Brennstoffzellen-Kraftwerk fĂŒrs Bildungsministerium in Berlin

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10. Februar 2014

Brennstoffzellen-Kraftwerk fĂŒrs Bildungsministerium in Berlin

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FuelCell Energy versorgt Berliner Amtssitz mit Strom


Das neue Brennstoffzellenkraftwerk fĂŒr das Bundesbildungsministerium kam etwas spĂ€ter als erwartet, aber das lag nicht an der BZ-Technik, sondern am Verkehr. Der Sattelschlepper, der das tonnenschwere Aggregat antransportieren sollte, hatte arge Probleme mit den vielen Baustellen in Berlin. Am Ende klappte es dann aber doch – nur eben etwas spĂ€ter. Die Bundesministerin fĂŒr Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, war an diesem 8. Oktober 2013 zwar nicht erschienen, was angesichts dieser Verzögerung auch besser war, aber dafĂŒr war Chip Bottone, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von FuelCell Energy, zugegen und ĂŒberbrĂŒckte die Zeit bis zur Anlieferung mit Berichten aus seiner US-amerikanischen Heimat.
Bis zur Inbetriebnahme der containergroßen Anlage wird noch etwas Zeit vergehen, aber ein wesentlicher Schritt nach dem bestandenen Lasttest im Werk ist nun vollbracht: Das Brennstoffzellenkraftwerk ist an seiner zukĂŒnftigen WirkungsstĂ€tte, an der es voraussichtlich ab Oktober 2014 Energie bereitstellen soll, eingetroffen. Chip Bottone, der nicht nur das US-amerikanische BZ-Unternehmen FuelCell Energy Inc. (FCE) sondern auch die deutsche FuelCell Energy Solutions GmbH leitet (s. Foto 2. v.l.), erklĂ€rte: „Wir freuen uns, dass wir dem Markt die vielen Attribute einer ultra sauberen, effizienten und zuverlĂ€ssigen Stromversorgung durch ein stationĂ€res Brennstoffzellenkraftwerk, das hier in Deutschland hergestellt wurde, demonstrieren können.“ Andreas Frömmel, VizeprĂ€sident Kommerzielles und GeschĂ€ftsentwicklung (s. Foto l.,  Interview s. S. 28 HZwei Januar-Heft 2014), bestĂ€tigte, dass es sich hierbei um das erste wieder in Deutschland gefertigte Modul handelt, und ergĂ€nzte: „Wir bemĂŒhen uns, es unseren Kunden so einfach wie möglich zu machen, um von den vielen Vorteilen eines BZ-Kraftwerks zu profitieren, wĂ€hrend wir uns um den Betrieb und die Wartung kĂŒmmern.”
Bei der KWK-Lösung von FuelCell Energy Solutions handelt es sich um eine Schmelzkarbonatbrennstoffzelle des Typs Direct FuelCellÂź 250 EU, die mit Erd- oder Biogas arbeitet (250 kWel, 220 kWtherm) und rund 40 Prozent des Strombedarfs sowie 20 Prozent des WĂ€rmebedarfs des Großbaus abdecken wird. Dieses Modul ist das erste in Deutschland installierte GerĂ€t, das fĂŒr FCE quasi als TĂŒröffner zum europĂ€ischen Markt dienen soll. Frömmel kĂŒndigte gegenĂŒber HZwei die Errichtung großer Brennstoffzellenkraftwerke in Europa an. Ziel seien unter anderem Brennstoffzellenparks mit beispielsweise 15 bis 60 MW, wie man sie heute schon in den USA und in SĂŒdkorea findet. Er sagte: „Die Produktion dieser Kraftwerke wollen wir bei Erreichen des dafĂŒr notwendigen Absatzes in Deutschland ansiedeln, um den erweiterten europĂ€ischen Raum damit zu beliefern.“ DafĂŒr sei seinen Angaben zufolge jedoch politische UnterstĂŒtzung notwendig, damit die Produktion auf 30 bis 40 MW pro Jahr gesteigert und darĂŒber der Preis reduziert werden könne. Derzeit liegen die Produktkosten pro Kilowatt noch bei rund 2.800 Euro.
Der Ursprung fĂŒr dieses Projekt liegt mittlerweile ĂŒber fĂŒnf Jahre zurĂŒck: Damals vereinbarte der frĂŒhere Bundesfinanzminister Peer SteinbrĂŒck mit seiner Kollegin, der damaligen Bundesbildungsministerin Annette Schavan, dass ihr Ministerium ein zentrales GrundstĂŒck im Berliner Regierungsbezirk erhalten wĂŒrde, wenn das Bauvorhaben als Öffentlich-Private-Partnerschaft realisiert wird. Somit erfolgte im Mai 2012 die Grundsteinlegung (s. HZwei-Heft Okt. 2012). Die Nachfolgerin Schavans, Johanna Wanka, freute sich ĂŒber das erfolgreiche Experiment: „Dies ist das erste Mal im zivilen Hochbau des Bundes und fĂŒr alle Beteiligten mit neuen Formen der Zusammenarbeit verbunden. Der zĂŒgige Baufortschritt zeigt: Es funktioniert hervorragend. Und es rechnet sich.“ Fördermittel fließen hier keine.

Quellenangabe:

JCB erreicht H2-Meilenstein

Der britische Land- und Baumaschinenhersteller JCB hat im MĂ€rz 2023 die Produktion seines fĂŒnfzigsten H2-Verbrennungsmotors...

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2 Kommentare

  1. Reich jĂŒrgen

    ja , ohne den Senf von Arno A. Evers gehts nicht !! aber das ist gut so ! Er hat alles zu Hause im keller, er hĂ€tte halt frĂŒher etwas Kleiner anfangen mĂŒssen, dort wo er war, jetzt muß er erleben das unsere Steuer-Gelder von Berlin aus in EUROS ĂŒberall hin unnĂŒtz ins Ausland verschoben werden. wir könnten bereits viel weiter sein.
    Seht EUCH mal den Kurz-video vom WDR an. Thema projekt :” H2toDrive-” 09.02.2014-18.33h- an. !!!
    Ein Sinnvollerbeitrag von Prof. Dr. rer.nat. Karl-heinz MĂŒller v. der FH-Schule.Soest.
    PS. : Statistisch & auch wissentschaftlich nachweisbar ist, daß zw. dem ENDE 2018.& ANFANG 2019 ein weiterer großer Atomunfall wie in Japan kommen wird.!!! Nur wo ??

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  2. Arno A. Evers

    Dinge dieser GrĂ¶ĂŸenordnung gab es doch schon
    in Hamburg-Bahrenfeld in den 1990er Jahren …
    Der Hersteller war damals United Technology bzw deren FC-Tochterfirma.
    Auftraggeber war damals die Hamburgischen ElectricitÀswerke, heute Vattenfall!
    Da tauchen zwei Fragen auf:
    1) Was ist bitte mit der Hamburger Anlage seinerzeit passiert?
    2) Warum bitte mĂŒssen wir alle 20 Jahre auf den nĂ€chsten Schritt warten?

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