision (BZ steht für Brennstoffzelle) bei www.wikifolio.com ist hingegen sehr konzentriert, hochspekulativ und hat nur die drei Werte Bloom Energy, Ballard Power und Nikola Motors im Portfolio.

Der Grund für diese spekulative Asset-Aufteilung: Diese drei Unternehmen zusammen decken den Themenkomplex Wasserstoff perfekt ab. Das bezieht sich auf die verschiedenen Märkte, die Anwendungen und die H2-Produktion. Diese Aktien besitzen für mich subjektiv – das größte Potential in den kommenden Jahren.

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023

Bild: Cummins‘ 135-kW-Brennstoffzellensystem für Nfz
Quelle: SFC

Plug Power – Zu viele Superlative, enttäuschende Entwicklung

Plug Power – Zu viele Superlative, enttäuschende Entwicklung

Der Analyst-Day am 25. Januar 2023 brachte leider nicht viele neue Erkenntnisse. Die Unternehmensvertreter beschworen eine glänzende Zukunft und sehen sich als einen führenden Player in Sachen Wasserstoff. Manche Prognose und manches selbstgesteckte Ziel könnten mehr Realitätssinn vertragen, so mein subjektives Gefühl. Leider gibt es immer wieder Rückschläge, die getroffene Prognosen wieder einkassieren.

So hat Plug den Plan, mit der australischen Fortescue Future Industries (FFI) des Milliardärs Forrest eine gemeinsame Gigafactory (50:50) für Elektrolyseure in Australien zu bauen, verworfen. Beide Unternehmen behaupten von sich, die jeweils bessere Elektrolysetechnologie zu besitzen. FFI setzt auf eigene PEM- und alkalische Elektrolyse und plant, die hauseigene Elektrolyse für Großprojekte zu nutzen. Das Gemeinschaftsprojekt in Queensland wurde indes beendet. Hier sollte eine Jahreskapazität in Höhe von 2 bis 3 GW entstehen.

FFI will Plug für kleinere Elektrolyseurprojekte jedoch weiterhin Aufträge geben. Unabhängig davon, dass ich gar nicht wusste, dass FFI eine eigene Elektrolyse-Technologie nebst Produktionsanlagen besitzt, wirft diese abrupte Beendigung der Zusammenarbeit durchaus Fragen auf, denn Plug hatte ja bereits entsprechende Kooperationen angekündigt. Was bedeutet dies dann für Plugs schon abgegebene Zukunftsprognosen?

Stacks und Elektrolyseure gehen in Produktion

Mit politischer Prominenz, dem Senator Chuck Schumer (Demokraten), wurde am 12. Januar 2023 der Vista Tech Campus (Albany) von Plug Power eingeweiht. 125 Mio. US-$ hat Plug hier investiert. Diese Produktionsstätte lässt sich erheblich ausbauen. Ein ähnliches Investment hat Plug vergangenes Jahr in Rochester getätigtt. Nach Aussage des CEO Andy Marsh ist, sinngemäß, jede Produktionsstätte einzigartig. In Rochester werden Brennstoffzellen für Gabelstapler gefertigt. Der Vista Tech Campus wird bereits dieses Jahr aufgrund sehr hoher Nachfrage voll ausgelastet sein, so ein Statement.

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Gerade einmal 220,7 Mio. US-$ Umsatz (48 Mio. US-$ weniger als erwartet) brachte das vierte Quartal 2022. Unter dem Strich ein Minus von 1,25 US-$ pro Aktie (GAAP). Nun peilt man 1,4 Mrd. US-$ in diesem und 2,1 Mrd. Umsatz 2024 an. Liest man den 10-K (Geschäftsbericht), so wird auf sehr viele Risiken hingewiesen, die Plug adressiert (10-K kann man über die Website von Plug herunterladen).

Dass Amazon seine Bestellung von GenDrive für Gabelstapler 2022 um fast 55 Prozent gegenüber 2021 gesenkt hat, ist bemerkenswert. Besonders interessant ist der Blick auf den Bargeldbestand, da daraus das starke Wachstum finanziert wird (Produktionsstätten für BZ-Stacks, Elektrolyseure und Wasserstoff wie auch diverse Akquisitionen). 2022 ist der Bargeldbestand auf 2,15 Mrd. US-$ gesunken, wobei davon 858 Mio. US-$ „restricted cash“ sind, also als Sicherheit für Sale-and-Leaseback-Projekte dienen. 2023 sollen 1 Mrd. US-$ investiert werden. Steht da womöglich die nächste Kapitalerhöhung via Neuausgabe von Aktien an?

Analysten sehen die Aktie im Durchschnitt nun bei 22 US-$ (27 US-$ vorher).

Risikohinweis

Jeder Anleger muss sich immer seiner eigenen Risikoeinschätzung bei der Anlage in Aktien bewusst sein und auch eine sinnvolle Risikostreuung bedenken. Die hier genannten BZ-Unternehmen bzw. Aktien sind aus dem Bereich der Small- und Mid-Caps, d. h., es handelt sich nicht um Standardwerte, und ihre Volatilität ist auch wesentlich höher. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um Kaufempfehlungen – ohne Obligo. Alle Angaben beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen und stellen, was die Einschätzung angeht, ausschließlich die persönliche Meinung des Autors dar, der seinen Fokus auf eine mittel- und langfristige Bewertung und nicht auf einen kurzfristigen Gewinn legt. Der Autor kann im Besitz der hier vorgestellten Aktien sein.

Autor: verfasst von Sven Jösting am 5. März 2023


Bild: BZ-System von Plug im Gabelstapler / Cummins-DSC_0433Plug-DSC_0068.jpg

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