Beim Erdöl liegt die Zukunft hinter uns

Bildtitel:




30. Juni 2015

Beim Erdöl liegt die Zukunft hinter uns

30. Mai 2008 – „Peak Oil ist jetzt.” Die weltweite Ölförderung hat mit großer Wahrscheinlichkeit das Fördermaximum bereits ĂŒberschritten und wird weiter zurĂŒckgehen. Dies sei die Hauptursache des steigenden Ölpreises, so lautet die Hauptaussage der Autoren einer Studie der Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH, die die Energy Watch Group Mitte Mai 2008 wĂ€hrend einer ĂŒberlaufenen Pressekonferenz in Berlin vorstellte und ĂŒber die HZwei bereits im Januar 2008 berichtete.
Obwohl die Ergebnisse der Studie bereits seit Monaten vorliegen, reagierte der Großteil der Medienlandschaft verspĂ€tet, aber dafĂŒr umso aufgeregter.Die Hoffnung auf das Platzen einer angeblichen Spekulationsblase ist vergeblich, erklĂ€rte Mitautor Werner Zittel. Seiner Meinung nach könnte die weltweite Ölförderung bis zum Jahr 2030 auf die HĂ€lfte zurĂŒckgehen. “Wegen des zunehmenden Verbrauchs in den wenigen verbleibenden Erdöl exportierenden Staaten selbst bedeutet dies, dass die auf dem Weltmarkt verfĂŒgbaren Ölmengen noch schneller abnehmen werden als die Förderung?, so Zittel.

Auch Josef Auer von der Deutschen Bank stellte fest: ?Wagt man einen lĂ€ngerfristigen Blick auf die Energieversorgung, liegt – zumindest was das Erdöl betrifft – die Zukunft schon hinter uns. Deshalb ist das Szenario vom Ende der fossilen Kohlenwasserstoffe kein HorrorgemĂ€lde pessimistischer Weltuntergangspropheten, sondern eine in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ernst zu nehmende Verknappungsperspektive.?

Mittlerweile warnt auch die Internationale Energieagentur vor einer Ölverknappung. Fatih Birol, IEA-Chefökonom, sagte in einem Interview mit der Zeitschrift Internationale Politik: ?Wir sollten das Öl verlassen, bevor es uns verlĂ€sst.? Er warnte ausdrĂŒcklich vor deutlichen Verknappungen von Erdöl auf dem Weltmarkt. FĂŒr eine ausreichende Versorgung des Marktes wĂŒrden seiner Meinung nach genau 12,5 Millionen Barrel pro Tag fehlen. Das seien rund 15 Prozent des Weltölbedarfs. ?Diese LĂŒcke bedeutet, dass wir in den nĂ€chsten Jahren eine Lieferklemme und sehr hohe Preise erleben könnten”, erklĂ€rte Birol. Gleichzeitig kĂŒndigte er an, dass im nĂ€chsten World Energy Outlook (WEO) der IEA, der im November 2008 erscheinen wird, gezeigt werden wird, dass die weltweite Ölförderung schon in naher Zukunft deutlich zurĂŒckgehen wird.

Quellenangabe:
JCB erreicht H2-Meilenstein

JCB erreicht H2-Meilenstein

Der britische Land- und Baumaschinenhersteller JCB hat im MĂ€rz 2023 die Produktion seines fĂŒnfzigsten H2-Verbrennungsmotors...

mehr lesen

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

preloader