Opel blickt elektrisch in die Zukunft

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20. September 2011

Opel blickt elektrisch in die Zukunft

Eines der ersten zumindest teilweise elektrisch betriebenen Fahrzeuge aus Deutschland ist der Opel Ampera, der noch in diesem Herbst erhĂ€ltlich sein soll. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke sagte gegenĂŒber der Berliner Zeitung ĂŒber den Ampera: „Wir sind die Einzigen, die E-MobilitĂ€t nicht nur ankĂŒndigen, sondern auch in Serienreife ab sofort auf die Straße bringen.“ 10.000 bis 12.000 Exemplare will Opel von diesem Modell im nĂ€chsten Jahr verkaufen. 6.000 Bestellungen liegen bereits vor. Der Listenpreis betrĂ€gt 42.900 Euro, allerdings werden die ersten Modelle bis Ende des Jahres nur als Luxus-Version ausgeliefert. Die ePionier Edition mit Lederausstattung und Navigation-Audio-Paket kostet 48.200 Euro.
Der fĂŒr vier Personen konzipierte FĂŒnftĂŒrer mit ReichweitenverlĂ€ngerung verfĂŒgt ĂŒber einen 4-Zylinder-Verbrennungsmotor sowie einen 111 kW starken Elektromotor. Versorgt wird der E-Motor ĂŒber eine 16 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie, die die Limousine ĂŒber 40 bis 80 km rein elektrisch antreiben kann. Im Benzinbetrieb treibt der Verbrennungsmotor einen Generator an, der wiederum Strom fĂŒr den E-Motor liefert, so dass insgesamt rund 500 km zurĂŒckgelegt werden können. Nach Herstellerangaben kommt das Hybridfahrzeug so auf einen Durchschnittsverbrauch gemĂ€ĂŸ ECE-Regelung R 101 von 1,6 l Benzin auf 100 km bei etwa 40 g CO2 pro km. Die Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h liegt dank der 370 Nm des Elektroantriebs bei 9 Sekunden.
Etliche Preise hat der Ampera auch bereits abgerĂ€umt. Im September erhielt er den ÖkoGlobe 2011 in der Kategorie Nachhaltige Fahrzeugkonzepte. Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer erklĂ€rte bei der Übergabe des Umweltpreises in Karlsruhe: „Drei Argumente sprachen letztendlich fĂŒr den Ampera: die zĂŒgige Vermarktung, der vernĂŒnftige Preis und nicht zuletzt die Beseitigung der Reichweitenangst.“
Als eine der Ersten nahm Bundeskanzlerin Angela Merkel wĂ€hrend ihres IAA-Rundgangs Platz in dem Elektrofahrzeug. Sie zeigte sich jedoch auch an dem Experimentalfahrzeug RAK e, das auf der IAA Weltpremiere feierte, interessiert. Bei diesem batterieelektrischen Zweisitzer handelt es sich um eine Zukunftsstudie, die insbesondere jungen Leuten zeigen soll, wie MobilitĂ€t in Zukunft aussehen könnte. Theoretisch, so errechneten Opel-Ingenieure, ist mit diesem Elektro-Stadtauto in Leichtbauweise eine Fahrt ĂŒber 100 km fĂŒr nur 1 Euro zu haben.
ZukunftsĂ€ngste scheint Opel derzeit nicht mehr haben zu mĂŒssen. Bereits im Vorfeld der IAA hatte der Mutterkonzern General Motors eine Garantie fĂŒr seine deutsche Tochter abgegeben. GM-VizeprĂ€sident Robert Ferguson erklĂ€rte in der Konzernzentrale Detroit, der RĂŒsselsheimer Autobauer werde „auf jeden Fall auch in zehn oder 15 Jahren noch zu dem Konzern gehören.“ Insbesondere die Entwicklungsarbeit im Bereich der ElektromobilitĂ€t, die Opel in Deutschland leistet, ist fĂŒr GM von Bedeutung. Ferguson sagte dazu: „Wenn Sie im Umkreis von 50 Kilometern fahren, brauchen sie nicht einen Teelöffel Benzin. Das ist die Zukunft und Opel ist mit dabei. [
] Die deutschen Standorte sind ein herausragender Bestandteil unseres Konzerns und Zentren fĂŒr Design und Forschung.“

Quellenangabe:

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2 Kommentare

  1. Janne

    Ich hoffe wirklich, dass Opel dieses Jahr nicht dicht macht….

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  2. Arno A. Evers

    Na, hoffentlich. Nicht nur Politiker arbeiten ja gern mit der Formel:
    “Was interessiert mich mein GeschwĂ€tz von gestern?”
    Wir werden es sehen…

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